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Teaserbild: Jemen und Sokotra – eine Reise durchs Märchenland

Jemen und Sokotra – eine Reise durchs Märchenland

Jemen und Sokotra – eine Reise durchs Märchenland

Nach einem Tag in Sana’a und einer Wadiwanderung in der Nähe von Thulla, Flug nach Sokotra, wo uns eine Woche Kameltrekking erwartete. Rückflug nach Al Mukalla, von dort aus über das Djol-Hochland ins Wadi Do’an. Weiter mit dem Jeep ins Wadi Hadramaut – über die Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Shibam nach Sayun und Tarim. Von dort aus durch die Wüste Rub al Khali mit Abstecher in die Ruinenstadt Shabwa nach Marib. Danach über zwei ca. 2.800 Meter hohe Pässe ins Tarim-Gebirge nach Manakha und Haddschara – das „schönste Dorf im Jemen“.

Warum Jemen

Ich bin der Macht der Bilder verfallen – ein Artikel mit traumhaften Fotos in der GEO Nr. 7/07 und in der Alpenvereinszeitschrift Panorama brachte mich auf Sokotra, das sog. „Galapagos der arabischen Welt“. Und tatsächlich ist Sokotra eine wunderschöne, noch weitgehend unberührte Insel. Zwischen Lehmpalästen mit leuchtenden weißen Zinnen, Männern mit Djambijas und Dromedaren kommt man sich allerorts vor wie in 1001 Nacht.

Astrid
Altstadt Sana'aRub al Khali

Was Sie schon immer über den JEMEN wissen wollten…

Ist der Jemen nicht gefährlich?
Es war völlig unnötig, dass meine Freunde, denen ich von meiner geplanten Jemenreise erzählt hatte, schon ein Konto für die zu erwartende Lösegeldforderung einrichten wollten. Den Jemen auf eigene Faust zu bereisen, geht zwar nicht. Aber mit einer Agentur – entweder einer örtlichen oder einer deutschen Reiseagentur – ist der Jemen ein angenehmes Reiseland. Die Kalaschnikow gehört zwar in manchen Gegenden zum Alltagsbild, allerdings eher als Männlichkeitssymbol neben dem traditionellen Djambija, denn zum Entführen von Touristen.

Trekking auf Sokotra
Gehört wohl nicht zum "Standardprogramm", und die Abwechslung zwischen Kulturund Naturerlebnis ist einmalig. Es lohnt sich – entgegen der Empfehlung des angegebenen Reiseführers von Reise Knowhow – durchaus, eine Woche auf Sokotra zu verbringen. Sokotra ist botanischer Garten, geologisches Museum und unberührtes Inselparadies in Einem. Die Begegnung mit den Bewohnern ist noch unverfälscht. Bei der Mittagsrast sahen wir uns einmal von ca. 30 Dorfbewohnern umringt, die uns eine unterhaltsame Stunde bescherten (bzw. wir ihnen), obwohl Keiner ein Wort der Sprache des Anderen verstand. Bei einem Nachmittagsspaziergang ohne unsere Begleitmannschaft von der Reiseagentur trafen wir auf einen netten Sokotri, der sich nicht nur in der Pflicht sah, uns zu einem Grundwortschatz Arabisch zu verhelfen, sondern uns noch dazu zum Essen in seine Hütte einlud. Jemenitsche Gastfreundschaft eben.

Weltkulturerbe ShibamMänner im SuqDie Bucht von Qalansiyah auf SokotraDjambija – der traditionelle Schmuck der MännerAstrid
Altstadt Sana'a

Muss man sich als Frau verschleiern?
Nein, aber kurzer Rock und kurzärmlige T-Shirts sind tabu, was sonnenschutztechnisch kein Nachteil ist. Das Reisen an sich ist als Frau nicht unangenehm, wenn man sich an die Regeln hält. Sowohl die Männerals auch die Frauenwelt, die im Jemen strikt getrennt ist, stehen einem als Ausländerin offen. Die kurzen Momente, die ich in Sana’a oder bei den Wanderungen allein unterwegs war, haben jemenitische Frauen (und auch Männer in friedlicher Absicht) oft genutzt, um mich anzusprechen. Es ist erstaunlich, wie schnell man mit einer Handvoll arabischer und englischer Wörter neue Freundinnen oder gar eine Einladung zum Essen gewinnt.

Wird man als Tourist belästigt?
All zu viele Touristen sind im Jemen und auf Sokotra (noch) nicht unterwegs. Aus diesem Grund ist die Begegnung mit Jemeniten auch erfrischend unverfälscht. Meist wird man herzlich willkommen geheißen oder aber einfach in Ruhe gelassen. Allenfalls von Kindern wird man ab und zu mit „ßura, ßura“-Geschrei („Foto, Foto!“) umringt. Keinesfalls sollte man ihnen Geld, Süßigkeiten oder Kugelschreiber schenken. Dass man die Kinder damit zum Betteln erzielt, sehen jemenitische Eltern nicht gern.

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