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Teaserbild: Die Erkundung Lapplands

Die Erkundung Lapplands

Die Erkundung Lapplands

Wir fuhren von Rostock über Gedser (Dänemark), Malmö nach Gränna am Vätternsee. Von dort aus über Stockholm, Sundsvall nach Östersund. Weiter ging unsere Route über Strömsund nach Gäddede. Etappen unserer Tour: Vildmarksvägen (Wildnisstraße), Stalon, Tärnaby, Kungsleden, Hemavan,  Arjeplog, der Nördlichen Polarkreis (nähe Jokkmokk), Årrenjarka (nähe Kvikkjokk). Die Rückfahrt erfolgte südwärts bis nach Östersund, Åsarna, Funäsdalen, Särna, nördlich des Fulufjället Nationalpark. Von da aus traten wir die Heimreise an.

Warum Schweden

Ganz einfach. Wie liebten und lieben Schweden. Nach unseren ersten Touren 2003 und 2004 hatten wir dieses Land in unser Herz geschlossen. Die Landschaft ist großartig und die Ruhe einfach himmlisch. Selbst das Autofahren empfanden wir nicht als Belastung. Mittlerweile waren wir Eltern einer 1 1/2jährigen Tochter, der die Kinderfreundlichkeit des Landes zu Gute kam. Wir bevorzugten die Übernachtung im Zelt, da es einfach die preiswerteste und für uns schönste Variante ist.

Blick Sarek vom PrinsekullenMittsommerbaum Campingplatz TärnabyHöhenstraße in Jämtland

Was Sie schon immer über SCHWEDEN MIT KIND wissen wollten…

Wie weit seit ihr am Tag gefahren? Und wie war es mit Kleinkind solange im Auto?
Manche Tage ließen wir das Auto stehen, wenn wir mal uns in einer Gegend niedergelassen hatten. Andere Tage fuhren wir auch schon mal bis zu 600 km. Irgendwie mussten ja die weiten Distanzen überwunden werden. Natürlich war es mit unserer Tochter 1 ½ manchmal auch schwierig. Da halfen nur häufige Pausen. Oft versuchten wir die Fahrzeit an den Schlafrhythmus anzupassen. Also einfach fahren, wenn Mittagsschlaf angesagt war. Hatte meistens geklappt. Hier half uns natürlich auch, dass wir mit Zelt unterwegs waren, so konnten wir eine Etappe auch mal vorzeitig beenden. Campingplätze gibt es ja bekanntlich reichlich in Schweden. Ansonsten ist gerade in Lappland Autofahren eher entspannend als stressig.

Hattet ihr eine feste Route?
Nein, wir planten nur die ersten zwei, drei Tage. Danach entschieden wir spontan, wohin wir fuhren. Hing auch manchmal von den Wettervorhersagen ab, die wir aus den schwedischen Tageszeitungen entnahmen. Dies ist auch ganz gut ohne spezielle Sprachkenntnisse möglich.

Wie habt ihr euch versorgt?
Wir nahmen reichlich Essen aus Deutschland mit. Gerade die haltbaren Sachen (z.B. Nudeln, Konserven, Windeln, Babynahrung) nahmen wir mit. Danach füllten wir je nach Gegend auf. In den größeren Orten ist es kein Problem. Es gibt ja ganz normale Supermärkte, wobei galt: Je nördlicher, desto teurer! Aber unterschätzen sollte man in den entlegeneren Gegenden die Versorgungslage nicht. So gab es beispielsweise in Kvikkjokk und Årrenjarka in den beiden Mini-Läden keine Kartoffeln. Beachten sollte man auch, dass es teilweise in den abgelegenen Gegenden kein Diesel gab.

TrappstegsforsenFamilyBlick Saggat Flußdelta vom PrinsekullenCarola, Ingo und AbigailWildnisstraße (Vildmarksvägen)Happy family

Highlights unserer Tour:
Eine der schönsten Straßen Schwedens fanden wir zwischen Åsarna und Funäsdalen in Mittelschweden. Es handelt sich hierbei um die höchstgelegenste Straße Schwedens. Die Schotterpiste ist wenig befahren. Sie führt vom Langlaufskizentrum Åsarna zum kleinen Ort Ljungdalen. Ljungdalen ist als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen ins Fjäll geeignet. Von dort aus geht es stetig bergauf zum Flatruet. Von diesem höchsten Punkt (975m) besitzt man eine atemberaubende Aussicht über das schwedische Fjäll.  Weiter südwärts führt die Straße nach Funäsdalen, eines der Skizentren Schwedens.

