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Teaserbild: 10 Tage Surfen und Wandern am südlichsten Zipfel Europas

10 Tage Surfen und Wandern am südlichsten Zipfel Europas

10 Tage Surfen und Wandern am südlichsten Zipfel Europas

Im April ging für uns von Düsseldorf mit Ryanair nach Faro und von dort aus mit dem Mietwagen nach Carrapateira an der westlichen Algarveküste in Portugal. Von dort aus unternahmen wir Küstenwanderungen und Surftrips sowie Ausflüge über Sagres zum Cabo do Sao Vicente, dem südlichsten Punkt des europäischen Festlandes. In der Sierra Monchique machten wir eine Bergwanderung und in der Küstenstadt Largos sahen wir dem bunten Treiben auf den Straßen zu, bevor es nach 10 Tagen Portugal zurück zum Flughafen nach Faro ging.

Warum Westalgarve

Für die Osterferien suchten mein Freund und ich kurzfristig noch nach einem Ziel für unseren Surfurlaub. Anfang April erschienen unsere bevorzugten Surfziele in Spanien und Frankreich wettertechnisch zu heikel. In der Hoffnung auf mildes Klima und gute Wellen verschlug es uns deshalb an die portugiesische Westküste. Flüge sind in den Osterferien bekanntlich recht teuer, auch deshalb war Faro für uns eine gute Option.

Surfen für Profis und AnfängerSchöne Aussicht in der Sierra MonchiqueHafen in Largos

Was Sie schon immer über die WESTALGARVE wissen wollten…

Reisezeit
Trotz Osterzeit ist im April in Portugal noch (Surf-)Nebensaison. Selbst an einem der beliebtesten Surfspots in Portugal (Praia do Amado) geht es um diese Zeit noch ruhig zu: Ein paar Surfer campen in ihren VW-Bussen oben auf dem Parkplatz, eine Surfschule ringt mit den Wellen und die Einheimischen sitzen an der Bar und plaudern. Nur Wochenende kommen viele Badegäste. Den Nachbarstrand (Praia da Bordeira) hatten wir abends sogar für uns. Klimatechnisch mussten wir auf jeden Fall noch mit kalten Nächten – und manchmal sehr frischem Wind zurechtkommen. Den Wollpullover und die Regenjacke haben wir ebenso oft gebraucht wie Badesachen und T-Shirt.

Anreise
Mit dem Billiganbieter Ryanair kann man von Weeze nach Faro fliegen. Für uns war der Hin- und Rückflug für knapp 300 Euro zu dem Zeitpunkt (zwei Wochen vor Abflug) die günstigste Option für einen Surfurlaub zur Ferienzeit. Wenn man sich rechtzeitig kümmert, oder die Schulferien umgehen kann, kommt man sicherlich günstiger weg. Da uns Zusatzgepäck zu teuer war, haben wir unsere Surfbretter zu Hause gelassen. In Faro am Flughafen hatten wir schon von Deutschland aus einen Mietwagen gebucht. Carrapateira erreichten wir nach ca 3,5 stündiger Fahrt über die Autobahn A22 bis Bensafrim und weiter über die EN 120 in Richtung Aljezur.

Die Region
Die Algarve-Region oberhalb von Sagres wirkt eher verschlafen, aber ist gerade deshalb landschaftlich sehr reizvoll. Man sieht blühende Wiesen, raue Felsküsten, naturbelassene, teils wunderbar einsame Kiesel- und Sandstrände sowie kleine Höfe und Dörfer mit ursprünglicher Landwirtschaft. Junge und alte Vieh- und Scharfhirten überqueren mit ihren Tieren ab zu die Straße und lassen sich scheinbar von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Für Touristen gibt es trotzdem alles was das Herz begehrt in Reichweite: Gute Fischrestaurants mit regionalen Spezialitäten, Cafés, Surfschulen- und Verleih. In Carrapateira gibt es sogar ein vegetarisches Bistro im Ortskern. Ferienappartements und Pensionen, sowie Surfcamps und Hostels fügen sich ins Bild der kleinen, wenige Kilometer im Hinterland gelegenen Örtchen ein, ohne, dass man das Gefühl hat, in einem Touristenzentrum zu sein. Große Hotels findet man eher in den Küstenstädten Sagres und Largos. Unsere Pension war schön, am Rande des Örtchens Carrapateira, in den Dünen gelegen. Wir hatten eine kleines, einfaches Apartment auf einem schönen Grundstück mit Garten in einem Mix aus mediterranen und maurischen Stil. Gerne wäre ich im Sommer dort gewesen, wenn überall die Feigen und Zitronen wachsen. Unser Gastgeber war herzlich und hilfsbereit und bereitete mit Liebe ein Frühstück das schlichtweg umwerfend war! (Das Dunas, Carrapateira)

