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Teaserbild: Im Rausch der Gärten und blauen Kuppeln

Im Rausch der Gärten und blauen Kuppeln

Im Rausch der Gärten und blauen KuppelnAus der Türkei kommend betraten wir den Iran am Grenzübergang Bazargan. Über Maku reisten wir nach Täbris. Weiter ging es nach Ardabil, in Sar Ein genossen wir die heißen Quellen und weiter ging es zum kaspischen Meer. Von Bandar Anzali fuhren wir durch das Albourzgebirge direkt in die Hauptstadt Teheran. Nächste Stationen waren die Städte Qom, Hamedan, Kermanshah, Esfahan, Yasd, Kerman und Shiraz. In Bandar Abbas am Persichen Golf verließen wir den Iran in Richtung Dubai.

Warum der IRAN

Der Iran ist touristisch noch recht unerschlossen, aber ein absolut reisewürdiges Land. Die aktuelle Medienberichterstattung über das Land lassen es einem bei den Reisevorbereitungen vielleicht etwas mulmig werden, was aber absolut unbegründet ist. Wenn man sich an die Regeln der Islamischen Republik hält (Kopftuch für Frauen, absolutes Alkoholverbot), ist man besonders als Ausländer sehr sicher. Die Menschen sind sehr freundlich, waren uns gegenüber interessiert neugierig, jedoch niemals aufdringlich oder aggressiv.

Boote im Persischen Golf auf der Insel HormozMoschee in Yazdeiner der vielen Gärten in Shiraz

Was Sie schon immer über den IRAN wissen wollten…

Wie sicher ist der Iran?
Der Iran wird ohne Zweifel von einem repressiven Regime regiert, dass mit Oppositionellen und Regimegegnern nicht zimperlich umgeht. Auf Teilnahme an Demonstrationen sollte man tunlichst verzichten. Für Touristen ist die innere Sicherheit jedoch – hält man sich an die Regeln – sehr gut. Polizei ist überall präsent und lässt Ausländer in der Regel in Ruhe. Die Provinz Baluchistan an der pakistanischen Grenze ist für den Drogenhandel bekannt und berüchtigt. Dort haben die Drogenbarone das Sagen und selbt die Polizei traut sich nur in hoher Mannstärke in diese Region. Vor Reisen dorthin wie auch in die irakische Grenzregion wird dringend abgeraten.

Unterstützen alle Iraner ihr Regime?
Definitiv nicht! Viele Menschen, die wir getroffen haben, waren dem Regime und der Regierung gegenüber sehr kritisch eingestellt und entschuldigten sich sogar teilweise für ihren Präsidenten. Die Menschen leiden unter der Isolation ihres Landes und distanzierten sich von den verbalen Provokationen ihres Präsidenten. Dies schien nicht nur ein Phänomen der englischsprechenden Oberschicht zu sein. Auch viele Straßenverkäufer, Taxifahrer und ein Friseur äußerten sich uns gegenüber resigniert und frustriert von der Mullahkratie.

Gibt es Internetzugang?
Jede größere Stadt verfügt über eine Fülle an Internetcafes mit zum Teil sehr guter Ausstattung. Zwar ist die Zensur allgegenwärtig, flickr.com und sämtliche Adressen mit „free“ im Namen sind nicht aufrufbar (freemail.de nicht, web.de dagegen schon). Auch Nachrichtenartikel, die sich mit dem Iran oder den (regimekritischen) Exiliranern in Europa und Amerika beschäftigen, sind nicht erreichbar.

Grab des Nationaldichters HafezWindtürme in YazdMoscheenkomplex in Esfahanverziertes Moscheetor in EsfahanBoote im Persischen Golf auf der Insel HormozMoschee in Yazd

Geschlechtertrennung
Durch Reiseführer vorbereitet, stellten wir uns (3 Mädels, 2 Männer) auf massive Geschlechtertrennung in Bussen und Hotels ein. Doch nichts davon traf zu. Ohne einmal nachzufragen, konnten wir gemischt in Hotelzimmern übernachten und auf den langen Busfahrten nebeneinander sitzen. Lediglich in den  Stadtbussen steigen die Männer vornund die Frauen hinten ein, in der Mitte des Busses befindet sich ein Trennbalken. Berührungen zwischen den Geschlechtern in der Öffentlichkeit sollte man jedoch auch als Ausländer vermeiden.

"Arier" und andere Ethnizitäten im Iran
Im Iran sind relativ viele Minderheiten ansässig. Im Westiran leben die Azaris, die einen türkischen Dialekt sprechen, Bettina und mich mit unserem Türkeitürkisch aber kaum verstanden haben. In Yazd leben noch eine Reihe Zoroastrierer, Anhänger der vor dem Islam in Persien vorherrschenden Religion. Vor allem im Süden wohnen Araber. Auf diese sind die Iraner aber sehr schlecht zu sprechen ( sie seien dumm und  unkultiviert) und fast jeder Perser wies uns darauf hin, dass Iraner keine Araber oder Türken seien, sondern Arier. Unser Brudervolk sozusagen, ob wir das schon wüssten?!? Na klar wissen wir das, und damit war das Thema dann meistens auch abgehakt.

Weiter Infos
Der Iran hat seine Visabestimmungen letztes Jahr gelockert. Auf der Internetseite der iranischen Botschaft kann ein Formular heruntergeladen werden und ist dann nur noch auszufüllen. Damit geht es zur Botschaft und nach dem Zahlen von 50€ für ein Touristenvisum erhält man 3-4 Wochen später ein bis zu 30 Tag gültiges  Visum. Im Iran selbst sind Visumverlängerungen ohne Probleme möglich. Der beste Ort dafür ist jedoch Esfahan.

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