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Teaserbild: Trekking im Khumbu

Trekking im Khumbu

Trekking im KhumbuUnsere Tour führte mit dem Bus von Kathmandu nach Jiri und von dort zu Fuß weiter ins Khumbu-Gebiet. Dort warten der Everest und viele andere Berge, die bestaunt werden wollen. Wir sind dann in 12 Tagen eine Runde durch das Dudh Kosi Tal bis Machhermo (4400m) und von dort über Pangboche und Tengboche (Everest Base Camp Trek) zurück nach Namche Bazar und weiter nach Lukla gelaufen. Ab Lukla sind wir mit dem Flugzeug direkt nach Kathmandu geflogen. Der Flug dauert bei gutem Wetter ca. 30 Minuten.

Warum Start in Jiri?

Die Tour in Jiri zu beginnen stößt bei Touristen meist auf Unverständnis und auch die Nepalis sind oft verwundert, warum sich ein Tourist diesen Strapazen aussetzt. Es gibt doch das Flugzeug! Über 90% aller Touristen fliegen heute direkt in das Khumbu. Dadurch spart man eine Woche und viele steile Aufund Abstiege ein, verpasst aber die schöne Landschaft und den Blick auf ein anderes Nepal, als es sich ab Lukla bietet.  

GebetstrommelnBlick vom Kloster Tengboche zum Everest-MassivTräger auf dem Weg nach Namche Bazar

Was Sie schon immer über Trekking im KHUMBU wissen wollten…

Wie organisiere ich am besten meine Tour?
Eine Trekkingtour in Nepal ist zum Teil einfacher zu organisieren und komfortabler als in vielen Gebirgen Europas. Es gibt für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas. In Deutschland gibt es mehrere Anbieter für Trekkingtouren, die Komplettpakete als Gruppenreisen anbieten. In Kathmandu kann man sich bei einer der zahlreichen Agenturen ebenfalls einer Gruppe anschließen oder Führer und Träger arrangieren (Preise je nach Qualifikation und Leistung ca. 7 – 20 Euro/Tag und Träger/Führer). Auf der Tour ist es problemlos möglich, Träger anzuheuern. Hier ist Verhandlungsgeschick gefragt. Man sollte sich bewusst sein, dass die Träger in den Dörfern oft über keine Ausrüstung für Höhenlagen verfügen und diese noch dazu gekauft werden muss. Solange man auf den Hauptrouten bleibt, ist ein Führer nicht unbedingt nötig. Auch auf einen Träger kann dort bei guter Kondition verzichtet werden. In den Dörfern ist Verpflegung und Unterkunft in den Saisonmonaten (s. Reisezeit) kein Problem. Die Ausrüstung sollte einer alpinen Bergtour in Europa angemessen sein. Für eine normale Wandertour kann auch noch in Kathmandu (Thamel) eingekauft werden. Dafür benötigt man ein bis zwei Tage um Preise zu vergleichen, spart aber eine Menge Geld. Von tropischen Temperaturen und Regenfällen bis zu Frost und Schnee ist alles möglich. An Kostenpunkten entstehen für die Tour neben Unterkunft und Verpflegung, noch Anund Abreise (Bus ca. 4€, Flug 80€) und der Eintritt für den Nationalpark (ca. 10€). Im Khumbu-Gebiet ist es in Lukla und Namche Bazar möglich Geld zu tauschen, größere Hotels und Geschäfte akzeptieren auch Kreditkarten. In Kathmandu und im Terai werden auch indische Rupien akzeptiert, in den Bergregionen aber weniger gern.

Mehr Infos zur Tour
Von Lukla führt der Weg nach Namche Bazar (3440m), dem Verwaltungszentrum der Khumburegion. Dort sollte unbedingt ein Tag Pause zur Akklimatisation eingelegt werden. Ab Namche bieten sich mehrere Möglichkeiten die Tour fortzusetzen: die Hauptroute zum Everest-Basecamp und dem Kala Pathar (5545m), ein Abstecher ins Tal des Dudh Kosi (Cho Oyu Base Camp) oder der Weg nach Thame und weiter Richtung Nangpa La, dem Pass nach Tibet. Diese Ziele kann man auch verbinden. Allerdings erfordert das die Überquerung von über 5400m hohen Pässen und die Anforderungen auf diesen Wegen sind nicht mit denen der Everest-Hauptroute zu vergleichen. Bevor der erste Blick auf die Riesen des Himalaja genossen werden darf, müssen viele Höhenmeter überwunden werden. Für die Strecke von Jiri nach Lukla (Flugplatz, 2800m) benötigten wir eine Woche. Dieser Abschnitt verläuft unterhalb einer Höhe von 3500 Meter, aber das Streckenprofil mit Aufund Abstiegen über 1000 Höhenmeter verlangt dennoch eine gute Kondition.

Wie ist die medizinische Versorgung?
Im Khumbu gibt es einige kleine Krankenhäuser und Krankenstationen. Allerdings erreicht man diese nur zu Fuß, per Yak, Pferd oder Helikopter. Jeder sollte unbedingt eine Krankenund Unfallversicherung mit ausreichender Deckung für Bergung und Transport abschließen. Die Luftrettung kann leicht die 5000 Euro Grenze überschreiten und der Helikopter startet nur bei sicherer Zahlungszusage. Für eventuelle Notfälle empfiehlt sich die Registrierung bei der deutschen Botschaft in Kathmandu.

Die Piste in LuklaGebetsfahnen wehen auf jedem PassTerrassenfelder im Khumbu

Ist Nepal für Touristen gefährlich?
Nepal ist ein sicheres Reiseland. Die meisten Nepalis sind Ausländern gegenüber sehr freundlich und offen eingestellt (hier gilt das Sprichwort: wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück…). Allerdings gibt es immer wieder einige Überfälle. Diese treffen meist alleinreisende Frauen. Aber auch allgemein gilt, zu zweit reisen ist sicherer. In den Bergen muss immer mit Notsituationen (Unfall, Höhenkrankheit) gerechnet werden. Jedes Jahr werden in Nepal Trekker vermisst, die oft erst nach Wochen oder … gefunden werden.

Wie ist die politische Situation?
Am 21.11.2006 haben die Regierung und die Maoisten ein Friedensabkommen geschlossen, in der Folge gab es eine Beteiligung der Maoisten im Parlament und in der Regierung. Der König hat seine offizielle politische Macht fast gänzlich verloren. Die politische Stabilität im Land ist noch nicht wiederhergestellt, die Wahlen stehen noch aus. Es gibt noch immer Maoisten, die ihre Waffen und die im Bürgerkrieg erkämpften Machtpositionen nicht abgegeben haben. Durch die Maoisten darf keine Revolutionssteuer mehr erhoben werden. Die betrug im Khumbu für jeden Tourist ca. 50€. Bis auf Streiks, die unter Umständen mehrere Wochen dauern können, gibt es für Touristen zur Zeit keine Einschränkungen.

Was noch?
Für die politische Situation, wie alle anderen organisatorischen Dinge z.B. Einreiseund Ausreisebestimmungen, Trekkingpermits usw. gilt, dass sich alles jederzeit, von einem auf den anderen Tag ändern kann. Daher ist es wichtig, sich vor Reiseantritt und bei Ankunft im Land über die aktuelle Lage zu informieren (Auswärtiges Amt, Deutsche Botschaft Kathmandu). Aber keine Angst, es läuft irgendwie immer alles weiter …

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