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Teaserbild: Bangkok, Thailands Süden und Malaysias Norden

Bangkok, Thailands Süden und Malaysias Norden

Bangkok, Thailands Süden und Malaysias Norden

Blütenweiße Strände mit türkisfarbenem Wasser, abgelegene Teeplantagen, uralte Regenwälder, zerklüftete Karstfelsen die zum Klettern einladen, paradiesische Inselwelt, tropisches Klima und fantastisches Essen – so könnte man die südwestlich von Bangkok beginnende malaiische Halbinsel beschreiben, die Thailand mit Malaysia verbindet.

Warum Bangkok

Ich habe ein halbes Jahr in Südostasien gelebt und konnte weite Teile der Region bereisen. Bangkok war die erste Station meines Aufenthaltes und ist als internationales Drehkreuz auch die perfekte Ausgangsstation für die Nachbarländer Kambodscha, Laos, Myanmar, Vietnam und Malaysia.

Karstfelsen am Strand von Railay BeachEinblick in Bangkoks StraßenverkehrEin freundlicher Junge im Taman Negara National

Was Sie schon immer über BANGKOK, THAILAND UND MALAYSIA wissen wollten…

Bangkok:
Im Volksmund „Krungthep“ oder die „Stadt der Engel“ genannt, ist die thailändische Hauptstadt kulinarisch gesehen DAS Zentrum für thailändisches Streetfood. Eigentlich überall in der Megacity gibt es Straßenstände und damit die Möglichkeit, ein authentisches Geschmackserlebnis zu finden. Die Palette reicht von Nudelsuppen jeglicher Art und Schärfe zu verschiedenen Curry-Arten (Red, Green, Yellow) bis hin zu Frühlingsrollen.
Desweiteren bieten die zahlreichen Wolkenkratzer hochgelegene Restaurants mit beeindruckenden Panoramaaussichten auf die Häuserschluchten. Den wohl interessantesten Blick hat der von der tropischen Hitze erschöpfte Besucher von der höchsten Open-Air-Terrasse der Stadt, der Skybar „Sirocco“, die sich im Herzen Bangkoks in der 63. Etage des „Lebua State Towers“ befindet. Dummerweise gibt es einen Dresscode (Frauen und Männer mit festem Schuhwerk, lange Hose bei Männern), aber es lohnt sich trotzdem! Zu den Alternativen zählt das Restaurant „Vertigo“ in der Silom Road, das ebenfalls einen Panorama-Rundblick offeriert. Alle Roof-Top-Restaurants sind im hochpreisigen Bereich angesiedelt und selbst ein Glas Wasser kostet Unsummen. Wer aber dem Trubel der Metropole für ein paar Stunden entfliehen will, kann dort oben gemütlich den Tag ausklingen lassen.

Ein besonders bequemes Transportmittel bildet der klimatisierte Skytrain, der die wichtigsten Punkte Bangkoks verbindet und auch extern an den internationalen Flughafen „Suvarnabhumi“ angeschlossen ist. Die Taxis und Tuk Tuks sind zwar nicht allzu teuer, aber in der Rush-Hour dauert es Stunden, um von A nach B zu kommen. Option Nummer 3 ist, mit viel Wasser im Handgepäck, die Stadt zu erlaufen.
Bei meinen Rundgängen hat mir der älteste Tempel „What Phou“ besonders gefallen, der einen 44 Meter langen liegenden Buddha beherbergt. Zudem bietet sich der Besuch des Königspalastes „What Phra Kaeo“ an. Wer es ein wenig grün haben möchte, läuft zur Entspannung in den Lumphini Park. Die berüchtigte Khao San Road im Herzen Bangkoks, die von zahlreichen Rucksack-Touristen angesteuert wird, habe ich trotz mehrerer Aufenthalte nie gesehen, aber es gibt zahlreiche andere günstige Übernachtungsmöglichkeiten im Zentrum und auch im Westen der Stadt an den Klongs, wo auf Kanälen immer noch Güter und Menschen transportiert werden.
Ein schöner Tagesausflug führt zu den „Floating Markets“ der kleinen Stadt Amphawa, in der es am Freitag, Samstag und Sonntag delikate Köstlichkeiten aus dem Meer gibt und farbenfroh gekleidete Thais ihre Ware auf den Wasserstraßen feil bieten.

Warum Thailands Süden und Malaysias Norden?
Uns persönlich reizte natürlich auch die berühmte Inselwelt der Andamanensee und der Golf von Thailand. In Malaysia waren die Cameron Highlands und auch der Taman Negara Nationalpark Ziel unserer Exkursion in den Süden, die in Bangkok begann und in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, endete.

