Dein Outdoor-Abenteuer beginnt hier!

Teaserbild: Cuba Olé!

Cuba Olé!

Cuba Olé!

Im September 2009 haben wir die größte Karibikinsel bereist. Nach einer Akklimatisierungszeit von drei Tagen in Havanna waren wir eine Woche mit dem Mietwagen unterwegs (Cienfuegos, Topes de Collantes, Trinidad, Camagüey, Remedios, Santa Clara, Playas del Este). Anschließend waren wir noch ein paar Tage in Viñales. Von dort aus ging es wieder nach Havanna wo sich meine Reisebegleitung wieder auf den Weg nach Deutschland machte, während ich die Insel noch einmal mit dem Bus überquert und Santiago de Cuba und Baracoa bereist habe.

Warum Cuba

Zum einen war Cuba das einzige Reiseziel, auf das mein Bruder und ich uns einigen konnten, bei welchem das Klima zur festgelegten Reisezeit passte und das zudem finanzierbar war. Zum anderen interessierte uns das Land, da es sich in einem starken Transformationsprozess befindet. Als eines der letzten Länder in welchem der Sozialismus noch „real existiert“, das sich aber den Erfordernissen der globalisierten Welt auch nicht verschließen kann und das zudem durch das US-amerikanische Handelsembargo stark gehandicapt ist, muss Cuba den Spagat schaffen sich einerseits wirtschaftlich zu öffnen, ohne sich andererseits den Großkonzernen und Investmentbankern zu opfern.

das Tal der Zuckermühlen, sehr idyllische KulturlandschaftCayo Levisa, Sandstrand und Mangrove, sehr schön zum Ausspannendie Stadtkirche von Trinidad im Abendlicht, nicht nur dann ein sehr schöner Ort, die Zeit zu genießen

Was Sie schon immer über CUBA wissen wollten…

Geld:
Auf Cuba existieren zwei Währungen. Einmal der „normale“ Peso und dann der konvertierbare Peso (ergo Devisen). Für den normalen Peso kann man nicht so richtig viel erwerben, außer einem Imbiss am Straßenrand und ein paar Nahrungsmitteln in den entsprechenden Läden ist damit nicht viel zu holen. Für jegliche Luxusartikel ist der konvertierbare Peso von Nöten. Dieser hat den zeitweise als Zweitwährung fungierenden Dollar abgelöst, ist aber an dessen Kurs fix gebunden. Euro (auf US-Dollar wird eine Strafgebühr von 10% erhoben) kann man in Banken und Wechselstuben (Casa de Cambio → Cadeca) in konvertierbare Peso umtauschen. In letzteren ist dann auch der Umtausch der konvertierbaren Peso in normale Peso möglich.
Kreditkarten werden in den Cadecas und in vielen Banken akzeptiert. Allerdings wird auch hier eine Gebühr aufgeschlagen, die gleich mit abgebucht wird (11,2%). Dies gilt auch für alle anderen Kreditkartenzahlungen im Land (Geschäfte, Bustickets, Mietwagen etc.). Mit Visa-Karten (und nur mit solchen) kann man in größeren Städten auch am Automaten Geld bekommen.

Reisen im Land:
Wer Cuba auf eigene Faust erkunden möchte, ist relativ stark auf einen Mietwagen angewiesen (ist aber sehr teuer, wir haben für eine Woche 400€ plus Sprit bezahlt, trotz Vorausbuchung über islands-and-more.de). Wenn man mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte man drauf achten, nur im Hellen zu fahren. Zum einen sind die Straßen nicht besonders, so stehen die Gleise am Bahnübergang mitunter schon mal 5 cm aus dem Asphalt, und zum anderen sind immer Tiere und vor allem Menschen auf den Straßen unterwegs und das natürlich ohne Licht.
Die einzigen Alternativen stellen die Züge (relativ langwierig und unzuverlässig) und die Viazul-Busse dar. Letztere bedienen aber nur die Provinzhauptstädte sowie Vinales und Baracoa, man kommt damit daher nicht in abgelegenere Bereiche. Laut Reiseführer halten auch die Astro-Busse, die ein deutlich verzweigteres Netz bedienen, eine eingeschränkte Kapazität für Touristen bereit. Bei unserem Aufenthalt hatte sich dies aber schon wieder geändert und die Astro-Busse waren für uns nicht nutzbar. Wenn man von den Orten, die die Viazul-Busse anfahren, also ins Umland will, ist man meist aufs Taxi angewiesen. Ein Taxi hat im Zweifelsfalle jeder Cubaner, der ein Auto sein eigen nennt. Man kann auch Ausflüge in die Umgebung bei den Tourismusagenturen (Havannatour, Cubatour…) buchen, was mitunter günstiger ist.

Valle de Vinales, eindrucksvolle Felsformationen und ein relaxtes KleinstädtchenWasserfall mit Naturpool, wie aus einem kitschigen Film, der in den Tropen spieltallgegenwärtig, Revolutionspropaganda, nur wer Hinweise über die Fahrtrichtungen sucht, geht leer aus

Sicherheit:
Cuba ist ein ungemein sicheres Reiseland. Auch wenn wir uns in der Dunkelheit durch die Gassen bewegten (Straßenbeleuchtung gibt’s nur selten), hatten wir nie ein unbehagliches Gefühl und auch wenn man sich mit anderen Reisenden unterhält, wird einem dies bestätigt. Was allerdings auf die Dauer nervt, ist, dass man vor allem in Restaurants und Bars häufig über den Tisch gezogen wird.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man den Kassenzettel wirklich genau prüfen sollte, wenn der nicht von einer Registrierkasse gedruckt worden ist. Uns ging es leider häufig so, dass auf der Rechnung überhöhte Preise (im Vergleich zur Karte) standen oder aber Getränke, die man nie zu sich genommen hat, auftauchten.

Begegnungen mit den Menschen vor Ort:
Im Vergleich zu den Cubanern haben wir als westeuropäische Touristen natürlich sehr viel mehr Geld zur Verfügung. Daher wird man sehr häufig von den Menschen angesprochen und im Allgemeinen wollen sie einem etwas verkaufen bzw. vermitteln (Klassiker sind Zigarren, Restaurants und Casa particulares). Oftmals bitten Sie aber auch um Geld oder um Sachen für sich oder für die Kinder. Hierbei stehen Kugelschreiber, Bleistifte und T-Shirts an allererster Stelle. Wer also im Reisegepäck noch etwas Platz hat, kann den Menschen dort eine riesige Freude machen, wenn vorher die hier ja allgegenwärtigen Werbekulis gesammelt werden, um sie dann im Lande zu verschenken.

4 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weiterschmökern

Backpacking auf Cuba, wenn schon Reisen, dann richtig…

Kay  19. August 2013

Aussicht auf zwei Ozeane

Peter 30. Dezember 2005

Garmin hat's: Routingfähige Karte mit Wettermodul!

rando 11. Juli 2010

Madeira

Sebastian 15. Januar 2009

Touristenattraktion Palmyra: 4 Touris in 3 Tagen

Ulrike 28. Februar 2005