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Teaserbild: Ein Kletter- und Höhlenparadies

Ein Kletter- und Höhlenparadies

Ein Kletter- und Höhlenparadies

Wir starteten in Cluj- Napoca- , fuhren dann in die naheliegenden Cheile Turzii, ein kleines, aber feines Klettergebiet. Weiter ging’s mit dem Zug nach  Baile Herculane, einem ehemaligen Kurstädtchen Richtung bulgarischer Grenze. Neben den Felsen kann man auch boofen und zelten und noch viel besser: sich in die frei zugänglichen Bassins mit heißem (manchmal auch schwefligem) Heilwasser fletzen und dann zur Abkühlung in den Gebirgsbach gleich daneben springen.
Wir sind dann entlang der  Donau weiter ostwärts gefahren und hinauf in die Berge abgebogen. Hier „wimmelt“ es nur so von Höhlen, bei den meisten aber ist der Zutritt nur mit Führern erlaubt. Die Höhle Topolnita , eine der größten Rumäniens, empfehle ich euch sehr, aber auch hier: besser einen Führer nehmen! Weiter ging’s dann ins Retezat- Gebirge ( müsst ihr unbedingt hinfahren) zum ausgiebigen Wandern.

Warum Rumänien

Rumänien macht süchtig!! Zum einen ist es mit seinen Schaffelle tragenden Hirten, entlegenen, reizvollen Dörfchen und grandiosen Landschaften etwas für Nostalgiker und Leute, die darin so etwas wie Ursprünglichkeit sehen. Zum anderen läuft in Rumänien nicht alles am Schnürchen, Chaos gehört zum Alltag und der Mentalität- für Deutsche ist das eine Erholung.

Gehören in Rumänien zum Alltag - HundeHügel und FelsenEingangstor - das größte Felstor Rumäniens

Was Sie schon immer über RUMÄNIEN wissen wollten…

Muss man Angst vor wilden Tieren haben?

Im Südwesten sind nicht unbedingt die Bären, sondern die Vipern das Problem. Also festes Schuhwerk anziehen und beim Wandern (aber auch beim Klettern!) auf sonnigen Wegen und Geröll schön die Augen offen halten!!! Ein Vipernbiss kann bei Kindern tödlich sein und sollte auch bei Erwachsenen schnellstmöglich behandelt werden! Skorpione gibt es auch. Die Bären sind scheu, meist sind nur ihre frischen Spuren und Kothaufen zu sehen. Hängt alles Essen beim Zelten in einen etwas entfernt stehenden Baum (mind. 3 Meter hoch!). Dann dürfte es eigentlich keine Probleme geben.

Was sollte man in Rumänien auf jeden Fall einmal getan haben?

Einen Marktbesuch (piata): sehr leckeres Obst und Gemüse kaufen, Telemea probieren – einen Käse (ähnlich dem Feta) aus Schaf- und/oder Kuhmilch (Mmh!).
Manele hören und dazu tanzen! Alle guten Menschen in Rumänien hassen Manele (Überbegriff für seichten Zigeunerpop), aber die breite Masse liebt es. Es gehört zur Alltagskultur und wenn man etwas angeheitert ist, gibt es nichts Besseres!
Apropos angeheitert: In Rumänien betrinkt man sich mit einem Pflaumenschnaps, idealerweise einem selbstdestillierten, genannt „tuica“ (sprich: zuika). Schmeckt sehr gut, den solltet ihr probieren!
Die Kunst des „Sonnenblumenkerne-im-Mund-knacken-und-die-Schalen- lässig-auf-den-Boden-Spuckens“ lernen oder sich lehren lassen.
Eine  Keramikschale kaufen- traditionelles Handwerk!
Sighisoara anschauen- ein wunderschönes siebenbürgisches Städtchen mit mittelalterlichem Stadtkern. Im Juli/August findet ein Festival ( freier Eintritt) statt mit vielen Live- Konzerten. Ist einen Besuch wert!

Blick zum NadelöhrCheile Turzii - das NadelöhrAndy am Nadelöhr

Wie kommt man in Rumänien voran?

Bahn (war auch schon mal billiger, aber für deutsche Verhältnisse immer noch sehr preisgünstig): Es gibt 4 Kategorien: Personal (hält in jeder Ortschaft), Accelerat (hält in größeren Ortschaften), Rapid (hält nur in bestimmten Städten), IC. Zum Ticket gibt’s immer eine Platzreservierung dazu, auf der Waggon- und Sitzplatznummer vermerkt sind.

Bus: nur, wenn ihr sehr gern stundenlang Bus fahrt! Ist zwar auch sehr preiswert, aber absolut nervtötend. In manchen Gebieten aber die einzige Möglichkeit, wieder weg zu kommen.

Maxi-Taxi: „ Kartoffeltransport“ hat das mal einer sehr treffend genannt. Kleinbusse (private Unternehmen), die zwischen allen größeren Städten in Rumänien verkehren. Kostet etwas mehr als die Bahn, ist aber bedeutend schneller. Für den Profit werden aber so viele Menschen wie möglich in den Bus gestopft und die Fahrer heizen und überholen wie verrückt. Bedingt empfehlenswert.

Trampen: Tja, Rumänien gehört wohl zu den letzten Tramper- Paradiesen. Es geht sehr gut, auch LKWs nehmen oft und gern mit, kleiner Haken: ein Trinkgeld sollte man schon locker machen ( Berechnung: Bahnpreis der Strecke: 10)

Taxi: Warnung: Lasst euch nicht verarschen! Taxi fahren  in den Städten ist billig! Immer vorher den Preis erfragen,  am besten aufschreiben lassen, damit es am Ende keine Probleme gibt. (Ich habe im September in Bukarest für eine Strecke von ca. 8 km max. 2 Euro bezahlt.) An den Taxis steht es auch: erstens: der Preis pro km, darunter der Startpreis.

Pferd und Wagen: bei netten Bauern kann man beides für ein paar Tage mieten. (Hab mal eine Engländerin getroffen, die so unterwegs war. Auch nicht schlecht oder?)

 

Was gibt es denn für kulinarische Highlights? (auch für Vegetarier?)

Mujdei (sprich: muschdei)- ist eine Knoblauchsoße, sehr lecker zu Pommes
Cascaval pane (sprich: kaschkawal pane) – werden die meisten von euch sicher schon aus Tschechien kennen: der geliebte panierte Käse!
Salata de vinete, heißt zwar Auberginensalat, ist aber eigentlich ein Mus mit Mayo und Gewürzen (sehr lecker).
Fleisch gibt’s in allen Varianten: wenn ihr was traditionelles probieren wollt: sarmale (Fleischröllchen in Wein- oder Kohlblättern gebraten).
Covrigi: Weißbrot-Brezel, mit Sesam, Salz oder Mohn – frisch gebacken – sehr lecker!
Vegetarier haben Glück: An bestimmten Tagen verbietet es die orthodoxe Kirche, Fleisch zu essen.  Darum gibt es  (ganz leckere) Soja- Aufstriche zu kaufen, entweder im Supermarkt oder im Naturkostladen.

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