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Teaserbild: Annapurna-Umrundung

Annapurna-Umrundung

Annapurna-Umrundung

Von Pokhara (780 m ü. NN) gingen wir über die Orte Khudi (820 m), Tal (1.620 m), Pisang (3.180 m) und Manang (3.530 m) auf den Thorong La (5.415 m), den Höhepunkt der Tour. Von dort aus geht es über den heiligen Pilgerort Muktinath (3.790 m), die Distrikthauptstadt Jomsom (2.770 m), und Marpha (2.680 m) nach Tatopani (790 m). Ein letzter Aufstieg über den Ghorepani Deorali (Pferdetränkenpass) auf 2.874 m führt zum 1.070 m hoch gelegenen Endort Birethanti.

Warum Nepal

Wir waren angeregt von diversen Fotound Filmberichten und der Möglichkeit, individuell ohne großen Aufwand eine 3-wöchige Trekkingtour zu organisieren. Ein weiterer Grund war, durch schönste und vielfältigste Landschaften und ursprüngliche Dörfer, die geprägt von hinduistischer und buddhistischer Religion sind, zu wandern. Es gibt unterwegs genügend Lodges und man kommt so besser mit den Einheimischen in Kontakt, die meist etwas Englisch verstehen.

beshi SaharKalpoani 2530 mGhyaru

Was Sie schon immer über die ANNAPURNA-UMRUNDUNG wissen wollten…

Kathmandu:
Bei Ankunft sollte man eine Vorstellung haben, in welchem Viertel man schlafen möchte (im lonely planet oder Reise know how recherchieren). In Thamel und Chetrapati findet ihr die höchste touristische Infrastruktur mit vielen Trekkingläden (Fleecejacken, Schals, Stulpen und Anoracks sehr billigZiphosen haben wir nicht gefunden), Souveniershops, Fotoläden, Restaurants bis hin zur German bakery, die ab 22:00 alles zum halben Preis verkauft.
Bei diesem Trip (das zweite Mal) wohnte ich dagegen sehr stimmungsvoll in der Nähe des Durbar Square, im Hotel ‚Sugat‘ mit Dachterrasse und Blick über die Dächer des Royal Palace (auf denen sich mitunter die Affen tummeln) auf die Berge. Damals in 2004 kostete das Zimmer 350 Rupies. Früh morgens sind die Tempel vorwiegend von Einheimischen besucht und die „Zahlstellen“ noch nicht besetzt.
Die ersten Tage in Kathmandu kann man gut zum ‚Ankommen‘ nutzen, Busticket und Trekkingpermit besorgen. Die Stadt ist trotz Verkehrsgetummel in schmalen Altstadtgassen sehr liebenswert und gut überschaubar. Alle Sehenswürdigkeiten kann man zu Fuß oder mit der Fahrradrhiksha erreichen. Mehrere Buslinien oder Motorrhikhshas fahren nach Patan und Bakhtapur.
Die Tour:
Wir haben unsere Tour, wie empfohlen, in Besi Sahar gestartet.  Bei der Ankunft wurden wir von diversen Lodgebesitzern oder deren Schleppern mit ihren Visitenkarten bedrängt. Klar, wir als Touristen aus dem Westen haben vermeintlich viel Geld. Träger kann man allerdings in den Lodges für rund 10$ pro Tag problemlos anheuern. Leider erheben die Lodgebesitzer oft davon eine Kaution (bis 30%), die als Anzahlung getarnt wird, aber dem Träger nicht zugute kommt. Hier also Vorsicht, am  besten ist verhandeln. Man kann durchaus den Rucksack selbst tragen, sollte dann aber in Betracht ziehen, dass man Probleme mit der Höhe (bei fast 5500m gut möglich) bekommen könnte.  Außerdem unterstützt man unmittelbar die einheimische Bevölkerung. Zur Not sind auch noch Träger oder Ponys in Manang zu haben. Unser Träger ist für uns unterwegs ein guter Freund geworden und wir hatten so noch einen tieferen Einblick in Land und Leute.

Thorung La 5416 mMuktinathTeehaus TatopaniBuddhaNgadibeshi Sahar

Der Charakter der Wanderung ist wunderbar abwechslungsreich: sie führt durch Reisfelder, üppige Wälder, sehr ursprüngliche Dörfer, über Hängebrücken mit tiefen Schluchten, viele Seitenkämme und der Weg geht häufig auf und ab („uppalo“-„oralo“). Beeindruckend waren für uns die tibetisch geprägten Dörfer mit ihren Tschörten, Gebetsmühlen und den vielen Gebetsfahnen auf den Dächern, die man auch an allen Pässen findet. Ab Pisang dann endlich die Sicht auf die großartigen AnnapurnaGipfel! Was für ein Naturspektakel. Hier unbedingt den oberen Weg über Ghyaru nehmen!!
Es gibt überall gute Unterkunftund Verpflegungsmöglichkeiten. Unterwegs begegneten uns viele Ponykarawanen, die die Lodges mit Proviant versorgen. Die Leittiere sind immer besonders schön geschmückt.
Viele Träger schultern ihr bis zu 70 kg einfach verschnürtes Gepäck mit Stirnriemen und in Badelatschen. Unglaublich, woher diese Menschen die Kraft und Ausdauer nehmen. Wer noch ein paar alte Wanderschuhe übrig hat, kann den Trägern viel Freude damit bereiten. Oberhalb Manang trifft man auf viele grasende Yaks.
Höhepunkt nach der Passüberquerung von Thorong La ist Mukthinath – ein Heiligtum sowohl für Buddhisten als auch Hindus. Beim weiteren Abstieg begegnet man dann vielen Pilgern. Im Kali Ghandaki-Tal ziehen ab 11.00 starke Winde herauf, die einen bis Marpha begleiten. Hier  säumten viele Apfelplantagen unseren Abstieg. Zu Beginn des Dasain-Festes (im Oktober) werden auf diesem Teilstück der Umrundung viele Schafherden abgetrieben – wir sind tagelang mit den Herden gewandert und schließlich glücklich in Ghorapani und Birethanti angekommen.
Akklimatisation:
Durch die exponierte Höhenlage des Weges im Teil zwischen Manang und Muktinath, also an den vier oder fünf Tagen des Trekkings über 3.500 m, ist eine Akklimatisation grundsätzlich nötig, um nicht von der Höhenkrankheit betroffen zu werden. Am Thorong La kommt es jährlich zu mehreren Todesfällen auf Grund schlecht oder gar nicht vollzogener Akklimatisation. Eine gute Akklimatisation kann fast nur von der Manangseite aus gewährleistet sein, weshalb der Pass auch hauptsächlich von Osten kommend überquert wird. Man umrundet das Annapurna-Massiv also gegen den Uhrzeigersinn. Wichtig: langsamer Anstieg zur Anpassung an die Höhe, viel trinken und möglichst eigene Trinkflasche mitnehmen und Wasser mit Tabletten entkeimen. Spätestens in Manag Akklimatisationstag einlegen. Achtung: schwere Kopfschmerzen sind Anzeichen für Höhenkrankheitdann unbedingt absteigen!!

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