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Teaserbild: Don’t climb the Kilimanjaro, climb the Ruwenzoris!

Don't climb the Kilimanjaro, climb the Ruwenzoris!

Don't climb the Kilimanjaro, climb the Ruwenzoris!

Felix war für ein halbes Jahr für seine Diplomarbeit in Uganda. Diese Chance wollten sich Benny und Francis nicht entgehen lassen, und so flogen sie direkt nach Weihnachten über Dubai nach Entebbe, dem Flughafen von Kampala. Nach einer Eingehtour auf den Mt. Elgon (4321m) im Osten Ugandas, einem sich-Vertraut-machen mit Land und Leuten ging es zwei Wochen ins Ruwenzori Gebirge, seit der Antike auch als die "Mondberge" bekannt. Nach 4 Tagen Training mit Guides und Trägern ging es dann 9 Tage auf Trekkingtour über eine neu erschlossene Route. Neben dem einzigartigen Naturerlebnis waren auch die vergletscherten Gipfel des Mt. Stanley, der Margherita Peak (5109m) und Mt. Albert (5062m) unser Ziel. Anschließend lernten wir noch eine andere Art Afrikatourismus kennen, drei Tage Safari mit Tierbeobachtungen, die vor allem etwas über den Menschen zeigte.

 

Warum Uganda

Angefangen hatte alles vor über 10 Jahren: In der GEO erschien ein Bericht über das Ruwenzori-Gebirge, nach dessen Lektüre stand fest: Da muss ich hin! Als sich für Felix die Möglichkeit ergab, im Rahmen seiner Diplomarbeit nach Uganda zu gehen, war klar, dass diese Gelegenheit genutzt werden musste. Uganda wird als die Perle Afrikas bezeichnet, da es trotz der geringen Größe mit Bergen, Savanne, Regenwald und Wüste alle Landschaftsformen Afrikas beinhaltet. Das Ruwenzori-Gebirge ist der höchste Gebirgszug Afrikas (nur der Kili und Mt. Kenia sind höher, jedoch frei stehende Vulkane). Wenn auch die Tierwelt durch 30 Jahre Bürgerkriegschaos und Wilderer stark dezimiert ist, gibt es zahlreiche einzigartige Pflanzenarten zu bestaunen. Doch die eigentliche Attraktion sind die Berge an sich: Bizarre Felsformationen, schroffe Gipfel, das Gletschereis unter der Äquatorsonne…

Enok, unser Chiefguide Alexandra-Spitze und KongoMargherita Peak im Anstieg

Was Sie schon immer über UGANDA wissen wollten…

Ruwenzori? Nie gehört, wo ist das denn?
Das Ruwenzori-Gebirge ist das höchste nicht vulkanische Gebirge Afrikas, und mit 5109m die dritthöchste Erhebung des Kontinents. Am westlichen Rand des Ostafrikanischen Grabenbruchs gelegen bildet es die natürliche Grenze zwischen Uganda und dem Kongo. Es ist das höchste Quellgebiet des Weißen Nils und wurde als Nilquelle schon von Ptolemäus mit dem Namen „Mondberge“ genannt.

Wie sicher ist Uganda? Gibt es da keine Rebellen?
Uganda ist erstaunlich sicher. Gerade im Vergleich mit z.B. Brasilien hatten wir überhaupt kein Problem damit, auch nachts auf den Straßen in Kampala herum zu laufen. Es ist immer soviel los, ständig sind Menschen um einen herum, da könnte man einen Überfall gar nicht durchführen. Im (von uns nicht bereisten) Norden gibt es allerdings noch Rebellen, die hin und wieder Touristen entführen. Über die Lage dort kann man sich bei den Behörden vor Ort informieren.
Taschendiebe gibt es, Geld, Karten und eine Pass-Kopie sollte also in einer Innentasche oder einer Sicherheitstasche mitgeführt werden. Besser keine Gedanken macht man sich über die Sicherheit beim Transport: In einem Taxibus fahren schon mal 24! statt der zulässigen 14 Personen mit!

