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Teaserbild: Von Riga nach Vilnius mit dem Rad

Von Riga nach Vilnius mit dem Rad

Von Riga nach Vilnius mit dem Rad

Von Berlin sind wir mit dem Flugzeug nach Riga. Von dort entlang der Küste über Jurmala bis Roja und quer durch Lettland über Talsi, Kuldiga, die Venta entlang nach Vainode bis an die litauische Grenze. Weiter in Litauen zum Zematija – Nationalpark, nach Plunge und weiter nach Vilnius. Von Vilnius mit dem Zug zurück nach Riga und von dort noch einen Abstecher in den Gauja – Nationalpark.

Warum das BALTIKUM

Nach dem ich vor Jahren im Winter mal in Vilnius war, hatte ich mir fest vorgenommen, das Baltikum mal in ruhe mit dem Fahrrad zu bereisen und nicht bei -18 C immer schnell ins Warme zu flüchten. Lettland und Litauen sind eher flach und daher optimal mit dem Fahrrad zu erkunden. Außerdem erlebt man die Landschaft und die kleinen Dörfer per Radgeschwindigkeit viel besser als mit anderen Transportmitteln.

Venta-Rumba KuldigaDie GrenzeEin Dorf in Lettland

Was Sie schon immer über das BALTIKUM wissen wollten

Asphalt und Schotterpiste
Die Straßenverhältnisse sind sehr gemischt. Sie reichen von frisch asphaltieren Straßen bis hin zu Sandgruben. Festgestellt haben wir, dass in Litauen, zumindest im Norden, schon fast alle Straßen asphaltiert sind. Dies machte sich auch gleich hinter der Grenze bemerkbar. Dafür fahren die Autofahrer dort auch viel schneller und es gibt mehr Autos als in Lettland. In Lettland sind die großen, oft mehr befahrenen Straßen, asphaltiert. Die einheimischen Karten zeigen jedoch an, welche Straßenabschnitte asphaltiert sind und welche nicht.

Den ganzen Tag zum Tante-Emma Laden
Die Grundversorgung an Lebensmitteln ist kein Problem. In jedem Dorf gibt es ein bis zwei kleine Läden, die von Montag bis Sonntag, sogar noch spät abends, offen sind. Man darf beim Obst und Gemüse Angebot selbstverständlich kein Supermarktangebot erwarten. Gurke, Kartoffeln, Möhren, Äpfel und die in der baltischen Küche viel verwendete Rote Bete. Auch Eis, Bier und vor allem leckeres Hefegebäck findet man immer. Schön und interessant ist es natürlich, andere Produkte zu entdecken, wie z.B. Buchweizen im Kochbeutel.

Kann man denn wild Zelten?
Wir hatten dabei keine Schwierigkeiten. Gerade am Wochenende ist man an der Ostesee oder im Nationalpark jedoch nicht unbedingt allein. Die Letten und Litauer fahren gerne am Wochenende Grillen und Zelten. Im Nationalpark ist das Zelten eigentlich verboten. Es sind jedoch so genannte Zelt- und Grillplätze ausgewiesen, an denen man sich aufhalten und sogar Feuer machen darf. Im Zematija – Nationalpark (Litauen) kommt abends der Parkwächter und verlangt eine Nationalparkgebühr.

Tante Emma-LadenDer Zematija NationalparkDie Gauja

Was für einen Kocher sollte ich mitnehmen
Wer vor hat, einen Kocher mitzunehmen, sollte sich mit Brennmaterial in den großen Städten eindecken. Wir hatten einen Trangia Kocher dabei. Da wir mit dem Flugzeug anreisten, mussten wir vor Ort nach Spiritus suchen. Dies erwies sich doch als recht schwierig. Schließlich gelangten wir zum einzigen Outdoorladen in Riga, und dieser hatte an diesem Tag gerade keinen Spiritus mehr da. So deckten wir uns mit dem Gasbrenner und mehreren Gaskartuschen ein. Dies war dann auch kein Fehler, da wir bis Vilnius weder Kartuschen noch Spiritus hätten nachkaufen können. Auch an Campingplätzen gibt es diese nicht, da es sich mehr um Hütten handelt, die vermietet werden. Mit einem Benzinkocher hat man diese Schwierigkeit nicht.

Im Gauja-Nationalpark bei Riga
Mit dem Fahrrad kommt man recht gut von einem Ort zum anderen. Zum Übernachten muss man nur an den Fluss fahren. Die Zeltplätze sind auf der Nationalparkkarte eingetragen. Man kann sich jedoch auch ein Kanu mieten und die Gauja entlangfahren. Das Anmieten beinhaltet den Transfer zum Einstiegsort und das Abholen. Wir waren Anfang September im Nationalpark und es war angenehm wenig los. Im Hochsommer muss er jedoch recht stark besucht sein. Wer es lieber ruhig hat sollte daher nicht während der lettischen Ferien dort sein.

Auch mal die Bahn nehmen?
Die Fahrradmitnahme im Zug ist kein Problem, sei es in Lettland oder Litauen. Der Zug Kleipeda – Vilnius hat sogar ein Fahrradabteil. Unangenehm ist es nur, die Fahrräder die steilen Zugtreppen vom oft tief liegenden Bahnsteig hoch zu wuchten und gleichzeitig von der zusehenden Schaffnerin ermahnt zu werden, sich zu beeilen.(Platz für Fahrräder sind in den Zügen eigentlich nicht geplant. Es findet sich jedoch immer einer, der zwar vielleicht die Mitreisenden stört, jedoch nicht die Schaffner. Und das ist ja das Wichtigste!)

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