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Teaserbild: Mit Schirm, Charme und Sonnencreme: 5-Seen-Wanderung auf dem Pizol

Mit Schirm, Charme und Sonnencreme: 5-Seen-Wanderung auf dem Pizol

Mit Schirm, Charme und Sonnencreme: 5-Seen-Wanderung auf dem Pizol

Auf unserer langen Reise um die Welt, verschlug es uns zuerst in die Schweiz. Wir trampten von Freiburg aus in das Land und wurden prompt von unserem Fahrer zum Übernachten eingeladen. Beim Abendbrot gab uns Thomas dann seinen ultimativen Geheimtipp.

Warum Schweiz

Er schwärmte von der 5-Seen-Wanderung, die er kürzlich gemacht hatte und beschrieb die Stecke in den höchsten Tönen als die schönste Wanderung der Schweiz. „Das müsst ihr einfach gesehen haben, wenn ihr wissen wollt wie schön die Schweiz wirklich ist!“ Und er sollte Recht behalten.

Die Szenerie verführt zum einen oder anderen FotoshootingKriegsbemalung einmal andersDie Farbe der Gletscherseen sucht ihres Gleichen

Was Sie schon immer über DIESE TOUR wissen wollten…

Zunächst ging es für uns mit der Gondel aus Bad Ragaz hoch auf den Pizol, dann zu Fuß vorbei an der Pizolhütte und dem einen oder anderen gefleckten muhenden Vierbeiner. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast traten wir gegen 14 Uhr unseren ersten Aufstieg zum Wildsee an und sind mit unserem schweren Gepäck ganz schön ins Schnaufen gekommen.
Die muntere Ü-60 Gruppe, die leichten Schrittes mit ihren Tagesrucksäcken an uns vorbei marschierte, ließ uns zugegebenermaßen ziemlich alt aussehen. Der Blick auf den Gletscher und den erhaben daliegenden See lohnt jedoch die Mühe und man taucht sofort ein in die Faszination des Bergpanoramas.
Wer möchte, kann sich an dieser Stelle nach links wenden und als Zwischenabstecher an die Gletscherbesteigung wagen, wir sind jedoch in die Gegenrichtung weiter und folgten dem Hauptpfad. Ein steiler Abstieg führte uns nun zum Schottensee wo wir eine kurze Pause einlegten, unseren Wasservorrat auffüllen und uns mal ganz in Ruhe die interessanten Pflanzen und Schmetterlinge beschauten. Mit neuer Kraft ging es nun weiter bergauf zum Schwarzplangg, wo sich uns eine fantastische Aussicht zurück auf den Pizolgletscher sowie nach Ringelspitz, Piz Sardona, Clariden und Glärnisch bot.
Nach unzähligen Hochs und Runters durch eine Landschaft, die uns wie Drehorte für die Hobbitfilme vorkamen, schlugen wir bei anbrechender Abenddämmerung unser Zelt am 4. See der Wanderung auf (Schwarzsee). Die Kulisse war beeindruckend: Umgeben von schroffen Felsen, gebettet auf einem Kissen aus Moos und beschienen vom gespenstisch hellen Mond, schlummerten wir glücklich und zufrieden ein.

Hier wollte wohl jemand ein Zeichen setzenZu viel Sonnenschutz kann es nicht gebenMacht euch auf die Begegnung mit dem einen oder anderen Vierbeiner gefasstDer Abstieg zur Gondelstation motiviert zum EndspurtZum Nachahmen empfohlen: Schatten to goBäume findet man auf dem Pizol nicht, die Flora ist trotzdem wunderschön

Am nächsten Morgen ging es nun wieder ein Stück bergauf, wir trafen ein paar andere frühe Vögel und fanden uns ganz unverhofft in einer regelrechten Armee kleinerer und größerer Steinpyramiden wieder. Auch hier war die Aussicht atemberaubend schön. Ein letzter langer Abstieg führte uns schließlich auf 1850m und zur Sessellift Station Gaffia. Auf dem Weg kamen uns regelmäßig Gruppen rüstiger schweizer Rentner entgegen, die die Wanderung in der anderen Richtung zurücklegen wollten.
Von hier gab es nun zwei Möglichkeiten. Entweder wieder bergauf und zur Pizolhütte laufen, oder aber mit dem Lift den Rest der Strecke wie im Flug zurücklegen. Wir entschieden uns spontan für die Variante zwei und wurden sogar kostenlos mitgenommen. Auf dem letzten Stück Weg zurück zur Gondel nach Bad Ragaz trafen wir nochmals eine ganze Reihe friedlicher Kühe und traten die Abfahrt mit einem zufriedenen Gefühl im Bauch und einem ganzen Sack voller Eindrücke an.
Die 5-Seen-Wanderung bietet in relativ kurzer Zeit und Strecke unglaublich viel zu sehen und ist daher für einen ausgedehnten Wochenendtrip oder ähnliches sehr zu empfehlen. Wer weitläufige Berglandschaften mag, wird den Pizol lieben! Euch erwarten Gletscherseen in tiefem Türkis, blauer Himmel und eine kilometerweite Sicht auf prächtige grünbewachsene Berge. Ich persönlich bin im Grunde eher ein Waldmensch, war aber trotzdem restlos begeistert.

Schlussbemerkung und Hinweis
Wildcampen in der Schweiz kann sehr teuer werden, vor allem wenn man ein Feuer macht oder im Naturschutzgebiet nächtigen will. Generell ist es aber oberhalb der Baumgrenze erlaubt. Verbotsschilder gibt es auf dem Pizol keine. Zum Campen und Biwakieren in der Schweiz.

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