Lohnenswert ist auch die Wildnisstraße (Vildmarksvägen) in Nordschweden. Die Hauptroute beginnt in Strömsund Richtung Westen auf der 342 nach Gäddede. Wir bevorzugen die Nebenstraße, die als Schotterpiste fast parallel am anderen Flussund Seenufer verläuft. Echt abenteuerlich, da kaum eine Beschilderung zu finden ist. Auf dem Weg nach Gäddede ist ein absolutes Muss den Hällingsåfallet mit seinem Canyon (600 m)zu besuchen. Ein Wanderweg führt entlang des Canyons zum Wasserfall. Vom Parkplatz aus ist es auch möglich über direktem Weg zum Wasserfall zu gelangen. Regenkleidung ist hier angebracht, da es etwas feucht durch die Gicht wird. Nach einer Übernachtung auf dem schön gelegenen Campingplatz von Gäddede (direkt am See) fuhren wir weiter Richtung Norden auf der wunderschönen Wildnisstraße. Am Stor-Blasjön machten wir einen Abstecher nach Ankarede, einem samisches Kirchendorf. Außerdem befindet sich hier auch die Korallgrotan (eine Karsthöhle), die mit Guides besichtigt werden kann. Da unsere kleine Tochter gerade ein Nickerchen im Auto hielt, entschieden wir uns weiter zu fahren und gegen eine Besichtigung. Wir kehrten zur Wildnisstraße zurück und genossen die grandiose Landschaft. Ein weiteres samisches Kirchendorf unweit der Straße ist Fatmomakke. Unser Ziel war aber in erster Linie der Trappstegsforsen. Den konnten wir nicht verfehlen, da er direkt an der Straße liegt. Es befindet sich hier auch ein Parkplatz mit Imbiss. Etwas Zivilisation in den Weiten Lapplands. 

Der Trappstegsforsen ist ein Wasserfall, der sich durch die treppenförmig angeordneten Stromschnellen auszeichnet. Wir verließen den Verlauf der Wildnisstraße in Stalon, um abseits der Hauptrouten zu unserem Tagesziel Tärnaby zu kommen.

Für uns war das absolute Highlight unserer Reise der Aufenthalt in Årrenjarka in der Nähe von Kvikkjokk. Nach der Überquerung des Nördlichen Polarkreises erreichten wir Jokkmokk. Dort füllten wir unsere Lebensmittelvorräte auf und tankten unser Auto voll, bevor wir in die „Sackgasse“ Richtung Kvikkjokk fuhren. In Kvikkjokk erwartete uns eine Fjällstation, ein paar Häuschen, ein paar einfache kleine Wiesenstücke zum Zelten und ein Minikiosk (Sortiment bestand aus ein paar Getränkedosen, Chips und etwas Samenkunst) mit sehr begrenzten Angebot und Öffnungszeiten. Da uns die Zeltwiesenstücke nicht überzeugten, fuhren wir wenige Kilometer Richtung Jokkmokk zurück und erreichten Årrenjarka (eine kleine Siedlung) mit einem wunderschönen Zeltplatz. Er erstreckt sich über ein Halbinsel. Auf weiten Areal gibt es Campingmöglichkeiten (etwas hügelig, dadurch aber sehr gemütlich), aber auch ein paar Hütten und einige kleinere Ferienhäuser luden zum Übernachten ein. Wir beschlossen uns ein typische Stuga (Hütte) zu mieten und uns ein bisschen Luxus zu gönnen. Im Rezeptionshaus gibt es auch einen kleinen Verpflegungsladen, wo auch die Einheimischen sich mit Lebensmitteln eindecken. Hier bekamen wir auch die Möglichkeit eine Bootstour auf dem Saggat für den nächsten Morgen zu buchen. Zur Bootstour erwartete uns Björn an der Anlegestelle von Kvikkjokk. Von dort werden auch die Kungsledenund Padjelantaledenwanderer über den Fluss gebracht. Wir hatten Björn für uns alleine. Er führte uns durchs weitverzweigte Delta, dabei erhielten wir Informationen von der Herkünfte der Gesteine, über die umliegende Berge und Nationalparks bis hin zu Wandertipps. Nachdem das Wetter während der Rundfahrt immer besser wurde, verabredeten wir uns mit Björn am Nachmittag zur Flussüberquerung, da er uns eine Wanderung auf den Prinskullen empfahl. Also entschieden wir uns seinem Rat zu folgen. Aus der eigentlichen Flussüberquerung wurde nochmals eine kleine Rundfahrt, da wir erst ein paar Wanderer zum Padjelantaleden flussaufwärts schafften. Der Weg zum Prinskullen ist ein einfacher kurzer Anstieg, aber gerade bei schönem Wetter sehr lohnenswert. Von oben hat man eine traumhafte Aussicht zu den Berggipfeln des nahegelegenen Padjelantas und des Sareks. Einfach gesagt:  360° Postkarten-Pannorama. Auch konnten wir die einzigartige Aussicht über das Flussdelta genießen, auf dem wir noch am Morgen rumgeschippert sind. Wir wollten den Berg am liebsten gar nicht mehr verlassen und hatten bereut unser Zelt nicht mitgenommen zu haben, um hier zu übernachten. An diesem Tag zeigten sich auch die Launen der Natur. Bei der Bootsfahrt am Morgen war es noch etwas frisch und feucht. Am Nachmittag schwitzten wir im lappländischen Sonnschein.  

Eine weitere kleine Tour von Kvikkjokk aus, ist die Aufstieg zum Sjnjerak. Außerdem bietet Kvikkjokk die besten Voraussetzungen für Mehrtagestourenfans. Möglich sind von hier aus Touren zum Sarek, auf dem Padjelantaleden und Kungsleden in beiden Richtungen. Ein Helikopterflugplatz bietet die Möglichkeit zu Rundflügen bzw. zum Ausfliegen in die nahegelegenen Nationalparks.

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