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Teaserbild: 5 Tage Isle of Skye mit 2 Traumwanderungen

5 Tage Isle of Skye mit 2 Traumwanderungen

5 Tage Isle of Skye mit 2 Traumwanderungen

Im Rahmen unserer Schottland-Tour verschlug es uns Ende August für 5 Tage auf die Isle of Skye. Wir, das sind Nico, Danja, Alfred, Luise und ich (Philip), 5 Studenten aus Leipzig und Dresden, die gemeinsam das Abenteuer West Highland Way in Angriff nehmen wollten. Am Ende kam es jedoch etwas anders, als wir es uns vorgestellt hatten. Denn am dritten Tag mussten wir die Unternehmung krankheitsbedingt abbrechen und fuhren direkt mit dem Bus nach Fort William, also das Ende des West Highland Ways.
Nun hieß es: umdisponieren und einen neuen Plan schmieden. Dafür hatten wir aber auch genug Zeit, denn wir verbrachten 3 Tage in Fort William, um wieder alle fit zu werden. Unser neuer Plan hieß nun: in 5 Tagen die Isle of Skye ein bisschen genauer erkunden! Dazu später mehr.

Warum Schottland

Fest stand von Anfang an, dass wir diesen Sommer gemeinsam eine etwas längere Wanderung machen wollten. Nur die Entscheidung zu treffen, in welches Land es uns verschlagen sollte, dauerte ein wenig. Zur Auswahl standen noch Schweden und der Kungsleden oder das Făgăraş Gebirge in Rumänien. Da wir aber alle noch keine größeren Erfahrungen mit solch einer langen Tour gemacht hatten, fiel die Entscheidung dann für den West Highland Way, da dieser einfach am besten erschlossen ist und uns der Gedanke, direkt auf der ersten größeren Tour vollkommen auf sich gestellt zu sein, für den Anfang etwas zu heikel erschien. Landschaftlich gesehen haben sicher alle drei Ziele ihren ganz eigenen Reiz, wir können jedenfalls von Schottland sagen, dass wir nicht enttäuscht wurden.
Warum Skye?
Geplant war ursprünglich eigentlich nur ein ganz kurzer Abstecher auf die Isle of Skye. Wer schon einmal Google gefragt hat wie es auf Skye so aussieht, weiß aber, dass diese Insel zu den Highlights Schottlands gehört und viel mehr zu bieten hat als man in zwei Tagen sehen kann.

TentviewSchafGlowing Tents am Loch Coruisk

Was Sie schon immer über diese THE ISLE OF SKYE wissen wollten…

Wie bewege ich mich am besten fort?
Nach 3 Tagen Fort William ging es für uns also los Richtung Norden. Da wir nur mit Rucksack unterwegs waren und kein Auto für die Zeit mieten wollten, mussten wir uns zwischen Zug und Bus entscheiden, was aber rein preistechnisch nicht schwer fiel. Es gibt da in Schottland eine ziemlich coole Erfindung, die sich City Link nennt und im Prinzip nichts anderes ist als die Fernbusse bei uns in Deutschland.
Das Liniennetz ist unglaublich gut ausgebaut und die Busse fahren mehr als regelmäßig. City Link bietet sogenannte Explorer Pässe (3 aus 5 Tagen, 5 aus 10 Tagen, 8 aus 16 Tagen) an, mit denen man je nachdem, welchen man sich kauft, an je einem ganzen Tag Bus fahren kann, so lang und so oft man möchte. Wir entschieden uns für den 5-aus-10-Tagespass, da wir von Skye aus noch weiter nach Edinburgh wollten. Der Pass kostet 62 £ (ca. 73 €) und hat sich aber mal sowas von gelohnt, denn die Einzelfahrten mit City Link sind alles andere als billig.