Sonnenuntergang an der Costa VincentinaSurfer in der StrandbarSurfparadies Praia do AmadoWandern bei CarapateirraWandern von Strand zu Strand entlang der SteilküsteSurfers Paradies

Surfen an der Costa Vincentina
Die Strände an Portugals Westküste sind traumhaft schön und bekannt für ihre spektakulären und bizarren Felsformationen. Es gibt aber auch viele Sandstrände, die sich besonders gut zum Surfen für Anfänger wie Profis eignen. Als Anfänger sollte man auch in Portugal darauf achten, sich mit Bedacht im Wasser zu bewegen und stets die Augen offen zu halten – der Sicherheit wegen, aber auch um den Profis nicht in die Quere zu kommen und Ärger auf sich zu ziehen. Einen Neoprenanzug und Surfequipment plus Dachbefestigung kann man zu moderaten Preisen in der Umgebung leihen (in Vila do Bispo im Hinterland oder etwas teurer direkt am Strand bei der Surfschule). Wir hatten das Mietauto und waren auf diese Weise sehr flexibel. Am Strand zahlt man für einen Surf-Tag (2 Einheiten) in der Gruppe mit Anleitung ca. 50 Euro, Miete für Board und Neoprenanzug schon inbegriffen. Wer ohne Mietwagen reist, muss zusätzlich mit lange Laufwege zum Strand (1-2km) einplanen und kommt deshalb am Besten im Surfcamp unter.

Wandern
Entlang der Steilküste und Strände an der Costa Vincentina gibt es zahlreiche beschilderte und gut ausgebaute Wanderwege, die einfach und auch ohne Karte zu erschließen sind. Wer mehrtägige Wanderungen unternehmen möchte, sollte sich vorher über die Strecken informieren. Wir sind meistens einfach losgelaufen wo es uns gefiel und irgendwann wieder umgedreht, oder haben kurze Rundtouren gemacht. Eine besonders schöne Strecke ging von unserer Pension (Das Dunas ) aus durch die Dünen entlang der Flussmündung des Ribeira da Carrapateira, über zwei schöne Strände und wieder zurück in den Ort. Von der Düne aus hat man eine tolle Aussicht auf die Lagune und den Strand Praia da Bordeira. Nach einem kurzen Bad ging es links am Strand vorbei den Küstenweg entlang. Über Holzstege gelangt man zum Cabo Pontal. Die Aussicht von der Steilküste ist spektakulär. Wer ein Fernglas besitzt, sollte es unbedingt mitnehmen. Es gibt Vögel zu beobachten und allerlei Schönes zu entdecken. Weiter dem ausgeschilderten Wanderweg folgend, erreichten wir den Praia do Amado, „unserem“ Surfstrand. Hier gibt es die Möglichkeit, an der Strandbar etwas zu Essen und zu Trinken zu kaufen. Wir haben jedoch zwischendurch auf einer der Bänke entlang der Route Rast gemacht. Mehrere Liter Wasser sollte man für diese Tageswanderung in jedem Fall mitnehmen. Der Blick von der Steilküste aufs Meer ist besonders gegen Abend schön.
Eine weitere Wander-Tagestour führte uns mit dem Auto zum Bergdorf Monchique. Von dort aus starteten wir den Anstieg auf den Picota (773 m) und wurden nach ca. 3 stündiger, gemütlicher Wanderung mit einer tollen Aussicht über die gesamte Region belohnt. Die meiste Zeit läuft man über geschlungene, bewaldete Wanderweg, nur das letzte Stück bis zum Gipfel ist etwas steiler und der Untergrund felsig und teilweise geröllig. Gute Schuhe, in meinem Fall leichte Wanderschuhe (A), sind hier angeraten. Von Sagres aus gibt es einen viel frequentierten Küstenweg zum Leuchtturm am Kap, dem Cabo do Sao Vincente. Man kann den Leuchtturm besichtigen und sich den Seewind um die Nase pusten lassen.
Largos war zum Schluss unserer Reise ein starker Kontrast für uns, da es dort viel touristischer zugeht. Straßen sind gesäumt von Restaurants, Bars in denen wir gerne einkehrten bevor wir uns von Portugal verabschieden mussten.

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