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Teaserbild: Rondane – Acht Tage Schnee und Sonne

Rondane - Acht Tage Schnee und Sonne

Rondane - Acht Tage Schnee und SonneAcht Tage lang sind wir durch den Rondane Nationalpark gewandert – von Straumbu über Bjoernhollia nach Rondvassbu und über die Berge wieder zurück nach Straumbu. Nachdem wir wieder „unten“ waren ging es über Jotunheimen und am Sognafjord entlang und schließlich die ganze Strecke über Schweden und Dänemark wieder zurück nach Deutschland.

Warum Norwegen

Ich hatte mich eigentlich nie sonderlich für Skandinavien interessiert. Erst im letzten und vorletzten Winter, wo hier so viel Schnee lag, habe ich die Lust verspürt, einmal in den Norden zu fahren, aber so sehr hat es mich dann doch nicht gereizt. Als mich eine Freundin gefragt hat, ob ich mit ihr und ihren Freunden nach Norwegen fahren will, zum Schneeschuhwandern, habe ich erst einmal gezögert. Hier war es schon richtig warm, und man hätte sich eher vorstellen können, in den Süden zu fahren und dort im Meer zu baden. Aber ich muss sagen, ich bin heilfroh mich fürs Schneeschuhwandern entschieden zu haben! Norwegen, und besonders Rondane, ist wunderschön. Und nach sieben Tagen wandern geht man schließlich auch gerne mal in einem kalten Bergbach baden.

Abenddämmerung im NationalparkInsel im SognafjordSteine als Wegmarkierung auf dem Weg zum Gipfel des Hoegronden

Was Sie schon immer wissen wollten…

Auf dem Schnee schlafen – ist das nicht viel zu kalt?
Um ehrlich zu sein haben wir nur eine einzige Nacht wirklich auf dem Schnee geschlafen. An allen anderen Tagen haben wir uns ein schneefreies Fleckchen gesucht, wobei die einzige Schwierigkeit darin bestand, eine halbwegs gerade Stelle ohne zu viele Steine zu finden. Im Zelt war es nie richtig kalt – und erst recht nicht im Schlafsack. Ein guter Schlafsack ist natürlich wichtig! Man sollte allerdings darauf achten, dass man, wenn man auf dem Schnee zeltet, Sachen, die trocken bleiben sollten, nicht direkt auf den Boden legt. Wir hatten Glück mit dem Wetter – fast jeden Tag hat die Sonne geschienen und es war manchmal so warm, dass wir in hochgekrempelten Hosen und T-Shirts gewandert sind. Und abends, wenn es kalt wurde, haben wir uns einfach in unsere Schlafsäcke verkrochen und haben von dort aus gekocht und gegessen.

Darf man denn im Nationalpark überhaupt zelten?
Ja. Erstaunlicherweise darf man in Norwegen in den Nationalparks frei zelten. Überhaupt gibt es laut Gerüchten, denen man gerne Glauben schenkt, in ganz Norwegen eine Regelung, die besagt, dass man überall zelten darf – man muss nur mindestens 100 Meter vom nächsten Haus entfernt sein.

Zelten auf dem SchneeDie Schneehühner sind nicht sehr scheuDer zweite Tag in Rondane – zwischen Bjoernhollia und Rondvassbu

Wie ist es denn so in Norwegen?
Tja, darauf kann ich nur sehr beschränkt Antwort geben. Da wir in einem Kraftakt von Leipzig nach Rondane fast durchgefahren sind, haben wir leider nicht allzu viel vom Land und vor allem von den Leuten mitbekommen. Die wenigen Leute, die wir getroffen haben, waren jedoch sehr nett. Von der Landschaft her kann ich nur sagen, es gibt Teile von Norwegen, die so schön sind, dass man sich fast schämt. Während unten an den Fjorden bereits alles blüht, herrscht tausend Meter höher noch Winter. Mit dem Auto unterwegs wechseln sich endlose sonnige Seen und Fjorde ab mit weiten Schneelandschaften, die nach allen Seiten von schneebedeckten Bergen umgeben sind. Ich hatte vorher kein großes Bedürfnis in den Norden zu fahren (eigentlich zieht es mich eher in warme Länder), aber diese unverhoffte Reise hat mich so fasziniert, dass es mich wieder dorthin zieht – wieder in den Schnee, in die Berge und weiter in den Norden.

Weitere Tipps:
Ihr solltet unbedingt Kleidung zum Wechseln einpacken  – aber: nicht zu viel mitnehmen! Am Besten nehmt möglichst leichtes Essen mit, das nicht lange gekocht werden muss. Und eigentlich unentbehrlich sind ein paar Leckereien fürs leibliche und geistige Wohl, z.B. hat man aus Tee, Rum, Zucker und Zitrone schnell einen Grog gebraut…
Ende April ist zwar etwas spät für eine Schneeschuhwanderung, besonders in diesem Jahr (2007), wo es auch in Norwegen ungewöhnlich warm war, aber es lag noch genug Schnee. Man hat auch hier und da mal in der Ferne einen Skifahrer gesehen. Der Vorteil, wenn man so spät fährt ist, dass zwar noch genug Schnee zum Schneeschuhwandern oder auch zum Skifahren vorhanden ist, man aber nicht friert, da die Sonne um diese Zeit schon richtig wärmt.

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