Unser erstes Etappenziel Sligachan und die Midges
Unser erstes Etappenziel sollte Sligachan sein, ein Ort, der eigentlich nur aus einem Hotel mit zugehöriger Bar und einem Campingplatz besteht. Die Busfahrt von Fort William aus ist schon ein Erlebnis für sich, landschaftlich einfach nur der Hammer. Sligachan sollte Ausgangspunkt unserer 2-Tagestour nach Elgol, mit einer Nacht am Loch Coruisk, sein. Noch am selben Tag, an dem wir aus Fort William kamen, wollten wir eigentlich zu den Fairy Pools laufen, um dort zu übernachten.
Denkste, denn die Rechnung hatten wir ohne die Midges gemacht, winzige, beißende Fliegen, die noch lästiger sind als Mücken. Nach 2 km mussten wir umkehren, weil man einfach nicht vernünftig laufen konnte, ohne sich ständig im Gesicht oder anderen freiliegenden Körperteilen zu kratzen. Also entschieden wir uns dazu, eine Nacht auf dem Campingplatz in Sligachan zu bleiben und am Abend vor den Midges in die Bar des Hotels zu flüchten. Eine Nacht auf dem Campingplatz kostet dort 7,50 £, was völlig angemessen ist. Saubere Sanitäranlagen mit kostenlosen Duschen und einem Platz in Traumlage waren das Geld auf jeden Fall wert. Für die Midges konnte der Betreiber ja nichts, denn vor denen kann man sich nur im Zelt verstecken, wenn man denn schnell genug reinkommt. Am nächsten Morgen war ich relativ früh wach, denn es war doch ein wenig frisch geworden über Nacht.

Das Wetter verhieß Besserung vor den Mücken
Zelt auf – und siehe da: blauer Himmel, ganz anders als noch am Vortag. Das war schon mal ein gutes Zeichen, denn Sonne bedeutet meistens auch Wind und Wind ist der größte Feind der Midges. Nachdem die Sonne über den Sgurr Mhairi, an dessen Fuß sich der Campingplatz befindet, geklettert war, kam tatsächlich eine leichte Brise auf und diese reichte, um unser kleines, tierisches Problem zu lösen. So konnten wir in aller Ruhe unsere Zelte trocknen lassen, zusammenpacken und schließlich am späten Vormittag Richtung Loch Coruisk, einem "Bergsee" auf Meerhöhe, mitten in den Cuillin Hills gelegen, starten.

Perfekte Natur
Der Wanderweg beginnt an einer alten Steinbrücke hinter dem Hotel, an der netterweise ein weiterer Wegweiser aufgestellt ist. Das sollte aber auch der letze sein, den wir auf dieser Tour sahen. Mit der Beschilderung der Wanderwege haben es die Schotten auf Skye irgendwie nicht so. Deswegen empfiehlt es sich auf jeden Fall, eine Karte dabei zu haben (wir hatten eine von Harvey Maps [Skye the Cuillin] ). Man befindet sich die ganze Zeit auf dem Skye Trail, welcher in der o. g. Karte sehr gut eingezeichnet ist. Der Weg schlängelte sich zunächst das Sligachan Tal hinauf, rechts und links überall riesige Felder mit Heidekraut, was in der Sonne schon ziemlich cool aussieht. Stetig leicht bergan gehend ließen wir Sligachan hinter uns und nach ein paar Hügelkuppen befanden wir uns auf einmal inmitten einer wunderschönen und unberührten Landschaft.

Unser Ziel Loch Coruisk wird greifbar
Uns wurde schnell klar, dass diese Wanderung wohl zu den schönsten unserer ganzen Reise gehören würde. Auf der rechten Seite passierten wir schroffe Felszüge, auf der linken näherten wir uns langsam dem Berg Marsco, an dessen Fuß wir eine kleine Mittagspause einlegten. Weiter ging es; bald bog der Sligachan River, den man die meiste Zeit im Blick hatte, nach rechts ab und auch unser Weg gabelte sich kurz darauf. Nachdem wir noch kurz einen flussbettartigen Weg ein Stück hinabgegangen waren, folgte der wirkliche Anstieg des Tages hinauf zum Pass unterhalb des Skurr na Stri. Von dort konnte man nun schon entfernt Loch Coruisk erkennen. Von jetzt an ging es einen mehr oder weniger gut erkennbaren Pfad recht steil bergab, frei nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel". Wanderstöcke sind hier ein sehr praktisches Ausrüstungsstück!
Unterhalb eines etwas kleineren Sees auf halber Höhe kürzten wir unsere Strecke ein wenig ab und überquerten eine riesige Steinplatte, auf welcher man fast bis runter zum See weiterlaufen kann. Dort angekommen, fanden wir relativ schnell einen schönen Kiesstrand, an dem wir unsere Zelte aufschlagen konnten. Mit der Dunkelheit verzogen sich netterweise auch die Wolken, welche über den Berggipfeln tagsüber hängen geblieben waren und so bot sich uns die perfekte Kulisse für meine lang geplanten "Glowing Tent"-Bilder.

