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Teaserbild: Gastfreundschaft in alten Oasenstädten

Gastfreundschaft in alten Oasenstädten

Gastfreundschaft in alten OasenstädtenMit unserem Buschtaxi (Toyota Landcruiser HZJ78) ging es per Fähre nach Tunis und über Tozeur zur algerischen Grenze. Dann fuhren wir Richtung Süden über Hassi Messaoud und durch den Grand Erg Oriental. Nach der Durchquerung des Qued Imerhou streiften wir das Tassili N’Ajjer und besuchten die beiden wichtigen Oasenstädte Djanet und Tamanghasset. Nach einem Ausflug in das Hoggargebirge fuhren wir Richtung Norden über Amguid, Hassi Bel Guebbour und Touggourt wieder zur tunesischen Grenze und per Fähre zurück.

Warum Algerien

Die Faszination der größten Wüste der Welt, die riesigen Sandgebiete, einsame Nachtlager in den Dünen mit tausenden Sternen ohne irgendeinen Laut, der Zauber alter Oasenstädte und nicht zuletzt die Gastfreundschaft der Menschen haben uns erneut nach Nordafrika gelockt. Nachdem wieder Frieden in Algerien Einzug gehalten hat, wollten wir das zweitgrößte Land Afrikas erkunden.

Tuareg bei der TeezeremonieDas alte Fort Sif FatimaIm Grand Erg Oriental

Was Sie schon immer über Algerien wissen wollten…

Ist Algerien denn eigentlich sicher?
Für die Gebiete, die wir bereist haben, konnte man die Frage damals mit einem klaren „Ja“ beantworten. Im Norden gab es zwar viele Militärkontrollen wegen der großen Erdölfördergebiete. Es konnte auch passieren, daß man im Konvoi fahren mußte. Im Süden fühlten wir uns aber sicher und haben auch von anderen Reisenden nichts Negatives gehört. Heute (Mai 2003) sollte man bei Reisen nach Algerien allerdings vorsichtig sein und sich zuvor die entsprechenden Informationen vom Auswärtigen Amt einholen (Auswärtiges Amt).

Kann man derzeit denn in ein Land fahren, in dem 99% der Menschen dem Islam angehören?
Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem wir gefahren sind (12/01 bis 2/02), gab es keine Probleme mit anderen Kulturen, wie uns Europäern. Im Gegenteil, wir erlebten aufgeschlossene Menschen, die interessiert waren an unserer Herkunft und auch den anderen nichtislamischen Glauben akzeptiert haben. Man muß sich jedoch mit den Gepflogenheiten im Land vorher vertraut machen und bestimmte Verhaltensregeln, besonders als Frau, beachten. Dann kann man eine wunderbare Gastfreundschaft erleben, die uns immer wieder beschämt, angesichts der Zustände, wie sie in Deutschland gegenüber Fremden herrschen.

Sonnenuntergang im Hoggar-GebirgeTuareg-HochzeitTuareg bei der Teezeremonie

Was macht ihr, wenn in der Wüste was passiert?
Natürlich muß man für kleine und mittlere Reparaturen alles dabei haben und auf Pisten auf ausreichenden Wasserund Lebensmittelvorrat achten. Allein sollte man sehr abgelegene Pisten oder gar Dünengebiete querfeldein nicht befahren, sondern nur im Konvoi mit mindestens einem, besser zwei anderen autarken Geländewagen. Man sollte sich immer bewußt sein, welches Risiko man eingeht, wenn man allein aufbricht. Auf fremde Hilfe kann man abseits der Hauptverkehrsadern in einem riesigen Dünenmeer nicht hoffen. Wir sind mit der Devise „etwas Abenteuer ja, Risiko nein“ immer gut gefahren und nach inzwischen über 10 Afrikatouren immer wieder heil angekommen.

 

Die ganze Zeit Sandist das schön?
Mal abgesehen von der gigantischen Dünenlandschaft gibt es bizarre Gebirge mit bis zu 10.000 Jahre alten Felsbildern und Gravuren. Inmitten der Trockenheit kann man wasserführende Täler und Gueltas mit üppigen Pflanzenbewuchs finden. Nicht zuletzt üben die Oasenstädte eine Faszination aus, der man sich schlecht entziehen kann. Man muß allerdings diese Landschaft mögen, sonst sollte man lieber ins Grüne verreisen.

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