Cordillera Huayhuash

Cordillera Huayhuash

Zwischen 2008 und 2012 hatte ich mehrmals die Möglichkeit den Norden Perus zu bereisen, vor allen Dingen um mich in den weitläufigen und wunderschönen Bergregionen Ancashs zu verlieren.

Warum Peru

Peru – das ist mehr als Machu Picchu, Titicaca-See und eine der besten Küchen der Welt! Peru beherbergt aufgrund seiner Gröβe und geographischen Einteilung (in Costa, Sierra und Selva) eine unglaublich groβe Varietät an Klima- und Vegetationszonen. So unterschiedlich die Naturräume, so verschieden sind auch die Menschen und Kulturen, die in Peru zusammen leben. Dies spiegelt sich in Trachten, in der Folklore, in der Sprache und in Gebräuchen wieder. Peru ist auβerdem ein Paradies für alle, die Berge & Trekking mögen! Abgesehen vom allseits bekannten und beliebten „Inka-Trail“ und weiteren Trekkingrouten in und um Cuzco liegt das eigentliche Zentrum des peruanischen Andinismus im Norden des Landes: die Provinz Ancash beherbergt nicht nur Perus höchsten Berg, den Huascarán (6768m), und über 50 weitere Gipfel, die über 5700m liegen, sondern vor allem die beiden wunderschönen Gebirgsketten der Cordillera Blanca und der Cordillera Huayhuash.

Yanapampa (4200m) mit Blick auf den Cuyoc (5550m) mit Schafen<br />
Laguna Jahuacocha (4050m)1Campamento Huayhuash (4150m)1<br />

Was Sie schon immer über die CORDILLERA HUAYHUASH wissen wollten…

HUAYHUASH:
Die Cordillera Huayhuash ist eine eigenständige Bergkette südlich der Cordillera Blanca, die zu einer der atemberaubendsten Trekkingregionen Perus zählt: zahlreiche 6000er, kristallklare Lagunen und unvergleichliche Bergerlebnisse erwarten den Besucher.
Von Huaraz aus kommend gelangt man über Chiquián nach Llamac, dem typischen Ausgangspunkt für eine Trekkingtour in der Cordillera Huayhuash. Zwar gibt es auch die Möglichkeit eine 2-3-tägige Wanderung von Llamac aus zur Laguna Jahuacocha zu machen, doch empfehlenswerter ist die eigentliche Umrundung des Huayhuash-Massivs – einer der wohl spektakulärsten Trekkingtouren der Welt. Auf der je nach Streckenführung rund 140km langen Wanderung sind rund acht Pässe zwischen 4300 und 5000m zu überqueren. Insgesamt müssen mehr als 6000 Höhenmeter überwunden werden.
Touren in die Cordillera Huayhuash lassen sich am Besten von Huaraz aus organisieren – empfehlenswert ist es, sich dabei einer vollorganisierten Tour mit Guide, Koch und Tragetieren anzuschlieβen.

1. Tag: Huaraz (3100m) – Chiquián (3350m) – Llamac (3250m) – Cuartelhuain (3900m): Bus: 5-6h Cuartelhuain (3900m)- Cacananpunta Pass (4700m) – Laguna Mitucocha (4100m) Carhuac Pass (4650m) – Laguna Carhuacocha (4100m): 7-8h
In der geschilderten Variante wird der erste Tag ein langer und ungemein anstrengender! Um diesem Stress zu entgehen, kann man die angeführte Strecke auch in 2 oder 3 Tagen zurücklegen – mit Übernachtungsmöglichkeiten in Llamac oder an der Laguna Mitucocha.

2. Tag: Laguna Carhuacocha (4100m) – Paso Carnicero (4600m) – Huayhuash (4150m): 6h
Wie an allen folgenden Tagen auch lohnt sich das frühe Aufstehen, um den Sonnenaufgang und das Farbspiel der zu dieser Stunde meist freien Berggipfel mitzuerleben. Die Lagune Carhuacocha bietet unvergessliche Ausblicke auf den Yerupaja, mit 6634 Metern Perus zweithöchstem Berg.

Almbetrieb in den Anden: Begegnungen auf knapp 4000m<br />
Yanapampa (4200m) mit Blick auf den Cuyoc (5550m)1<br />
Laguna Jahuacocha (4050m)2Frühstück am Campamento Huayhuash (4150m)Wolken, Wasser, weiße Wolkenkratzer<br />
Laguna Carhuacocha (4100m)<br />

3. Tag: Huayhuash (4150m) – Huayhuash Pass (4700m) – Laguna Viconga (4300m): 5h
Einer der kürzesten und entspanntesten Tage der Huayhuash-Runde wird gekrönt durch das Thermalbad Atuscancha, welches direkt am heutigen Zeltplatz liegt.

