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Teaserbild: Mit dem Fahrrad von Portugal nach Deutschland

Mit dem Fahrrad von Portugal nach Deutschland

Mit dem Fahrrad von Portugal nach Deutschland

Mit dem Rad von Faro über Spaniens Ostküste, Frankreich und die Schweizer Alpen nach Deutschland: 3200 km und 5 Wochen zu dritt „on the road“. Obwohl die Fachlektüre für Radfahrer empfiehlt, Spanien und Portugal aufgrund der recht sommerlichen Temperaturen keinesfalls im August zu durchqueren, war es denkbar reizvoll, nach dem Besuch des Nordkaps im letzten Jahr als Nächstes das andere Ende des europäischen Festlandes anzusteuern. So brauchten mich meine beiden Mitfahrer aus Berlin nicht lang überzeugen, einen passenden Flug zu buchen und wieder den Gepäckträger ans Rad zu schrauben.

Warum Portugal

Radfahren ist einfach mein Leben. In den letzten 10 Jahren war ich fast jeden Sommer mit dem Rad auf Tour, dabei wurden die Entfernungen von Jahr zu Jahr immer größer. Nach einer Tour im Alleingang ein Jahr zuvor war es ganz angenehm, zur Abwechslung mal mit Freunden unterwegs zu sein. Zwar ist es erstaunlich schön, ohne Begleitung längere Zeit Rad zu fahren, mit mehreren Leuten hat man jedoch den Vorteil, sämtliches Glück und Leid teilen zu können.

Camping in den Schweizer Alpenunterwegs in Spaniens Hochsommerder Blick aufs Mittelmeer

Was Sie schon immer über SÜDWEST-EUROPA wissen wollten…

Wie fährt es sich in Spanien?
Spaniens Straßen sind vom Zustand her für lange Strecken gut geeignet. Die Nebenstraßen sind sehr schön zu fahren, die Landschaft ist zwar aufgrund der kargen Vegetation im Hochsommer etwas eintönig, aber nie langweilig. Durch unsere sorgfältige Planung der Strecke im Voraus und die Nutzung eines Navis (Garmin etrex Legend HCx) ist uns sicherlich so mancher Umweg erspart geblieben. Gerade größere Stadtdurchfahrten kann man nun völlig entspannt angehen.
Dennoch kommt man nicht drum herum, manchmal mangels Alternativen auf die Autovía, Spaniens kleinere Autobahnen, auszuweichen. Dies ist zwar legal, aber nicht ganz ungefährlich.

Und in Frankreich?
In Frankreich sieht das Ganze schon besser aus. Die meiste Zeit ist man auf idyllischen Landsträßchen unterwegs, durchfährt hübsche Dörfchen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint und kann in traumhafter Natur am Wegesrand eine Pause einlegen.

Berge…
Spaniens Hügel können zwar manchmal auch steil sein, so richtig geht es aber erst im Fürstentum Andorra bergauf. Im Gegensatz zu den Alpen hat man es hier in den Pyrenäen mit langen kontinuierlichen Anstiegen zu tun, für die man zahlreiche Pausen einlegen sollte. Das ist zwar anstrengend, vorgestellt haben wir uns das aber wesentlich schwerer. In den Alpen werden die Berge dann noch imposanter, stundenlangen Bergauffahrten wie auf den Furka-Pass oder den Oberalppass folgen rasante Abfahrten mit bis zu 80 km/h – Adrenalinkick inklusive.

Wo kann man Einkaufen?
Die Entfernungen in Spanien und Frankreich sind überschaubar, das Netz an Supermärkten ist hervorragend. Allerdings sollte man sich vor der Reise über nationale Feiertage informieren, denn in diesem Fall steht man nicht nur vor verschlossenen Märkten, sondern auch vor verschlossenen Tankstellen! Wasser aus der Leitung ist in Spanien und Portugal praktisch ungenießbar, da dieses sehr stark gechlort wird. Aus diesem Grund ist man auf die im Supermarkt erhältlichen 5l-Kanister für meist weniger als einen Euro angewiesen.

Serpentinen bei AlicanteDie BräunungsgrenzeErfrischung unter einem Baum

Übernachtungen
Die einfachste und günstigste Variante der nächtlichen Erholung ist natürlich das Zelt. Campingplätze gibt es zwar auf der gesamten Tour genügend, man sollte jedoch – nicht so wie wir – fehlerhafte Straßenkarten benutzen, in denen Plätze vermerkt sind, die nicht existieren… In solchen Situationen ist es kein Problem, wild zu zelten, vorausgesetzt natürlich, man hinterlässt keinen Müll oder zerstört Pflanzen. Unabdingbar ist eine Zeltbodenunterlage oder Plane, die den Zeltboden vor teilweise widerspenstigem Gestrüpp schützt!

Wetter
Der Sommer in Spanien ist heiß. Das wussten wir bereits vor der Abreise. Dass wir jedoch bei teilweise 40-50 Grad in der Sonne fahren würden, mussten wir selber herausfinden. Eine kleine Brise gibt es nur entlang der Küste, sobald man ein wenig ins Landesinnere fährt, steigen die Temperaturen noch einmal. In sengender Hitze an einem Warnschild für Glatteis vorbeizufahren, ist echt komisch! Nach wochenlanger Dürre erleben wir in Valencia einen monsunartigen Regen, der das Kanalsystem der gesamten Stadt völlig überfordert und uns bis zur Kette im Wasser fahren lässt – mitten im Hochsommer.

Barcelona – die schönste Stadt Europas?
Meine Erwartung an Barcelona war sehr hoch, da recht viele Leute behaupteten, dass Barcelona einfach kaum zu überbieten wäre und wunderschön sei. Und ich wurde nicht enttäuscht! Zugegeben, ich hatte nur einen einzigen Tag eingeplant, um mir einen kleinen Eindruck zu verschaffen. Die Stadt ist so vielfältig mit ihren riesigen Boulevards und kleinen Gässchen, allein architektonisch ist Barcelona eine Reise wert, denn die Harmonie zwischen historischen Häusern und moderner Kunst (Antoni Gaudí) ist einzigartig. Ich komme auf jeden Fall wieder…

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