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Teaserbild: Thailand und Kambodscha 2016

Thailand und Kambodscha 2016

Thailand und Kambodscha 2016

Von Berlin geht es über Moskau (Russland) nach Bangkok (Thailand). Wir haben etwas über 40 Tage Reisezeit. Nach wenigen Tagen in der Hauptstadt zieht es uns in die Andamanensee nach Kho Phi Phi und anschließend nach Kho Lanta. Danach wechseln wir in den Golf von Thailand, feiern auf Kho Pangan den FullMoon und tauchen in Kho Tao. Mit dem Bus fahren wir über die Grenze nach Siem Reap (Kambodscha) und besuchen die Tempel von Ankor. Wir bestaunen in Kratie nahe Laos die letzten Mekong-Delfine. In der kambochanischen Hauptstadt Phnom Penh sehen wir die Killingfields. Danach besuchen wir eine Hochzeit in Siem Reap und verbringen die letzten 10 Tage auf Kho Chang (Thailand) bis wir von Bangkok über Moskau (Russland) zurück nach Berlin reisen.

Warum Thailand

Dafür gibt es verschiedene Gründe… Generell machen wir beide jedes Jahr eine längere Rucksackreise, dieses Mal war das Budget knapper und die Flüge nach Südostasien kosten zum Teil die Hälfte im Vergleich zu Südamerika. Weiter kannte meine Freundin diese Ecke der Welt noch nicht, ich war bereits zweimal in Thailand und konnte den Reiseführer spielen. Neben Thailand erkundeten wir auch Kambodscha, was anfangs nicht geplant war, jedoch musste ich einen „Visa Run“ machen, dazu später mehr.

Kho Phi PhiKho Pangan FullmoonpartySieam Reap Ankor Wat

Was Sie schon immer über diese TOUR wissen wollten…

Bangkok erschlägt einen
In Bangkok angekommen, geht es mit dem Skytrain vom Flughafen bis zur Endhaltestelle Phaya Thai, danach mit einem Taxi in die Khaosan Road. Ein absolutes Touristenviertel, jedoch fehlt uns nach dem langen Flug die Lust auf Hotelsuche, von Deutschland aus hatten wir nichts gebucht.
Bangkok selbst erschlägt einen, wenn man das erste Mal dort ist. Riesengroß, überall Menschen, Skyroads und Skytrains zwischen den Skyscrapern. Das mischt sich mit unzähligen kleinen und großen Tempelanlagen sowie Parks und Straßenständen an jeder Ecke, die Nacht ist von gigantischen Reklametafeln erhellt. Dazu kommen Lärm und Smog.

Nach 5 Jahren ändert sich die Insel gewaltig
Von Bangkok aus nehmen wir einen Bus nach Krabi und die Fähre weiter nach Kho Phi Phi (in der Andamanensee südlich von Phuket), zwei kleine Inseln in einem Marine Nationalpark mit dem berühmten ‚The Beach‘ Strand. Ich war bereits 2011 dort und wollte es meiner Freundin präsentieren. Die 5 Jahre hatten sich jedoch deutlich auf die kleinen Inseln ausgewirkt. Die bewohnte der beiden war mit Hotelanlagen zugebaut, im Wasser schwamm Benzinschlacke der nächtlichen Feuershows, überall Touristen in Partyekstase, also mehr Ballermann als Naturparadies.

Haben Affen Angst vor Uniform?
Nach einer Inselwanderung durch die letzten Flecken Grünes und einem Tauch- und Schnorchelausflug mit Haisichtung ziehen wir weiter nach Kho Lanta, einer Insel weiter südlich in der Andamanensee. Kho Lanta ist schon lange touristisch erschlossen, sodass es dort kontrollierter und nachhaltiger zugeht. Unser Ziel ist der Südzipfel der Insel, dort beginnt ein weiterer Nationalpark, welcher sogar einen kleinen Campingplatz besitzt. Das mit dem wilden Zelten ist doch nicht so einfach, ein Großteil thailändischer Strände ist in Privatbesitz. Statt der Taxifahrt (500 Bath pro Person pro Strecke) leihen wir uns einen Motorroller für 3 Tage ( 250 Bath pro Tag) aus, schnallen beide Rucksäcke an den Roller und düsen los.
Die Straßen gehen auf und ab, in engen Kurven rasen uns Pickuptaxis entgegen, Affen springen wild auf der Straße herum. Wenn man zu langsam fährt, springen sie auch mal auf den Roller… Auch der Linksverkehr braucht etwas Eingewöhnungszeit.
Der Nationalpark ist ein Traum, kaum Menschen, einige Parkwächter und viel Natur. Wir schlagen das Zelt auf (30 Bath pro Tag) und gehen zum Sonnenuntergang an den Strand. Als wir zurück zum Lager kommen, haben die Affen bereits das Ultra-Leicht-Zelt zerlegt und sich an meiner Reiseapotheke vergriffen, eine Luftmatratze ist auch zerbissen… Ein Parkranger kommt zu uns, überblickt das Chaos und drückt uns ein robustes Riesenzelt samt Schlafequipment in den Arm. Dazu erklärt er mit Händen, Füßen und in gebrochenem Englisch, dass die Affen Angst vor seiner Uniform und somit dem gleichfarbigen Zelt hätten, also kein weiteres Affentheater?