4. Tag: Laguna Viconga (4300m) – Cuyoc Pass (5000m) – Yanapampa (4200m): 7h
Der Cuyoc Pass bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Gipfel von Cuyoc, Puscanturpa, Trapecio, Siula, Yerupaja Sarapo und Jurao. Das wunderschön gelegene Campamento liegt direkt zu Füβen des Cuyoc!

5. Tag: Yanapampa (4200m) – San Antonio Pass (5050m) – Huayllapa (3550m): 7h
Am frühen Morgen wird der San Antonio Pass erklommen – einzig und allein um von dort weitere Ausblicke auf das Huayhuash-Massiv zu erhaschen. Der Tag endet nach langem Abstieg in der Quebrada Huayllapa im gleichnamigen Dorf, das nach Tagen der „Isolation und Einsamkeit“ wieder einen Hauch von Zivilisation verströmt.

6. Tag: Huayllapa (3550m) – Tapush Pass (4800m) – Gashpapampa (4400m) 7. Tag: Gashpapampa (4400m) – Laguna Jahuacocha (4050m)
Für diesen Streckenabschnitt gibt es zwei Varianten: – der direkte Weg führt über den Yaucha Pass (4800m) in ca. 5h zur Lagune Jahuacocha. – für schnee- und eiserprobte Bergsteiger bietet sich eine Besteigung des Diablo Mudo (5300m) an. Dieser lange und anstrengende Tag (ca. 12h) beginnt bereits in den frühen, extrem kalten Morgenstunden! Kälteresistente Kleidung, Steigeisen und Pickel sind Pflicht!

8. Tag: Laguna Jahuacocha (4050m) – Llamac (3250m): 4h Llamac – Chiquián (3350m) – Huaraz (3100m): Bus: 5-6h
Die Lagune Jahuaocha mit den umliegenden, schneebedeckten Gipfeln von Rondoy, Hirishanca und Yerupaja macht einem den Abschied besonders schwer – auch wenn die Zivilisation, ein kaltes Bier und eine warme Dusche locken.

Weiterschmökern:


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Short Cuts Peru

Beste Reisezeit: 
Von April bis Oktober herrscht Trockenzeit in Peru: das ist gerade für das Hochland, für alle angedachten Aktivitäten im Freien und für (Hobby-) Fotografen die beste Zeit.

Anreise: 
z.B. mit LAN über Madrid nach Lima

Einreise: 
An allen Grenzen Perus bekommt man mit einem gültigen Reisepass eine Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage. Diese lässt sich leicht durch eine kurzzeitige Ausreise und anschließende Einreise um denselben Zeitraum verlängern.

Sprache: 
Mit Spanisch kommt man am Besten, Einfachsten und Schnellsten weiter; in den Städten bzw. an den touristischen Knotenpunkten Perus (Lima, Cuzco, Huaraz etc.) geht es auch mit Englisch.

Geld: 
An den „Nuevo Sol“ kommt man über Bankkarten (Maestro, VISA etc.), Umtausch (z.Zt. werden auch gern Euro genommen) und Reisechecks ran.

wwwo beginnen

Der einzigen Link, den ich mit halbwegs gutem Gewissen anbieten kann, ist folgender:

huaraz

Peru

Nicht vergessen

  • Schlafsack & Isomatte – möchte man ein Trekking im Hochland machen, sollte die Ausrüstung für kalte Nachttemperaturen (z.T. unter 0°C) geeignet sein.
     
  • Sonnenbrille & Sonnenschutz – besonders im Hochland der Anden kann die (Höhen-) Sonne sehr intensiv sein
     
  • winddichte und warme Kleidung für bedeckte Tage und die langen Nächte

Literatur

Peru/Bolivien: Reise Know-How, von Kai Ferreira Schmidt, 2012: viele Infos, viele Adressen und einige brauchbare Karten

Cordillera Blanca, Nord (Peru): Alpenvereinskarte (0/3a) 1:100000. herausgegeben im Rahmen der Alpenvereinskartographie vom Österreichischen Alpenverein 2000

Spanisch-Deutsch-Wörterbuch, Hilft immer mal weiter