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Teaserbild: Ausangate-Umrundung

Ausangate-Umrundung

Ausangate-Umrundung

Fast jeder Peru-Besuch führt unweigerlich über bzw. nach Cuzco, das als Ausgangspunkt für den Inka-Trail und den Besuch von Machu Picchu gilt. Auch ich war in den letzten Jahren des Öfteren in und um Cuzco. Um wenigstens ein paar Tage den großen Touristenströmen zu entfliehen, machte ich mich im Jahre 2008 an die Umrundung des in Sicht- und Reichweite von Cuzco liegenden Ausangate.

Warum Peru

Peru beherbergt aufgrund seiner Gröβe und geographischen Einteilung (in Costa, Sierra und Selva) eine unglaublich groβe Varietät an Klima- und Vegetationszonen. So unterschiedlich die Naturräume, so verschieden sind auch die Menschen und Kulturen, die in Peru zusammen leben. Dies spiegelt sich in Trachten, in der Folklore, in der Sprache und in Gebräuchen wieder. Von jeher (d.h. seit mehreren Tausend Jahren) war Peru ein Besiedlungspunkt für Volksstämme und Kulturen; die Bekanntesten sind sicherlich die Inka, die mit Machu Picchu ein beeindruckendes Zeugnis ihrer (architektonischen) Fertigkeiten hinterlassen haben und damit für einen der meistbesuchten Punkte in Lateinamerika gesorgt haben. Die touristische Erschlieβung des Landes ist im lateinamerikanischen Vergleich sehr gut. Zudem ist Peru wahrscheinlich das Land in Lateinamerika, das die gröβte Vielfalt an Speisen bietet. Hier findet sich für jeden – sogar für Vegetarier – das richtige Mahl!

Wo viel Eis & Schnee, da viel Wasser!Ausangate im Halbschatten - auch schön!Die wolltragenden Haustiere verraten dem Kenner den Kontinent!

Was Sie schon immer über PERU wissen wollten…

Was hat es mit dem AUSANGATE auf sich?
Der Ausangate (auch Auzangate) ist mit 6336 Metern der höchste Gipfel im Süden von Peru (und damit auch der vierthöchste des Landes). Der Ausangate liegt südöstlich von Cuzco am westlichen Rand der Cordillera Vilcanota. Alljährlich kurz vor Fronleichnam finden sich auf der Nordseite dieses Berges zahlreiche Pilger ein, um das mehrtägige Fest Quyllur Riti ("Schneesternfest") zu begehen. Dabei bringen die Indios dem großen Ausangate und anderen Berggottheiten (apus) Opfer dar, um hohe landwirtschaftliche Erträge für das nächste Jahr zu erbitten. Gehuldigt wird auch dem Bildnis des "Señor von Quyllur Riti" (Christus am Kreuz) – heidnisches und christliches Brauchtum vermischen sich. Während der Feierlichkeiten werden auch Eisstücke vom Gletscher des Ausangate abgeschlagen. Das Eis findet Verwendung als Heilwasser gegen Krankheiten.

Wie komme ich hin, weg, durch,…?
Um sich dem Ausangate und einer möglichen Umrundung anzunähern, bietet sich Cuzco an – gleichfalls die touristische Hauptstadt Perus. Von dort kommt man mit mehreren kleinen Bussen oder mit einem größeren Bus (Strecke: Cuzco – Puerto Maldonado) über Urcos und Ocongate nach Tinqui (bzw. Tinke). Tinqui ist der eigentliche Ausgangspunkt für das Trekking. Hier finden sich einfache Übernachtungsmöglichkeiten, Führer und Trag- bzw. Reittiere! Der Trek ist mit der geeigneten Kondition und der entsprechenden Aurüstung alleine zu bewältigen; allerdings sollte man in diesem Falle auch über gutes Kartenmaterial, eine ausgeprägte Orientierung und Berg-Erfahrung verfügen.
In Cuzco (und spätestens in Tinqui) kann man aber auch geführte Touren buchen, die neben der Ausrüstung auch Guide, Koch und Esel (als Tragetiere) anbieten. Trotz dieser Angebote ist die Ausangate-Umrundung weit weniger „touristisch“ als vergleichbare Trekking-Möglichkeiten rund um Cuzco (Inka-Trail, Salcantay etc.): bei meiner Umrundung im Jahre 2008 traf ich lediglich auf eine Gruppe israelitischer „Reit-Touristen“. In Cuzco können auch einzelne Ausrüstungsgegenstände (Zelte, Schlafsäcke etc.) geliehen werden. Lebensmittel müssen in Cuzco oder spätestens in Tinqui besorgt werden! Trinkwasser kann den Quellen und Bächen entnommen werden!

Wo viel Ichu, da viel Alpaka!Ausangate-Ausangate-Massiv schön in der Sonne

Worauf ist bei einer Umrundung des Ausangate zu achten?
Für die Umrundung des Ausangate benötigt man 4-5 Tage (ohne An- und Abreise) bei Start und Ziel in Tinqui! Obwohl die Tour in beiden Richtungen denk- und durchführbar ist, würde ich den Ausangate aufgrund der besseren Höhenanpassung gegen den Uhrzeigersinn angehen. Derart hebt man sich den höchsten Pass (Punta Jampa: 5100m) für die Königsetappe am letzten Tag auf. Während der Umrundung befindet man sich auf Höhen zwischen 3800 (Tinqui) und 5100 Metern, überquert vier Pässe (zwischen 4600 und 5100m) und schläft immer in Höhen über 4300m. Die Temperaturen sinken auf solchen Höhen nachts immer unter dem Gefrierpunkt!
Die Landschaft wechselt während des Treks zwischen hochandinem Fels- und Gletschergebieten und „lieblichen“ Lama-Weiden ab. Immer wieder sind kleinere Bäche zu überqueren; größere und kleinere Lagunen pflastern den Weg und laden zum Verweilen ein. Nur selten kommt man an Dörfern vorbei; des Öfteren trifft man allerdings auf Hirten

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