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Teaserbild: Den Atlas im Blick statt nur in der Hand

Den Atlas im Blick statt nur in der Hand

Den Atlas im Blick statt nur in der HandMit dem Bus aus Madrid kommend setzten wir – ein männliches Trio – in Algeciras mit der Fähre nach Tanger über. Mit dem Zug ging es nach Asilah am Atlantik und nach zwei Tagen weiter bis nach Marrakesch. Den Atlas überquerten wir sehr feudal mit dem Taxi, was uns einen Abstecher in die Kasbah Aït Benhaddou bescherte. Von Ouarzazate gelangten wir per Bus zum Tor zur Wüste – M’hamid. Dort unternahmen wir eine Jeep-Tour zu den großen Dünen mit Übernachtung in der Wüste. Wieder nach Norden reisend besuchten wir schließlich noch Fès und reisten über Ceuta zurück nach Algeciras.

Warum Marokko

Marokko war unser erstes afrikanisches Reiseziel und deshalb lag die Spannung gerade im unbekannten Kontinent. Nach einem Urlaub im Frühjahr im maurisch geprägten Andalusien erahnten wir die umso intensivere Fortsetzung dessen bei einem Trip auf die andere Seite der Strasse von Gibraltar. Als melting-pot von afrikanisch-islamischen und europäischen Einflüssen entwickelt Marokko seinen ganz eigenen Charme, den wir zwischen Marktgeschrei und Stille der Wüste zu erkunden suchten.

Die klassischen Grand-Taxis fassen regelmäßig 7 PersonenDer Esel ist das gängigste und nach wie vor das störrischste TransporttierWenn es in der Sahara regnet bilden sich riesige Seen, da der Boden zu trocken ist, um das Wasser aufzunehmen.

Was Sie schon immer über MAROKKO wissen wollten…

Wie bewegt man sich in Marokko fort?
Wir haben hauptsächlich die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, da ist bisweilen schon ein bisschen Geduld gefragt. Es gibt einerseits die Busse, die sind sehr gut ausgelastet, daher ist es ratsam rechtzeitig ein Ticket am Busbahnhof zu erwerben. Über weitere Strecken ist außerdem Durchhaltevermögen gefragt, denn die Sitze sind nicht immer für Menschen über 1,80 m konzipiert. Busfahren ist allerdings sehr interessant, da man mit Einheimischen ins Gespräch kommt. Durchaus eine sehr gediegene Alternative zu den Bussen sind die Sammeltaxis (grands taxis). Diese fahren im Grunde erst ab, wenn sie mit 6 Fahrgästen belegt sind (2 vorn, 4 hinten). Der Preis für eine Fahrt zu dritt ist Verhandlungssache. Vorteil davon ist mehr Flexibilität für Abstecher von der Hauptroute. In der Stadt gibt es die petits taxis, deren Fahrer man an das Einschalten des Taxameters erinnern sollte.

Ist es gefährlich in Marokko?
Es gilt wie in anderen Urlaubsländern, dass dies auch immer abhängig vom eigenen Verhalten ist. Das Gefühl in Gefahr zu sein, haben wir in keinem Moment gehabt. Während die Großstädte Rabat und Casablanca als sehr gefährlich gelten und auch von uns gemieden wurden, sind die Menschen in den ländlichen Gegenden sehr entgegenkommend und achten das Eigentum. Es ist auf jeden Fall Vorsicht bei den sogenannten „faux guides“ (falsche Führer) geboten, die einem die Stadt zeigen wollen, natürlich „gratis“. Dies stimmt meist nicht, es ist daher empfehlenswert, auf ausgewiesene Fremdenführer der besuchten Stadt zurückzugreifen. Gerade in Fès sind viele „faux guides“ in der Medina unterwegs, aber auch in Marrakesch und Tanger. Die Polizisten sind sehr hilfsbereit und ersparen einem manchmal eine lange Unterkunftssuche.

Einfach wunderschön ist die Kasbah Aďt Benhaddou.Die Lehmgemäuer der Wohnhäuser spenden willkommene Kühle.Die klassischen Grand-Taxis fassen regelmäßig 7 Personen

Wo nächtigt man in Marokko?
Die Bauweise der Häuser mit Flachdächern hat einen großen Vorteil: Es lässt sich bestens oben drauf schlafen. So vermieten viele Pensionen und Hotels preiswert einen Schlafplatz auf ihren Dächern. Das kostet selbst in Marrakesch nicht mehr als 5 Euro mit Frühstück und Dusche. In ländlichen Gegenden gab es für diesen Preis abends auch noch eine Tajine (Tontopf) mit Huhn und Kartoffeln dazu. Generell findet man aber in jeder kleineren Stadt preiswerte Unterkünfte. Es kommt auch vor, dass man nach Hause eingeladen wird, solche Angebote sollte man hinsichtlich ihrer Aufrichtigkeit überprüfen, gegebenenfalls die Preise immer sofort klarmachen!

Wie verhält sich es mit Haschisch?
Von Norden nach Süden nimmt der Anbau wie auch der Genuss von Haschischprodukten ab. Es gibt keine Sicherheit beim Kauf solcher Sachen, da auch Zivilpolizisten unter den Verkäufern sein können. Daher ist vom Kauf eher abzuraten. Wenn man trotzdem unbedingt etwas erwerben möchte, sollte man vorher probieren, sonst ist’s halt nur Henna. Zudem sollte man es nicht in der Öffentlichkeit rauchen, sondern dezent zurückgezogen, da man in einem islamischen Land eigentlich weder raucht noch trinkt. Sehr verbreitet ist im Norden das Rauchen in der Pfeife von Kif, den zerhackten Stängel und Blättern von Cannabispflanzen. Da der Süden von Natur her traditioneller ist, wird dort so gut wie gar nicht geraucht.

Wie begegnen einem die Einheimischen?
Sehr nett. Von Deutschland reden alle wie vom Paradies, was vor allem an der hohen Arbeitslosigkeit in Marokko liegt und den vermeintlichen Perspektiven hier. Es ist schwer aus der Touristenrolle herauszukommen. Zeit für intensivere Gespräche über den Touristen Small Talk hinaus gab es vor allem auf den langen Busfahrten durch den Atlas. Man wird oft zum Whisky Berber (Pfefferminztee – sehr lecker) und auf ein Gespräch eingeladen. Klar sind die Marokkaner natürlich auch ein Händlervolk, darauf muss man sich einstellen, dann kann man damit auch umgehen. Das Handeln erfordert bisweilen Geduld und Ausdauer, gerade wenn es um die Wüstentour oder längere Taxifahrten geht. Aber das macht es ja spannender als nur mit Festpreistarifen.

Wie ist es in der Wüste?
In neun von zehn Sommern hat man in der Sahara mehr Sterne als sonst irgendwo, bei uns war es bedeckt und das schönste Gewitter meines Lebens war zu sehen. Der Sand ist so unglaublich fein und die Dünen liegen so sanft da. Es wechseln sich Geröllhalden mit endlosen Sandpisten ab. Die Weite und die Stille ist sehr beeindruckend, ein Erlebnis, das man nicht missen sollte.

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