Unsere 2. Etappe nach Elgol
Der nächste Tag begann genauso schön, wie der vorherige aufgehört hatte. Doch leider war auch der Wind weg und draußen wimmelte es wieder nur so von Midges. Das hieß für uns also erst mal: abwarten. Lange abwarten. Die Sonne brauchte fast 2 Stunden, bis sie sich über die Bergkette hinter uns gekämpft hatte und dann doch noch eine leichte Brise aufkam, bei der man es draußen halbwegs aushalten konnte. Schnell zusammengepackt und dann ging es gegen Mittag weiter auf unsere 2. Etappe nach Elgol.

Bad Step – gefährlich?
Loch Coruisk ließen wir hinter uns und kurz darauf eröffnete sich uns ein atemberaubender Blick aufs offene Meer. Kurz darauf erreichten wir auch schon die berühmt-berüchtigte "Bad Step – eine schräg gestellte Gabbroplatte, die man über einen Riss überwindet". Zumindest macht man das in der Theorie, denn mit den großen Rucksäcken ist es schon ganz schön anspruchsvoll. Den Mädels war das zu riskant und so mussten wir uns nach einer Alternative umschauen, um nicht die Fähre nach Elgol nehmen zu müssen. Von der anderen Seite des "Bad Step" aus kraxelte ich den Hang also einfach mal hoch, um zu schauen, ob oberhalb vielleicht nicht noch ein anderer Weg zu finden ist und siehe da: Ich kam tatsächlich wieder auf der anderen Seite an. Ob diese Strecke jetzt einfacher ist oder nicht, bleibt offen. Einige Stellen erforderten auch hier ein wenig Klettergeschick, aber man konnte zumindest nicht ins Wasser fallen. Nico entschied sich dazu, den "Bad Step" mit Rucksack in Angriff zu nehmen, Alfred und ich gingen mit den beiden Mädels außenrum. Sichtlich erleichtert trafen wir Nico auf der anderen Seite wieder, was beweist, dass der "Bad Step" also auch mit schwerem Gepäck machbar ist.

Anfang des Weges zum Loch CoruiskAnstieg zum PassAuch in Schottland wirken die Berge groß...Bad stepBlick zu den Cuillin HillsBlick vom Zeltplatz in SligachanBlick zurück ins Sligachan-TalCamasunary Bay mit Cuillin HillsCamasunary BayBlick zum Loch CoruiskCuillin Hills von Elgol ausIn der Bucht rechts liegt PortreeKühe auf SteinstrandLoch CoruiskOld Man of StorrSteilküste Richtung StorrPoser-SchafWer findet unsere Zelte...?

Endspurt nach Elgol
Der Trail schlängelte sich nun konsequent an der Steilküste entlang, mal hoch, dann wieder runter, bis wir schließlich die Camasunary Bay erreichten. Zu dieser gelangt man, indem man den Fluss Abheinn camas Fhionnairegh überquert (bei Flut muss man eventuell auch mal die Schuhe ausziehen). In der Camasunary Bay befinden sich 2 Bothies, eine davon privat, die andere öffentlich zugänglich, in denen man bei ganz schlechtem Wetter auch kampieren könnte. Das Wetter war aber ausgezeichnet und wir liefen weiter Richtung Elgol auf einem schmalen Pfad oberhalb der Steilküste. Wir passierten später noch eine zweite kleine Bucht, bis wir schließlich dem Enspurt nach Elgol entgegengingen. Der Pfad wurde wieder verdächtig schmal … ein bisschen schwindelfrei sollte man also schon sein, denn einen halben Meter weiter rechts geht es gefühlt 100 m senkrecht nach unten. Der Weg schien einfach kein Ende nehmen zu wollen und wir alle spürten, wie die Kräfte langsam nachließen.
So waren wir heilfroh, als wir dann endlich die ersten Häuser von Elgol sehen konnten und wussten, dass wir es geschafft hatten. Nun folgte nur noch eine ausgesprochen steile Straße ins Dorf hinunter. Letzte Aufgabe des Tages: Zeltplatz finden. Und das war einfacher gesagt als getan, denn das Gelände ist nicht wirklich für Zelte gemacht. Oberhalb der örtlichen Grundschule führt ein Kiespfad in Richtung Wasser hinunter, an dessen Ende sich ein kleines Weidestück befindet, das eben genug ist, um darauf zu schlafen. Abendbrot gab’s am Strand, mit Sonnenuntergang und der Traumkulisse der Cuillin Hills vor Augen.

