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Teaserbild: „¿Hay?“ oder „¡No hay!“ – Das ist hier die Frage!

„¿Hay?“ oder „¡No hay!“ – Das ist hier die Frage!

„¿Hay?“ oder „¡No hay!“ – Das ist hier die Frage!

Seit ich 2003 das erste Mal so richtig in Bolivien war (4 Monate in Santa Cruz de la Sierra), komme ich von diesem faszinierenden und noch halbwegs ursprünglichen Land nicht mehr los. Nach all den Jahren versuche ich nun meinen Gesamteindruck von Bolivien zu vervollständigen, Lücken zu schließen und bisher noch unbekannte Ecken des Landes kennen zu lernen. Mein Augenmerk liegt dabei hauptsächlich auf dem bolivianischen Tiefland!

Warum Bolivien

In der (deutschen) Őffentlichkeit wird Bolivien oftmals als „andines Land“ oder das „Land des Altiplano“ wahrgenommen. Tatsache aber ist, dass zwei Drittel des Landes aus tropischem und subtropischem Tiefland bestehen. Hier zeigt sich dem Betrachter ein ganz anderes Gesicht Boliviens: grün und artenreich (die Natur), warm bis heiß (das Klima), freundlich und lebenslustig (die Menschen), ursprünglich und facettenreich (das Land). Den Massentourismus des Hochlandes sucht man hier vergebens; doch wer sich Zeit nimmt und sich auf die Region einlässt, wird mit unvergesslichen Momenten beschenkt werden. Anthropologisch bzw. historisch ist das Tiefland insofern von Interesse, als sich hier eine der größten vorkolumbinischen Kulturen “tummelte” und sich im Tiefland von Bolivien immer noch mehr als 35 Ethnien mit äußerst verschiedenen Sprachen und Gebräuchen vorfinden.Darüber hinaus ist Bolivien, das Armenhaus von Südamerika, eines der preisgünstigsten und sichersten Reiseländer des Kontinents.

Sonnenuntergang in den Begegnungen im Beni

Was Sie schon immer über (Ost)-BOLOVIEN wissen wollten…

Was sind die (touristischen) Höhepunkte Ost-Boliviens?
amazonischer Tieflandregenwald (z.B. im Parque Nacional Madidi): Schon lange kein touristischer Geheimtipp ist Rurrenabaque, eine Kleinstadt am Ufer des Río Beni. Rurre dient als Ausgangspunkt für Exkursionen in den Madidi-Nationalpark (z.B. Mehr-Tages-Touren: zunächst per Boot, danach zu Fuß) und ist von La Paz aus relativ schnell und sicher (zumeist asphaltierte Straßen) zu erreichen.
Jesuiten-Missionen in der Chiquitania (UNESCO-Weltkulturerbe): In mehreren südamerikanischen Ländern gründeten die Jesuiten im 17./18. Jhd. „Siedlungen“, mit dem Ziel die einheimische Bevölkerung zum Christentum zu missionieren (sog. Jesuitenreduktionen). In Bolivien findet man sie in der Gran Chiquitania, die Bekanntesten in den Dörfern San Francisco Javier, Concepción, Santa Ana, San Miguel, San Rafael und San José de Chiquitos.
Samaipata: Fuerte de Samaipata und Parque Nacional Amboró. Ca. 100km südwestlich von Santa Cruz liegt im Übergangsbereich zwischen der Cordillera Central und dem bolivianischen Tiefland die Kleinstadt Samaipata. Das angenehme, gemäßigt-feuchte Klima lädt ebenso zu einem Besuch ein, wie die Inka-Ruine „Fuerte de Samaipata“ (UNESCO-Weltkulturerbe) und der Nationalpark Amboró, der mit tiefen und dichten (Riesenfarn-) Wäldern und atemberaubenden Wasserfällen aufwarten kann.
Santa Cruz de la Sierra: Als Reisender wird man nur schwerlich um einen Besuch bzw. eine Übernachtung in Santa Cruz herumkommen. Boliviens zweitgrößte und wirtschaftlich wichtigste Stadt ist keine Schönheit, bietet dafür aber ein paar Annehmlichkeiten und Möglichkeiten, die man sonst erst wieder Hunderte Kilometer entfernt vorfindet. Jeweils im September findet die “FEXPO Cruz” statt, eine riesige, “internationale” Messe, auf der sich Tradition und Moderne, Top-Models und Zuchtbullen in trauter Zweisamkeit beisammen stehen. Einen lohnenden Tagesausflug von Santa Cruz aus bieten die “Lomas de Arena”, ein riesiges Wanderdünen-Gebiet im Süden der Stadt.
unglaubliche und unvergessliche Landschaften wie die Savannen des Beni, den Nationalpark Noel Kempff Mercado (UNESCO-Weltnaturerbe) oder die undurchdringlichen Trockenwälder des Gran Chaco – der Geheimtipp sowohl für Angelfreunde als auch für Ornithologen ist der Beni mit seinem Mosaik aus Savannen und Wasserkörpern. Fische (wie z.B. den bekannt-beliebten Tucunaré) und Vögel (jeder Art und Größe) gibt es zuhauf! Ornigasmus garantiert!

