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Java: Kulturelle Vielfalt und Vulkantrekking

Java: Kulturelle Vielfalt und VulkantrekkingDer wohl härteste Einstieg in die „fremde Kultur“ ist Jakarta, Indonesiens Hauptstadt: Ein Moloch von über neun Millionen Einwohnern – Großstadtchaos pur. Mit dem Zug so schnell wie möglich weiter nach Bogor, dem Kurort der Hauptstädter, Sitz des Präsidenten und berühmt für seinen großen Wochenmarkt, den Botanischen Garten (Mischung aus Dschungel und geordneten Lehrpfaden) und für seine Flughunde. Dann mit dem BEMO (Minibus), vorbei an riesigen Teeplantagen und Reisfeldern, nach Cibodas. Trekkingtour zum Gunung Gede Vulkan mit Zwischenstop zum Baden in heißen Schwefelquellen. Weiter nach Panandarang, Küstenort am Pazifik. Tagestouren zur „blauen Lagune“, ausgedehnte Strandwanderungen und gutes Essen. Zum Schluss nach Yogyakarta, dem kulturellen Zentrum Javas: Besuch des Hindu Tempels Prambanan, des Buddha-Tempels Borobodur, des hinduistischen Ramayana-Ballets. Ausgiebige Shoppingtouren, hier gibt es alles von Batik bis Schnitzerei.

Warum Java

Java ist der kulturelle Schmelztiegel Indonesiens. Hier ist beinahe die gesamte Industrie des Landes versammelt. Aus allen Teilen Indonesiens sind die Menschen immigriert. Dadurch herrscht eine unglaubliche kulturelle Vielfalt und auch Offenheit. Ganz Java ist überzogen mit einer Kette von Vulkanen, die durch die tropische Vegetation wunderschöne Panoramen bieten. Prambanan und Borobodur sind die größten vor-islamischen Heiligtümer der südostasiatischen Inseln. Durch die dichte Bevölkerung ist die Insel sehr gut erschlossen, wodurch das Reisen wesentlich einfacher wird. Man kann wochenlang Trekkingtouren im Dschungel oder Klettertouren auf die Vulkane unternehmen. Kann im Pazifik surfen, buddhistische Kultur erleben. Indonesien ist, mit Ausnahme von Bali touristisch weitgehend unerschlossen. Bis auf wenige Orte, an denen die alten Kolonialholländer ihren Urlaub verbringen, trifft man nur sehr wenige Individualreisende. Man hat gar keine andere Wahl, als mit den Leuten zu leben. Außerdem ist das Essen auf Java in den verschiedenen Regionen sehr vielseitig.

PangandarangPrambananTrekking im Dschungel bei Cibodas

Was Sie schon immer über JAVA wissen wollten…

Ist Java sicher zu bereisen?
Nein. Java ist auch politisches Zentrum Indonesiens. Viele Gruppen der Krisengebiete engagieren sich hier. Vor allem Jakarta ist beliebter Ort für Ausschreitungen. Sicher ist es in den touristischen Regionen. Allgemein ist es gut, sich als Deutscher erkennen zu geben. Für die haben die Indonesier aus irgendeinem Grund ein Faible. Aus Diskussionen, Demos und allgemein größeren Menschenaufläufen sollte man sich heraushalten. In Jakarta ist das Taxi sicherstes Verkehrmittel (je neuer desto besser). Im Rest von Java ist Diebstahl das einzige Sicherheitsproblem. Die Immigranten aus ganz Indonesien kommen, weil sie zu Hause nichts haben. Auf Java ändert sich das meist nicht. Touristen werden gern als wandelnde Geldmaschinen betrachtet. Beste Abwehr ist höfliche Ignoranz. Niemals reagieren, auch nicht „Nein danke“, das bedeutet Kontaktaufnahme und führt zu weiterer Belästigung. Man sollte sich unbedingt ständig auf dem Laufenden halten über die Sicherheitslage, hier beim Auswärtigen Amt, dort in der Jakarta Post (englisch).

Wie sind denn die Temperaturen?
Je weiter im Norden, desto näher am Äquator, desto heißer. In der Trockenzeit geht es in Jakarta bei 30°C erst richtig los. Weiter südlich, sogar schon in Bogor (nur 30 min von Jakarta) sind die Temperaturen erträglich zwischen 25°C und 30°C und in den Bergen knapp über 20°C.

PangandarangPrambananTrekking im Dschungel bei Cibodas

Wo übernachten?
Es gibt die verschiedensten Arten von Unterkünften. Für Backpacker gibt es überall Herbergen mit Einzel-und Doppelzimmer zwischen 1 und 5 EUR. Man sollte auf ein Zimmer mit eigenem Mandi achten, der Hygiene zuliebe.

Wie kommt man im Land voran?
Java bietet alle Möglichkeiten zu reisen. Es gibt gute Zugverbindungen zu den Zentren der einzelnen Inselteile. Ebenso gut ist der Transport mit Überlandbussen, von historisch wertvoll bis westlich komfortabel. Kleinere Strecken fährt man im Bemo, ein Minibus als Sammeltaxi. Minibusse kann man auch überall zu privaten Touren mieten. Selbst Auto zu fahren kommt einem Suizidversuch gleich. In den Städten gibt es tausende Mopedund Fahradrikscha. Wegen dem Smog nur bedingt zu empfehlen.

Was sollte man auf keinen Fall verpassen?
Wichtigster Anlaufpunkt ist Yogyakarta mit Prambanan und Borobodur. Man sollte so früh oder spät wie möglich eintreffen. Dann hat sich der Dunst verzogen und man hat einen atemberaubenden Blick auf die Tempel und den Dschungel. Direkt vor der Kulisse des angestrahlten Prambanan sollte man sich das Ramayana Ballet nicht entgehen lassen. Ein Jahrtausende altes hinduistisches Epos, farbenfroh und spannend inszeniert. Gamelanmusik und das Schattenpuppenspiel (Wayang) sind wichtige Elemente indonesischer Kultur. Wenn möglich sollte man sich zu einer Hochzeit oder ähnlichem einladen lassen und typsich javanische Tänze genießen. Die kulinarischen Spezialitäten der einzelnen Bevölkerungsgruppen sind interessant und oft auch lecker. Je besser ein Restaurant besucht ist, egal wie schäbig es aussieht, desto besser und sicherer ist das Essen.

Was muss ich unbedingt beachten?
Zurückhaltende Höflichkeit ist Voraussetzung für friedliches Reisen. Niemals Wut zeigen, lieber gar nicht reagieren, als irgendwelche Erklärungen abzugeben. Niemals den Reisepass aus der Hand geben, außer bei der Ein-& Ausreise. Nur die Kopien zeigen. Immer etwas Geld sicher versteckt zurückhalten. Ausreichend abheben in den Städten.

Man berüht nichts und gibt nichts mit der linken Hand. Die dient der Hygiene. Beim Essen liegt sie auf dem Knie.

Die Impfungen sollten frisch sein. Beratung beim Tropenarzt ist empfehlenswert. Malariamittel nur noch auf Stand-by. Nur Wasser aus versiegelten Einwegflaschen oder frisch gepresste Fruchtsäfte trinken. Allgemein gilt, nur gut gekochtes, gebratenes oder selbst geschältes Essen ist sicher.

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