Was isst man denn in Uganda? Verpflegung unterwegs?
In Uganda haben wir viel Matoke (Kochbanane) und Posho (Pampe aus Cassava-Mehl) gegessen. Das Ganze wird serviert mit Erdnusssoße und irgendwelchem Fleisch. Am Ruwenzori gab es englische Verpflegung mit viel Ei, Bohnen, also etwas untypisch für Bergtouren. Das kann man aber zukünftig auch absprechen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall die Mitnahme von Trockenfrüchten, Erdnüsse bekommt man überall. Ein Traum sind die frischen(!) Früchte. Nach den Mangos, Bananen und Avocados ist hier in Deutschland einfach alles fade.
Das Wasser in den Bergen ist aufgrund der Moorherkunft gelbbraun, was selbst mit Filterung nicht zu vermeiden ist. Man kann es trotzdem trinken!

 

Nyamugasani-TalSenezieHochmoor

Wie habt ihr am Berg übernachtet?
In den meisten Camps standen große Tunnelzelte (man konnte aufrecht darin stehen!) mit überdachtem Vorraum, teilweise sogar mit Betten! Wir mussten also nur zweimal in unseren eigenen Zelten übernachten. Da man immer über 3000m übernachtet, muss man sich über Moskitos keine Gedanken machen, und ein warmer Schlafsack ist unabdingbar.

Ist die Besteigung des Margherita Peaks schwierig?
Durch den langen Anmarsch vor der eigentlichen Gipfelbesteigung ist man relativ gut akklimatisiert. Wir hatten ja sogar extra den Mt. Elgon vorher gemacht, und deshalb keinerlei Probleme mit der Höhe. Im Gegensatz zum Kilimanjaro sind Steigeisen (und Grunderfahrung im Umgang mit diesen) im steilen Gletscher um die Gipfel wirklich notwendig. An der Gipfelpyramide gibt es dann noch etwas Kraxelei. Die eigentlich zur Hilfe angebrachten Leitern und Seile sind dabei eher störend.

Man hört immer, Afrika sei so chaotisch, wie ist die Organisation?
Wir hatten das große Glück, dass Felix schon länger im Land war, und so immer wieder nachhaken konnte. Insgesamt scheint der Tourismus in Uganda noch einiges chaotischer zu sein als im Nachbarland Tanzania, etwas Geduld sollte man also schon mitbringen, und den Rucksack so gepackt haben, dass es jederzeit losgehen kann. Eventuell ist alles organisierter wenn man einen Tour-Operator, womöglich über ein deutsches Reisebüro gebucht, mit der ganzen Organisation betreut.

Wie ist es mit Führern und Trägern unterwegs zu sein?
Das ist in der Tat ein sehr seltsames Gefühl, weshalb wir uns die Rucksäcke auch immer so voll wie möglich geladen haben. Aber die gesamte Verpflegung für 9 Tage mit sich herum zu tragen wäre auch nicht angenehm, abgesehen davon, dass man gar nicht ohne Guides und Träger ins Gebirge darf. Noch seltsamer wurde es, da wir vor dem Abmarsch vier Tage mit unseren Trägern und Guides trainiert hatten. Plötzlich waren wir einfach Kunden geworden. Da die Träger zu viel tragen (kiloweise Reis und Cassava für die eigene Verpflegung, und für uns seltsamerweise Dosen und Säfte!), kommt man nur sehr langsam voran. Und wenn man dann den Sonnenuntergang mit Bergpanorama und die Stille nach dem Chaos in Kampala genießen möchte, hört man garantiert irgendein Radio.
Auf der anderen Seite lernt man sehr viel über Land und Leute, die Natur und Geschichten über die Gegend. Schließlich muss man auch sehen, dass dies, abgesehen von den teilweise an die Gemeinden weitergereichten Nationalparkgebühren, die einzige Möglichkeit eines Verdienstes für die lokale Bevölkerung am Tourismus darstellt. An die Kalaschnikows, die die Ranger der UWA (Ugandan Wildlife Authority) mit sich herum tragen, konnten wir uns nicht gewöhnen.

 

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