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Teaserbild: Baja California- Der Traum eines (jeden) Seekajakpaddlers

Baja California- Der Traum eines (jeden) Seekajakpaddlers

Baja CaliforniaDer Traum eines (jeden) Seekajakpaddlers

Im Oktober 183 Paddelkilometer von Loreto nach La Paz. Gelandet sind wir in La Paz, wo wir uns zwei Tage Zeit genommen haben, um alles für unsere 17-tägige Kajaktour vorzubereiten. Auspacken, Einkaufen, Karten studieren, einpacken etc. Danach ging es endlich mit dem Pick-Up und zwei Seekajaks auf dem Dach zu unserer Einsatzstelle Ensanada Blanca, südlich von Loreto. Dort wurden wir „ausgesetzt“ und waren nun auf uns gestellt. Entlang der einsamen Kakteenwüste paddelten wir auf der See Cortez zu unserer Aussatzstelle San Juan de la Costa, nördlich von La Paz.

Warum Mexiko

Ganz einfach, weil Baja California ein Traum für (jeden) Seekajakfahrer ist! Sommersonne, bizarre Küstenlandschaften, einsame Buchten und weite Strände, Kakteen in tausend verschiedenen Formen, Skorpione, Delfine, Meeresschildkröten, Seelöwen, Kugelfische, Pelikane, Einsamkeit und, wenn man doch auf eine Menschenseele trifft, die spanische Sprache im Ohr.

Die Kinder von San Juan de la Costa haben auch Spaß mit unseren SeekajaksDie Kakteenwüste - immer am Wegesrand zu findenDer Colerado mündet in die See Cortez, die Farben sind entlang der ganzen Küste zu finden

Was Sie schon immer über BAJA CALIFORNIA wissen wollten…

Seekajakausrüstung – Was gibt es vor Ort und was sollte man mitbringen?
Wer kein Faltboot besitzt, kann ein Seekajak vor Ort ausleihen. Klingt leichter als es ist. Wir haben nur einen Anbieter gefunden, der in La Paz entsprechende Seekajaks (von Prijon) an erfahrene Paddler herausgibt und auch den Transfer übernimmt. Man bekommt auch Material dazu (Spritzdecke, Schwimmweste, Paddel und teilbares Ersatzpaddel, Lenzpumpe, Paddelfloat und einiges mehr, wenn man es sich ausleihen möchte). Die Preise sind okay und man bekommt kompetente Auskünfte zu den vielen Fragen, die man hat.

Versorgung unterwegs?
Es gibt unterwegs zwei kleine Dörfer (Aqua Verde und San Evaristo), in denen es je zwei kleine Läden gibt. Dort kann man Grundnahrungsmittel und Wasser kaufen. Bei uns waren die Regale „gefüllt“, aber es muss nicht immer so sein. Wasser bekommt man zwar auch in Fischercamps, aber wie sagt man so schön, lieber haben als brauchen, falls man eben doch bei Schlechtwetter festsitzt. Aufgrund der Hitze (zumindest im Oktober) kann man auf verderbliche Nahrungsmittel fast gänzlich verzichten. Brotbackmehl, Trockenfrüchte, Trockenfleisch und natürlich Reis, Nudeln und Tütenzeugs sind treue Begleiter gewesen.

Ein leidiges Thema, welcher Kocher?
Für uns fiel die Wahl ganz klar auf den Benzinkocher. Als Ersatz hatten wir einen Gaskocher für Schraubkartuschen dabei, der uns wenig genützt hat. Schraubkartuschen waren nicht erhältlich und nach aufwendigem Suchen haben wir einen Laden mit Stechkartuschen für bemerkenswerte Preise gefunden. Und wenn der Benzinkocher streikt (so wie bei uns), dann hilft nur noch einen Ofen zu bauen, zwecks Brot backen, und ein Feuer zu entzünden. Offenes Feuer ist am Strand erlaubt, aber Brennmaterial gibt es in der Wüste nicht zuhauf.

Bizarre FelstürmePelikane - unsere treuen BegleiterDie alte Mission in Timbabichi (kleines Dorf an der Küste)

Schlaf- und Notanlandeplätze?
Es gibt viele einsame Buchten und Strände zum Schlafen, die in günstigen Entfernungen liegen. Einige Anlandeplätze waren recht steil und ungeschützt und wären bei entsprechender See ungeeignet gewesen. Auf dem letzten Stück waren die Strände nicht mehr so schön, sehr eng und relativ nah an der Straße. Nun wissen wir, warum die meisten geführten Touren eher aufhören (Punta Coyote). Es gibt Streckenabschnitte, welche man nur bei gutem Wetter passieren sollte. Unerwarteterweise gab es auch einige Fischerdörfer, in denen ein PKW-Zugang existierte (falls Abbruch notwendig).

Ebbe, Flut und andere Strömungen?
…sind bei der von uns beschriebenen Tour relativ unwesentlich im Vergleich zur Nordsee. Man sollte natürlich trotzdem bedenken, wo man sein Zelt aufstellt und seine Kajaks liegen lässt.

Hurrikans und Wind?
Im Oktober kann es möglich sein, dass noch ein Hurrikan über Baja California zieht. Aber wir hatten Glück. Anfangs hatten wir etwas stärkeren Wind und auch am Ende. Mitunter können ablandige Winde recht straff sein und man sollte auf das Kreuzen von Buchten verzichten (Unser Tipp: Sowieso, weil man ansonsten an der Küste viel zu viel verpasst). Man kann sagen, wir hatten optimale Wetterverhältnisse.

Gefährliche Tiere?
Nun ja, die Klapperschlangen sind uns nicht über den Weg "gelaufen" und die Skorpione auch nur, wenn man sie gesucht hat. Sie mögen genauso wie wir bei Hitze den Schatten und man sollte eben nicht jeden Stein umdrehen, aber wohl doch bevor man ihn bei der Mittagsrast als Kopfkissen benutzt. Weiterhin machten wir Bekanntschaft mit Tieren wie der Vogelspinne, die sich abends am Lagerfeuer zu uns gesellte. Im Wasser war unsere erste Begegnung mit schniefenden Seelöwen, welche auf Fischfang waren und uns ihre Beute im Maul präsentierten, recht aufregend. Manchmal sahen wir auch die scheuen Meeresschildkröten und Pelikane begleiteten uns seit dem ersten Tag. Die Fischer erzählten uns von Hammerhaien, aber gesehen haben wir keine.

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