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Teaserbild: Freundliches Syrien

Freundliches Syrien

Freundliches SyrienGestartet bin ich in Damaskus. Von dort aus fuhr ich gen Nordwesten über Hama und Krak des Chevaliers nach Tartus, dann weiter nach Lattaqia und Aleppo und von dort zurück nach Damaskus. Danach machte ich noch einen Trip in die Wüste nach Palmyra, Deir-az-Zur, Mari und Duro Europos. Außerdem unternahm ich von Damaskus aus Tagesausflüge nach Bosra und Qunaitra

Warum Syrien

Für mein Studium machte ich einen Sprachkurs in Damaskus. Danach hatte ich noch einen Monat eingeplant, um Land und Leute ausgiebig zu erkunden. Syrien fasziniert mit seinen alten, arabischen und religiösen Sehenswürdigkeiten und der unglaublichen Gastfreundschaft und Offenheit der Menschen dort. Inzwischen war ich drei Mal dort und ich will immer wieder hin.

PalmyraSuq von AleppoWasserrad in Hama

Was Sie schon immer über SYRIEN wissen wollten…

Ist es in Syrien nicht gefärlich?
Nicht gefährlicher als anderswo im Nahen Osten, würde ich sagen. Von den politischen Problemen bekommt man wenig mit. Selbst rund um das Attentat auf Hariri im Libanon (Februar 05), an dem Syrien offensichtlich beteiligt war, hatte ich nie das Gefühl, dass es irgendwie unsicher sei. Der Irak ist zwar gleich nebenan, aber bis auf die vielen Flüchtlinge, die inzwischen in Syrien leben, ist auch davon nicht viel zu merken.

Wie sind die Menschen dort?
So offen und gastfreundlich wie ich es nirgends zuvor erlebt habe. Trotz religiöser und politischer Diskrepanzen wurde ich als Europäerin überall freundlich aufgenommen. Natürlich gibt es Männer die mich doof angemacht haben und natürlich gibt es Händler die einem jeden Ramsch zu unmöglichen Preisen verkaufen wollen. Aber selbst in solchen Situationen kamen andere Syrer vorbei und nahmen sich meiner an, verscheuchten mich verfolgende Verehrer und jagten aufdringliche Händler davon, um mich dann auf Tee und Wasserpfeife einzuladen.

Al-Azm Palast in DamaskusZayida Zainab Moschee in DamaskusTheater von Bosra

Wie ist das Land?
Der Westen ist hügelig und rund um den Fluß Orontes recht grün. Am Orontes liegt auch Hama, bekannt für die Wasserräder und außerdem die konservativste Stadt Syriens (als Frau allein manchmal anstrengend). Ganz in der Nähe liegt auch Krak des Chevaliers, eine gut erhaltene Kreuzfahrerburg. Entlang der Küste gibt es einige kleine Hafenstädte (Tartus und Lattaqia), aber keine Badestrände im europäischen Sinne. Aleppo und Damaskus sind die beiden größten Städte und beide auf ihre Weise schön. Damaskus mit der Altstadt, die einen das Leben vor vielen Jahrhunderten nachfühlen lässt; Aleppo mit dem uralten Suq und den Khanen. Die Wüste im Osten ist eine Steinwüste und als solche nicht so faszinierend. In den sehr gut erhaltenen Ruinen der Handelsstadt Palmyra (ca. 200 n.Chr.) kann man allerdings ganze Tage verbringen. Deir az-Zur, die letzte größere Stadt vor der irakischen Grenze, wird kaum von Touristen besucht und versprüht so besonderen Charme.

Das Besondere an Syrien sind wohl die unzähligen Ruinen, die z.T. sehr gut erhalten sind: Bosra mit dem Amphitheater; Mari, eine Handelsstadt aus dem 4. Jahrtausend v.Chr.; Duro Europos mit einer der frühesten christlichen Kirchen aus dem 3. Jahrhundert; und viele mehr.

Wie bist du unterwegs gewesen?
Ganz Syrien ist mit öffentlichen Bussen zu bereisen. Man kann für wenig Geld überall hinkommen, je nach Ort und Preis mit neuen Luxusbussen oder alten Schrottkarren. Jeder Ort hat einen Busbahnhof, wo es Tickets und Infos gibt. Meist können einem auch Hotelmitarbeiter helfen.

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