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Teaserbild: Namibia – endlose Horizonte

Namibia – endlose Horizonte

Namibia ist ein Reiseziel jenseits des Äquators und ein Sehnsuchtsort für Afrikainteressierte. Auf meiner Reiseroute lagen die klassischen Orte, wie zum Beispiel Windhuk- die Hauptstadt, der Namib- , Naukluft- Nationalpark mit dem bekannten Sossusvlei, Swakopmund, Erongogebirge, Damaraland, Etoshapark und die Gegend um Grootfontein. Insgesamt weilte ich 12 Tage in dem Land, was relativ kurz ist, jedoch mit Erlebnissen so angefüllt, dass dieser Zeitraum für einen ersten Eindruck ausreichend ist.

Weil Namibia Afrika von seiner schönsten Seite präsentiert und weil dieses Land nicht nur unvorstellbar schöne Landschaften besitzt, sondern den Schutz der Tiere in der Verfassung garantiert hat. Zugegebenermaßen ist dieses Reiseziel aufgrund verschiedener Faktoren auch kostenintensiv, wobei jeder Euro diese Investition wert ist, zumindest meiner Erfahrung nach.

Namibia… das ist Weite, Sonne und viel Natur. Mit einer Größe von Deutschland und der Schweiz zusammen bei einer geschätzten Einwohnerzahl von Bremen und Hamburg ist es logisch, dass Mensch und Tier viel Raum haben. Da stören auch die jährlichen Touristen, deren Anzahl stetig steigt, noch nicht wirklich.
Schließlich stehen neben Abenteuern auch ein wenig Erholung und Genuss auf dem Programm. Nach 9 ½ Stunden mit Air Namibia im Direktflug Frankfurt nach Windhuk und einem Temperaturunterschied von 20 Grad Celsius in der Weihnachtswoche landet man in einer grünen, kleinstädtisch anmutenden, von Hügelketten umgebenen Stadt.
Natürlich ist Windhuk keine Kleinstadt, aber weil sie so weitläufig ist und mit niedriger Bebauung im Villenstil aufwartet,vermittelt diese Stadt solch einen Eindruck. Und noch etwas ist sehr auffällig: die Sauberkeit! Seien es nun unverschmierte Häuserfassaden, gepflegte Parks oder die sauberen Gehsteige. Diese angenehme Erfahrung setzt sich im Land fort und erweitert sich um Menschen und Wasser, was in Afrika nicht immer selbstverständlich ist.
Meine persönlichen Lieblingsorte sind der Namib- Naukluft- Nationalpark und der Etosha – Nationalpark. Die älteste Wüste der Erde mit 80 Millionen Jahre altem Sand liegt südwestlich von Windhuk. Rostrote leuchtende Sterndünen ziehen sich endlos dahin, Kameldornbäume mit ihren bizarren Formen sind neben den Oryxantilopen und Straußen ein Zeichen von Leben.
Am bekanntesten jedoch sind die abgestorbenen Kameldornbäume im Deathvlei, einer Lehmschicht in einem Dünental. Hierhin kann man nur zu Fuß gelangen und die Temperaturen steigen vormittags im Dezember auf stattliche 41 Grad im Schatten. Wie gut, wenn man dann anschließend in einem offenen dünentauglichen Spezialfahrzeug wieder an seinen Ausgangspunkt zurückgebracht wird.
Alle Lodges, so auch im Namibgebiet, sind auf einem ausgesprochenen hohen Niveau, unheimlich unaufdringlich professionell, wer es gerne campingtauglicher möchte, für den gibt es auch durchdachte und bestens organisierte Quartiere. Ich wohnte in der Namib Desert Lodge, einem Refugium mit Oryxantilopen direkt auf 10 Meter Entfernung von den Häusern.