Sonnenuntergang im BeniEvo Morales Ama, der wohl wichtigste Kopf in BolivienSchau mir in die Augen, Kleiner!

Was sollte man unbedingt “Essen & Trinken”?
Für den kleinen Hunger bzw. als Vorspeise: Sopa de Mani (Erdnuss-Suppe); Locro de Gallina (Hühner-Eintopf), Patasca (Frühstückssuppe – Gemüse und ein Rinderkopf), Cuñapé (Yucca + Käse), Sonzo (Yucca + Käse)
Empanadas & Salteñas Hauptgerichte: Fisch: Surubi, Bacu, Piranha – Zubereitung: a la plancha, Frito, Chicharron, Sudado oder als Ceviche. Rind: Pacumuto. Pollo: Majadito (Reis mit Hühnchen). Wild: Jochi (Nagetier), Tatu (Gürteltier), (Cola de) Lagarto (Kaiman). Für den ganz großen Hunger: Pique a lo Macho. Dazu trinkt man am Besten ein kühles Bier (Hochlandbiere (d.h. Paceña oder Huari) sind aufgrund des besseren Brauwassers den Tieflandbieren (z.B. Ducal) vorzuziehen) oder einen frischen Fruchtsaft, aus einer Auswahl an Früchten, die keine Wünsche offen lässt.
Wie bewegt man sich am Besten im Land fort?
Die ur-bolivianische Art des Reisens ist die Flota, der Bus! Mit ihm kommt man früher oder später in fast jeden Winkel des Landes – wobei die Qualität des Reisens auf z.T. ziemlich schlechten Schotterpisten nicht mit der anderer südamerikanischer Länder verglichen werden kann.
Auf den großen Tieflandflüssen Boliviens (Río Mamoré; Río Beni etc.) sieht man noch immer große Handelsschiffe, die Waren jeglicher Art über weite Strecken (z.T. auch bis nach Brasilien) befördern. Hat man genügend Zeit und kann man auf Komfort verzichten, ist ein Reisen auf einem dieser Schiffe möglich.
Die “Ferroviaria Oriental S.A.“ betreibt zwei Zugverbindungen von Santa Cruz aus: – nach Osten, d.h. nach Quijarro Bolivien) bzw. Corumbá (Brasilien) durch die Chiquitania und das Pantanal; – nach Süden, d.h. nach Yacuíba an der argentinischen Grenze (Weiterreise z.B. nach Salta möglich bzw. empfehlenswert).
Außerdem gibt es eine Zugverbindung weiter im Westen von DEM touristischen Highlight Boliviens aus, dem Salar de Uyuni. Diese führt von Uyuni über Tupiza nach Villazon an der argentinischen Grenze (Weiterreise z.B. nach Salta möglich bzw. empfehlenswert). In Tupiza bietet sich dem Betrachter ein pitoreskes Wüstenschauspiel aus Felsen und Farben. Diese “Wild-West-Romantik” hat denn dann auch schon so bekannte Protagonisten wie Butch Cassidy und Sundance Kid “hervorgebracht”.
Mittlerweile gibt es auch gute, günstige und sichere Flug-Anbieter, die die wichtigsten bolivianischen Städte miteinander verbinden. Sicherlich die schnellste und stressfreieste Reisemöglichkeit! Ein Mietwagen ist immer noch die ungebundenste, aber leider auch die teuerste Möglichkeit, dieses facettenreiche Land zu erkunden. Allerdings gibt es Ecken und Gebiete Boliviens (Beni, Chaco etc.), zu denen man ohne eigenes Auto nicht vorstoßen kann.

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