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Teaserbild: Fortsetzung der Wandertour Marburg bis zur belgischen Grenze

Fortsetzung der Wandertour Marburg bis zur belgischen Grenze

Fortsetzung der Wandertour Marburg bis zur belgischen Grenze

Von Linz am Rhein ging es an die belgischen Grenze (Oleftalsperre). Das Ganze ist die Fortsetzung der Wandertour ab Marburg. Die früheren Etappen findet ihr hier

Warum Deutschland

Die dahintersteckende Idee ist, Deutschland wandernd in alle Himmelsrichtungen von Marburg aus zur durchqueren. Das Besondere an diesem Teil der Wanderung war die Notwendigkeit, immer wieder "eigene" Wege Richtung Westen zu finden, da es keinen Weitwanderweg gibt, der auf dieser Höhe möglichst direkt nach Westen verläuft.

die Oleftal SperreBach 'Olef' an der belgischen GrenzeStadttor in Bad Neuenahr

Was Sie schon immer über diese TOUR wissen wollten…

Die Tour hatte ich in 5 Etappen á ca. 20km unterteilt. Im Rucksack( ca 15-17kg) war alles enthalten, um autark durch die Landschaft zu wandern (Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Koch-Eßgeschirr, Nahrungsmittel,…)
Der erste Tag erstreckte sich von Linz am Rhein bis Bad Neuenahr/ Campingplatz. Mein Bestreben war diese Etappe möglichst rasch zu bewältigen, da es in dieser Region sehr viele Autobahnen mit nur wenigen Möglichkeiten der Unter-/Überquerung gibt. Meine Wanderung folgt daher vorwiegend dem Radweg an der Ahr, um rasch voranzukommen. Dementsprechend wenig reizvoll und abwechslungsreich für einen Wanderer und gleichzeitig ermüdend für die Füße (asphaltierte Wege) gestaltete sich der Tag. Am Abend war ich froh den Campingplatz (der vorwiegend für Wohnmobilisten ausgelegt ist) zu erreichen. Beim Zeltaufbau riss mir dann auch noch das Zeltgestänge, sodass ich froh sein konnte, dass Minusgrade herrschten und ich in der Nacht nicht auch noch mit Regen/ Durchnässung rechnen musste. Versöhnt mit der Situation wurde ich am nächsten Morgen durch die Einladung eines Wohnmobilisten zu einem heißen Kaffee.
Der folgende Tag war dann erstmal geprägt von der Suche nach einem passenden Gestängebogen. Zum Glück gab es vor Ort einen gut ausgestatteten Outdoorladen mit freundlichem und hilfsbereitem Personal. Dort konnte ich auf dem Dach solange die verschiedenen Zeltgestänge ausprobieren, bis ich ein passendes gefunden hatte bzw. mir zurechtstutzen konnte. Am Mittag ging's dann weiter bis zur Jugendherberge in Altenahr. Ich war froh, dort nach einem "verkürzten" Wandertag noch ein Zimmer bekommen zu können und die Bequemlichkeit eines Zimmers zu genießen. Die Jugendherberge ist etwas außerhalb ganz wunderbar in einem Waldstück neben einem Bach gelegen. Verschieden Wanderwege führen direkt daran vorbei. Generell möchte ich aber an dieser Stelle den Tipp weitergeben, bei einem Übernachtungswunsch in einer Jugendherberge sich um eine Reservierung möglichst frühzeitig zu bemühen. Meiner Erfahrung nach sind Jugendherbergen häufig ausgebucht. Das liegt wohl daran, dass Jugendherbergen nur noch selten einzelne Betten auch für Einzelpersonen anbieten, sondern die Zimmer nur noch als "Ganzes" vermieten. Dies bedingt natürlich auch, dass eine Übernachtung für Einzelpersonen teurer wird, da eben nicht nur ein Bett gebucht werden kann, sondern eben nur ein komplettes Zimmer (mit EZ-Aufschlag). Eine Nacht mit Frühstück liegt je nach Kategorie so ca. zwischen 20.- bis 30.- EUR.
Beim Erfahrungsaustausch unter Wanderern erfuhr ich am nächsten Morgen,dass Wanderwege die mit einem " < " plus Nummer (z.B. 11) markiert sind, als West-Ost-Wege erkenntlich sind und Wege, die mit einem schwarzen Dreieck markiert sind, von Nord nach Süd führen. Diese Info erleichterte etwas meine Orientierung, da ich nun versuchen konnte, möglichst auf Wege mit einem "<" – Zeichen zu gelangen.

Blick vom Bergfried ReifferscheidBach 'Olef' an der belgischen Grenze nochmalStadtor von Bad Münstereifel

Der nächste Teil führte mich nun von Altenahr bis Bad Münstereifel, einem anschaulichen mittelalterlichen Städtchen mit umgebender Stadtmauer. Auch hier war eine Übernachtung in der Jugendherberge möglich. Allerdings war es die letzte auf dieser Tour, die in Jugendherbergen gelingen sollte. Von Bad Münstereifel verlief die Wanderung weiter nach Nettersheim, der „Bundeshauptstadt der Biodiversität“ , und am folgenden Tag tief in die Eifel nach Hellenthal. Hellenthal war der letzte Ort vor der belgischen Grenze, welche über einen Wanderweg entlang der Oleftalsperre zu erreichen ist. Kilometerweit gab es keinen Ort mehr nur noch Wald und die Sperre.
Den Hinweg passierte ich der Sperre entlang bis zum Grenzbach "Olef". Auf dem gesamten Weg bin ich nur einer einzigen Person begegnet. Der Grenzbach war glücklicherweise nicht so klein, dass es mit einem einzigen Sprung zu überwinden gewesen wäre, sondern ich war schon gezwungen diesen zu durchwaten. Nach so vielen Kilometern und Tagen der Wanderung fand ich Gefallen daran, dass der letzte Schritt über die Grenze doch ein gewisses Hindernis darstellte.
Den Rückweg nahm ich teilweise direkt durch den Wald, um zu prüfen, ob mir eine Orientierung allein mit topographischer Karte und GPS-Gerät gelingen würde. Es bleibt festzustellen, dass bei kaltem Wetter (sowohl Handy als auch GPS-Gerät) deutlich rascher mit einem leeren Akku zu rechnen ist und man auf solche Vorkommnisse vorbereitet sein sollte. Entweder durch Ersatzbatterien oder aber alternative Möglichkeiten z.B. Orientierung mit Karte, Kompass und erhöhter Aufmerksamkeit für landschaftlich auffällige Stellen. Es ist auf jeden Fall von Vorteil, stets die Umgebung mit der Karte zu vergleichen und das Vorankommen auch auf der Karte zu verfolgen, um zu jedem Zeitpunkt zu wissen wo man sich befindet.

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