Insel Nummer 1: Koh Tao – Kleines Juwel im Golf von Thailand
Von Bangkok ging es zunächst vom Hauptbahnhof „Hua Lamphong“ nach Chumpon und danach mit dem Schnellboot weiter auf die kleine Insel Koh Tao. Achtung, Übelkeit vorprogrammiert! Der raue Seegang lässt die meisten Fahrgäste oft schon nach kurzer Zeit gelb anlaufen. Die Tatsache, dass ein Besatzungsmitglied mit Plastiktüten herumläuft, macht die äußeren Umstände nicht unbedingt besser. Augen zu und durch… Koh Tao selbst ist eine paradiesisch abgeschirmte Insel, auf der in den letzten Jahren allerdings auch der Bauboom ausgebrochen zu sein scheint. Auf den Inseln sind Lebensmittel und Essen generell deutlich teurer als auf dem Festland, aber es gibt immer noch kleine Straßenstände, die köstliches Streetfood verkaufen. Das Ausleihen eines Rollers zum Erkunden der kleinen Insel ist empfehlenswert, aber Vorsicht ist geboten. Bei der kleinsten Beschädigung zahlt der unvorsichtige Tourist bereits saftige Strafpreise, die oftmals nicht in der Versicherung integriert sind. Günstig ist ein Moped mit ordentlichem Profil für die steilen Anfahrten auf die Ostseite der Insel.
Koh Tao ist definitiv nicht der beste Ort in Thailand, um Moped oder Motorrad fahren zu lernen! Einmal auf der Ostseite angekommen, bietet Schnorcheln in der Hin Wong Bay einen prima Zeitvertreib. Auch verschiedene Tauchkurse werden auf Koh Tao angeboten.

Insel Nummer 2: Koh Lanta Yai – Entspannung und Ruhe in der Andamanensee
Eine der angenehmsten Inseln ist
Koh Lanta Yai. Die Strände sind vielleicht nicht so hell leuchtend wie auf Koh Tao oder Koh Phi Phi – dafür aber an vielen Stellen unberührt und menschenleer. Vorwiegend von muslimischen Fischern bewohnt, stellt diese Insel in der Andamanensee einen willkommenen Ausgleich zu den Partyinseln der Umgebung dar. Wir sind mit Kuk Tuks nach Klong Khong Beach gefahren und haben in einem umgebauten Bungalow, der vorher das Büro des „Lantas Lodge Resort“ war, preisgünstig direkt am Meer übernachtet. Von Koh Lanta kann man auch Tagestrips nach Koh Phi Phi Don machen und von dort mit einem Longtailboot für ein paar Stunden nach Kho Phi Phi Ley übersetzen.

Insel Nummer 3: Koh Phi Phi Don und Koh Phi Phi Ley – Massentourismus pur
Selten habe ich eine Insel gesehen, die es mit der Schönheit von
Koh Phi Phi Ley aufnehmen kann. Das kleine unbewohnte Eiland besticht durch malerische kleine Buchten, die durch steile und hohe Kalksteinfelsen eingerahmt werden. Bekannt geworden ist die Insel durch den Film „The Beach“. Dadurch sind Kurztrips leider so populär geworden, dass Besucher am Tag auf den weißen Stränden kaum noch treten können. Massentouristische Phänomene lassen sich wohl an keinem anderen Ort in Thailand besser feststellen, als auf diesen beiden Inseln. Ein Veranstalter (Mayabaytours) bietet auch Camping-Trips über zwei Tage an, die ziemlich preisintensiv sein sollen…

(Halb)-Insel Nummer 4: Tonsai Beach & Railey Beach – Das Kletterparadies Thailands
Wer gerne klettern geht, hat hier das Eldorado Südostasiens vor sich: Willkommen in
Tonsai Beach! Hier trifft sich die Kletterelite der ganzen Welt, die meisten Routen sind jedoch ziemlich anspruchsvoll. Wer das ganz lieber mit einem Drink am Meer beobachten möchte, ist in dieser Gegend aber auch richtig. Der Strand wird von Palmen gesäumt, dahinter befinden sich gemütliche Bungalows (Ton Sai Bungalows) zum Übernachten. Es gibt auch einige kleine Wanderungen durch dichtes Bambusgehölz und an Lianen zu abgelegenen Lagunen und tollen Aussichtspunkten. Besonders spannend, aber mit einen bisschen Kletterei verbunden, ist die Wanderung zur sogenannten „Secret Lagoon“. Kletter-Equipment ist direkt vor Ort ausleihbar und es werden auch verschiedene Kurse von einer Kletterschule in Krabi angeboten. Die Halbinsel selbst ist nur per Boot zu erreichen, hier gibt es weder Autos noch Busse. Also Urlaubsfeeling, wie man es sich wünscht!