Zwischendurch ein bisschen Busfahren
Nach einem heftigen Gewitter wachten wir am nächsten Morgen durch ein lautes "MUH!" auf. Direkt vor unseren Zelten graste nun eine kleine Rinderherde. Konnte ja keiner ahnen, dass die über die riesigen Steine am Strand einfach drüberlaufen können! Nach einem sehr leckeren Frühstück vom kleinen "Supermarkt" (eigentlich ist es sowas wie das Gemeindezentrum) des Ortes bestand unser Plan darin, mit dem Bus nach Portree, der größten Stadt auf Skye zu fahren und von dort aus weiter zum Old Man of Storr, um irgendwo zu schlafen und am nächsten Tag entlang der Küste zurück nach Portree zu wandern.
Die erste Etappe der Fahrt sollte auch gleich die aufregendste werden. Wir tauften diesen "Höllenritt" später "Santas Crazy Drive", denn unser Busfahrer sah aus wie der Weihnachtsmann, nur ohne roten Mantel und er fuhr wie ein Besengter. 80 km/h auf einer Straße, auf der in Deutschland maximal 50 erlaubt wären. So lange zwischen den entgegenkommenden LKW und den Bus noch ein Blatt Papier passt, braucht man ja auch nicht abzubremsen … In Broadford mussten wir dann noch einmal umsteigen und mit dem City Link ging es weiter nach Portree. Dort angekommen hatten wir noch ein paar Stunden Zeit, um uns die Stadt anzuschauen – ausgesprochen schön übrigens – bis es dann gegen Abend mit dem letzten Bus zum Old Man of Storr ging mit der Hoffnung, dort einen schönen Sonnenuntergang erleben zu dürfen.

Ein perfekter Sonnenuntergang?
Der Bus warf uns direkt am Anfang des Wanderweges hoch zum "Storr" ab. Dieser ist zwar ziemlich steil, aber sehr gut begehbar. Auf halber Höhe entschieden wir dann, die Rucksäcke stehen zu lassen, um das letzte Stück so schnell wie möglich nach oben zu kommen, denn der Nebel zog uns verdächtig schnell entgegen und ich wollte unbedingt noch ein gutes Foto machen. Das mit dem Sonnenuntergang klappte am Ende leider nicht ganz, beeindruckend war es dennoch dort oben. Mit dem Nebel wurde es nun auch ganz schön kalt, also: schnell wieder runter zu den Rucksäcken und Zelte aufbauen. Bei dem starken Wind, der nun auch noch dazukam, gar nicht so einfach. Nach dem Essen wurde es draußen zunehmend ungemütlich und so ging es mal etwas zeitiger ins Zelt als sonst. Schon beim Frühstück kamen am nächsten Morgen die ersten Besucher an uns vorbei, manche erfreut, manche etwas verwundert. Die indische Reisegruppe hatte wohl nicht damit gerechnet, dass man hier oben auch schlafen kann.