Durch die Vorbereitung auf diese Reise wusste ich von der Größe des Etoshaparks, aber diesen zu durchfahren, allein schon die Etoshapfanne, einer Lehmfläche von unvorstellbaren Ausmaßen, verleitet einen unwillkürlich zum Staunen. Weil ich der Regenzeit reiste, sind die Wasserlöcher im Park für die Wildtiere, nicht die einzigen Wasserreservoirs und die Chance, Tiere zu sehen relativ gering. Dass ich trotzdem direkt am Straßenrand Löwen und Elefanten zu Gesicht bekam, war eine wundervolle Erfahrung. Drei Tage sollte man jedoch dafür schon einplanen, wenn einem die Tierbeobachtungen wichtig sind. Ein Breitmaulnashornbulle in drei Metern Entfernung, wenn man in einem Kleinbus sitzt, verursacht einen Anstieg von Adrenalin. Gut, wenn man einen Guide, in meinem Fall von der Volksgruppe der Herero angehörend, hat, sie kennen den respektvollen Abstand zu den Wildtieren und ermöglichen trotzdem wundervolle Tierfotos.
Eine ganz andere Namibiaseite erlebt man in Swakopmund, einer ehemaligen deutsch- südwest kolonialisierten Stadt am Meer, man spricht spaßeshalber vom südlichsten Nordseebad. Pittoreske Häuser, kleine Cafes und eine Landungsbrücke, die Jetty, vermitteln neben den europäischen Rentnern mit ihren Hunden an der Leine ein Bild von Norddeutschland. So echt, wären da nicht die dicken Palmen und der Linksverkehr. Schilder und Straßennamen auf deutsch, im Strandkiosk die globalen Eissorten und das deutsche Bier und der unnachahmliche sehr gute Kuchen. Überhaupt kommen Essensliebhaber und Freunde des Fleisches in Namibia voll auf ihre Kosten, ständig und überall am Abend gibt es Fleisch, oft gegrillt und von den Wildtieren oder den Farmen. Und wen es tagsüber noch gelüstet, so warten die Tankstellen mit Biltong auf, einer Spezialität, denn das ist getrocknetes in Streifen geschnittenes Fleisch und sieht manchmal wie eine Minisalami aus.
Fährt man die schnurgeraden Straßen durch das Land, so erinnert man sich an Straßen aus amerikanischen Filmen, auch weil die Felsformationen zumindest im Erongogebirge genauso aussehen. Komplettiert wird dieser Gedanke durch eine Kulttankstelle, sie heißt Solitaire und liegt auf dem Weg von Windhuk nach Swakopmund. Dort liegen halb im Sand vergrabene Oldtimer, es gibt eine deutsche Bäckerei und ein sehenswertes Tankstellenhaus mit allerlei Antiquitäten.
In der Region um Swakopmund, Walvis Bay, kann man prima organisierte Touren buchen. Auf einem Katamaran aufs Meer hinaus mit Seerobben als Besucher an Bord und touristengeübten Pelikanen oder eine Wüstentour mit der Garantie Chamäleons und andere Dünenbewohner zu entdecken. Für die Sportler werden auch Mountainbiking und Quadfahrten angeboten, die Preise liegen ca. um die 50€ für drei Stunden.

Beste Reisezeit:
Reisezeit ganzjährig, Hochsaison ist der deutsche Sommer- in Namibia Winterzeit, d.h. 18-25 Grad tagsüber und Trockenzeit

Anreise:
Air Namibia ab Frankfurt im Direktflug, ca. 1000 € oder über Südafrika, Johannesburg; Buchung mit kleinen Spezialreiseveranstaltern erlebt man Land und Leute in kleiner Gruppe, max.12 Personen sehr gute Erfahrungen mit Diamir Reisen aus Dresden

Sprache: 
Englisch, Deutsch, Afrikaans

Geld: 
Umtausch am Flughafen in Windhuk, südafrikanische Rand und namibische Dollar sind gleichwertig, 100 NAD= 5,7 € (Stand 2016); Geldautomaten für EC Karte in kleineren Städten und Kreditkartenbezahlung problemlos, Euroumtausch in Lodges nicht möglich

Preise: 
für Mineralwasser und sonstige Lebensmittel moderat, ähnlich wie in Deutschland; Souvenirs kauft man in den Geschäften. Auf Märkten Preise handeln! Zu empfehlen sind Holzschnitzarbeiten oder Batiken. Achtung bei Einfuhr von Tierprodukten wegen des Artenschutzes.

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Portal von Diamir Reisen mit Infos für Reise

namibia-tourism

Alle möglichen Infos über das Land

namibia-info

toller Reisefüherer, sogar mit Straßenkarten und Ferienplan Namibias

Funktionsblusen, sehr gut sind Craghopper, weil sie Insektenschutz integriert haben.
Leichte Hosen, für abends warme Fleecejacke, für Swakopmund Softshell, wegen des Windes.
Sonnenhut ist ratsam.

Literatur:
Henno Martin „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ Kultbuch in Namibia von zwei deutschen Geologen, die einer Internierung entgingen, indem sie für zwei Jahre im Kuisebgebirge untertauchten, sehr spannend und informativ.

Bernhard Jaumann „Die Stunde des Schakals“ Krimireihe um eine Windhuker Kommissarin

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