Abendverkehr in Bangkok
Angekommen in der Secret LagoonAuf dem Lebua Tower an der SkybarBlick vom Traders Hotel auf die Petronas Towers Die Floating Markets von AmphavaDie Petronas Towers in Kuala LumpurEine malerische Bucht von Koh Phi Phi LeyEntspannung pur am Railay Beach
In der Maya Bay Koh Phi Phi LeyPanoramablick auf Kho Phi Phi Don im Hintergrund links Koh Phi Phi LeyRudern für den KönigSonnenuntergang auf Koh TaoStraßengesicht in BangkokTeeplantagen von Boh Tea GardensTouristeninformation in Kualan Tahan

Malaysia – Zwischen Teeplantagen, Regenwäldern und pulsierenden Metropolen
Vor der Einreise nach Malaysia hatte ich überhaupt keine Vorstellung von diesem Land, das sich auf verschiedene Inseln aufteilt und „irgendwo“ in Südostasien liegt. Bilder von den Petronas Towers und vielleicht noch von den Orang Utans auf Borneo sind die typischen malaysischen Stereotype, aber der Rest war für mich nur ein nebulöser Raum mit wenigen Hintergrundinformationen. Umso überraschender war dann unser Eindruck nach dem Überschreiten der thailändischen Grenze: Moderne, aber auch historische Städte, Teeplantagen und uralte Regenwälder sowie freundliche Menschen belebten unseren kurzen Aufenthalt am Zipfel der malaiischen Halbinsel.
Malaysia, eine parlamentarisch-demokratische Monarchie, in der 9 Sultane den Ministerpräsidenten wählen, ist ein Vielvölkerstaat. 50 Prozent der Bevölkerung sind Malaien, 24 Prozent haben chinesische und 7 Prozent indische Abstammung und es gibt noch zahlreiche andere ethnische Gruppen auf der Insel Borneo.

Cameron Highlands – Erdbeeren und Teeplantagen in luftigen Höhen
Abkühlung in Malaysia, mitten in den Tropen? Ja, die Möglichkeit besteht tatsächlich! Nur 200 Kilometer nördlich von Kuala Lumpur durchziehen die über 2000 Meter hohen Cameron Highlands einen der schönsten Teile des Landes. Erdbeeren und Tee werden in dieser Region angebaut, kleine Spaziergänge sind bei einem angenehmen Klima auch kein Problem. Von unserer Unterkunft in Tanah Rata haben wir eine Wanderung zu den „Boh-Teeplantagen” gemacht und passierten dabei unter anderem die Robinson Falls, einen hübschen Wasserfall im Wald. Sehr zu empfehlen ist eine Tasse Tee auf der Terrasse des „Boh Tea Centres”, wo ein herrlicher Blick auf die grünen Plantagen den Besucher empfängt.

Taman Negara – Einer der ältesten Regenwälder der Welt
Von den Cameron Highlands ging es für uns weiter in den Taman Negara Nationalpark. Als einer der ältesten Primärregenwälder der Welt war dies vor Kuala Lumpur ein würdiger Abschluss unseres Aufenthaltes in Malaysia. Ausgangspunkt für Wanderungen in den Park ist Kuala Tahan, ein winziges Dorf direkt an der Nationalparksgrenze. Von dort führt eine fünf-minütige Bootsfahrt mitten in die Natur. Für eine Wanderung sind trotz schwül-heißer Temperaturen lange Sachen ratsam – es gib Blutegel und viele andere Insekten und Reptilien, denen man lieber nicht begegnen möchte…Am besten die Socken über die langen Hosen ziehen und vorher mit Insekten-Repellent einsprühen. Tabak und Salz tun es zur Not auch. Wer den „Canopy-Walk” läuft, hat eine gute Perspektive, die Baumriesen von oben zu sehen. Eine mehrstündige Wanderung durch den Dschungel führte uns bis zu den beiden Aussichtspunkten „Bukit Indah” und „Bukit Teresek”. Vom letztgenannten bietet sich der beste Ausblick über den riesigen Nationalpark.

Kuala Lumpur – Facettenreiche Metropole und Hauptstadt Malaysias
Kuala Lumpur (KL) besitzt einen eigenen Charme. Altes trifft Neues, Wolkenkratzer stehen neben historischen Gebäuden. Zahlreiche Märkte mit orientalischem Flair, der Duft von Räucherstäbchen aus Chinatown, frisch zubereitete Samosas und Nasi biryani (Reis Curry) in einer indisch geprägten Seitengasse – das ist die Hauptstadt Malaysias und gleichzeitig ökonomischer und kultureller Motor des Landes. Das Wetter ist schwül, bei einer Tagestemperaturamplitude von einem Grad im Jahr, die zwischen 32 und 33 Grad schwankt, können nur die zahlreichen Malls und Restaurants als Abkühlung genutzt werden. Einen atemberaubenden Blick auf die berühmten Zwillingstürme der Petronas Towers bietet das Traders Hotel, in dessen Lobby und Poolbereich man auch als Nichtgast kostenlos gelangt. Sehenswert ist zudem der Merdeka Square, auf dem am 31. August 1957 die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien verkündet wurde. Auf diesem Platz stehen auch noch eine Vielzahl an historischen Gebäuden. Der internationale Flughafen bildet ein weiteres Drehkreuz Südostasiens – von hier steht einem die Welt offen zu weiteren interessanten Zielen in der Region…

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