Wo ist denn nur der richtige Weg?
Wir stiegen wieder ab und vom Parkplatz aus sollte nun die letzte Tagestour unseres Trips auf der Isle of Skye starten. Zunächst kam aber erst mal ein Fahrradrennen an uns vorbei, welches später noch sehr nützlich für uns sein sollte. Obwohl wir uns am Vortag in der Touri-Info eine recht ausführliche Wegbeschreibung ausgedruckt hatten, gestaltete es sich schon mal schwierig, den Anfang des "Wanderweges" zurück nach Portree zu finden. Dieser startet nämlich etwa einen Kilometer die Straße zurück Richtung Portree und biegt dann nach links ab. Zunächst liefen wir auf einer Straße ein ganzes Stück, bis diese in einer kleinen Häusergruppe endete. Dort bogen wir rechts ab und liefen dann in der Theorie die ganze Zeit an der Steilküste entlang bis nach Portree. Leider aber nur in der Theorie, denn auch auf dieser Strecke befand sich kein einziger Wegweiser. Der Pfad, den wir wählten, hätte im Prinzip schon der Richtige sein können; möglich aber auch, dass hier vor ein paar Tagen einfach mal eine Schafherde lang gerannt war und uns einen neuen Pfad getrampelt hatte. Wie dem auch sei: Wir liefen einfach mal drauf los, die Richtung kannten wir ja. Leider führte uns der vermeintlich richtige Pfad aber immer weiter von der Steilküste weg und irgendwann standen wir inmitten eines Hochmoors.
Unsere Schuhe waren schon seit einer Weile völlig durchgeweicht. Wir entschieden uns, nach der nächsten Hügelkuppe querfeldein bis zur Steilküste hoch zu laufen, in der Hoffnung, dort vielleicht den richtigen Pfad wiederzufinden. Und siehe da: Da war sogar einer. Und scheinbar waren darauf auch schon andere Menschen gewandert. Erstmal Mittag machen und dann weiter auf dem richtigen Weg nach Portree. Von hier an wurde die Wanderung nun richtig schön, der Wiesenweg ließ sich tausendmal angenehmer laufen als das Moor vom Anfang und auch landschaftlich bekamen wir hier einiges geboten. Einziges Problem war, dass man vor jeder Kuppe aufs Neue dachte, dahinter gleich Portree erblicken zu können, aber dennoch jedes Mal enttäuscht wurde. Zieht sich doch wieder ganz schön, der Weg …

Ein ungewöhnliches Ende
Irgendwann schafften wir es dann aber doch und unser nächstes Ziel war der Zeltplatz oberhalb von Portree, an dem wir fragen wollten, ob wir vielleicht kurz duschen könnten. Das kam die letzten 4 Tage leider ein wenig zu kurz. Unterwegs trafen wir noch zwei Jungs, auch aus Deutschland, die uns netterweise den Weg zum Zeltplatz zeigen konnten, wenn auch nicht ganz legal, denn wir mussten über einige Koppelzäune klettern. Der Besitzer des Campingplatzes musste uns leider enttäuschen, da in der Vergangenheit wohl schon zu viele Wanderer auf die gleiche Idee gekommen waren. Trotzdem wollte er uns gern weiterhelfen und empfahl uns, bei der öffentlichen Schwimmhalle der Stadt nachzufragen. Gesagt, getan, und so standen wir nach einer gefühlten Ewigkeit auf der Straße nach Portree irgendwann vor der Schwimmhalle und trafen dort die Radfahrer wieder, von denen gerade die letzten langsam eintrudelten. Das Schwimmbad befand sich auf dem Komplex der örtlichen High School, an der Rezeption wurde uns aber mitgeteilt, dass wir leider eine halbe Stunde zu spät angekommen wären und eigentlich schon geschlossen war. Die nette Frau fand dann aber doch noch zwei Umkleiden, die wegen des Radrennens noch nicht gereinigt wurden und so bekamen wir für 2 £ doch noch unsere wohlverdiente Dusche. Als wir gerade gehen wollten, kam uns dann eine Mitarbeiterin des Radrennens entgegen und fragte uns, ob wir nicht die restlichen Nudeln und den übrig gebliebenen Kuchen haben wollten, einfach so geschenkt. Darum ließen wir uns natürlich nicht zweimal bitten! Besser hätte unsere Zeit auf Skye also wirklich nicht enden können …

Fazit
Die 5 Tage auf der Isle of Skye waren mit Abstand die schönsten des ganzen Urlaubs. Die Tour von Sligachan nach Elgol können wir alle nur empfehlen, denn so viel Abwechslung in zwei Tagen muss man woanders erst einmal finden. Old Man of Storr gehört einfach zu den Klassikern dieser Insel und ist ebenso einen Besuch wert. 

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