Leider nicht gleich das gebuchte Hotel
Wir genießen das Campen und erkunden ab dem 2. Tag die restliche Insel mit dem Roller. Nächster Stopp Kho Pangan (im Golf von Thailand, nördlich von Kho Samui), wir wollen zur berühmten Full-Moon-Party! Wir reisen mit Bus und Fähre. Zur Enttäuschung muss ich feststellen, dass www.Hostelworld.com unser Hotel trotz Vorabbezahlung und Buchungsbestätigung nicht organisiert hat, Beschwerden werden dreist geblockt, in Deutschland setzt sich Paypal für mich ein und erstattet mir den Betrag.
Wir finden schließlich noch ein Doppelzimmer in Strandnähe (800 Bath pro Tag zur Fullmoonzeit, ein Schnäppchen!).

Toller Fund
Die Full-Moon-Party ist unglaublich gut. Die Insel selbst ist auch sehr schön, mit dem Motorroller wird alles erkundet. Eine Tour zum Ang Thong Nationalpark gönnen wir uns ebenfalls, absolut empfehlenswert! Beim Schnorcheln fische ich eine vollständige Schnorchelausrüstung vom Meeresboden, wir nutzen sie noch oft auf der weiteren Reise. Täglich gibts Kokosmilch zu trinken und auf dem einheimischen Markt nahe des Hafens die besten traditionellen Speisen.

Ang Thong Nationalpark mit Blue LaguneBangkok KhaosanroadKho Chang TauchenKratie DelfinKho Lanta BeachKho Lanta NationalparkKho phi Phi ViewpointSieam Reap Ankor WatSiem Reap Hochzeit

Tauch- und Schnorchelparadies
Danach fahren wir mit der Fähre weiter nach Kho Tao (nördlich von Kho Pangan), die Taucherinsel schlechthin. 2011 hatte ich für 200 Euro bereits einen Tauchschein gemacht (3 Tage Hotel und Frühstück inklusive). Auf der Insel mache ich meinen Advanced Open Water Aufbaukurs, die Preise sind etwas gestiegen zu 2011 und dennoch weltweit unschlagbar! Das Wetter hat sich seit der Ankunft auf der Insel etwas gewandelt, Wolken und Regen beherrschen die ersten Tage. Den Tauchgängen steht dies nicht im Weg, meine Freundin macht währenddessen mit unserer neuen Schnorchelausrüstung jede Bucht unsicher. Abends testen wir einen Massagesalon nach dem anderen (5 bis 10 € pro Massagestunde!).
Am letzten Tag besuchen wir die MangoBay, traumhaft zum Schnorcheln, ich habe mir mittlerweile eine Schwimmbrille geholt und übe mich im Apnoetauchen. Nun gehts nach Kambodscha.

Eine abenteuerliche Fahrt nach Kambodscha
Den Loose Reisefüher finde ich in einem Secondhandshop, ein Reisebüro bietet uns eine Tour direkt nach Siem Reap an. Mit der Fähre fahren wir bis Chumpon, mit dem Bus weiter nach Bangkok, bis dahin alles super. In Bangkok werden wir an einem Mc Donalds rausgelassen und weiter geht’s im Mini-Van. Ab da wird die Weiterfahrt eigenartig. Pausen gibt’s an sämtlichen abgelegenen Restaurants, schließlich werden wir in einem Lokal wenige Kilometer vor der Grenze abgeladen.
Dort müssen wir das Visa beantragen, sonst geht es nicht weiter, natürlich mit teurer Servicegebühr… Wir beginnen mit anderen Reisenden zusammen eine Diskussion und erhalten das Visa schließlich für 38 $ (offiziel 35 $), danach werden wir mit einem TukTuk zur Grenze gescheucht, man will nicht, dass wir die anderen Reisenden anstecken… An der Grenze läuft alles reibungslos (auch hier hätte man das VISA beantragen können), kaum sind wir in Kambodscha, sammelt uns die ‚Agentur‘ wieder ein und ein Kleinbus bring uns bis zum Vorort von Siem Reap.
Dort versucht man, uns überteuerte TukTuks anzudrehen! Wir lehnen ab und finden ein normales TukTuk wenige Straßen weiter. Am späten Abend treffen wir im Hostel einige Touristen von der Überfahrt wieder. Sie waren weniger standhaft und erzählen uns von ihren Abzockerlebnissen… (Geldabheben und in besonderen Wechselstuben tauschen, „in Kambodcha gäbe es keine ATMs“…)

TukTuk-Mafia
Siem Reap ist direkt am Ankor Tempel und völlig überfüllt mit Touristen. Es ist wie in der Khaosan Road (Bangkok), nur noch mehr Müll. Eine lokale TukTukMafia hat ein Gesetzt erwirkt, was das Verleihen von Motorrädern verbietet. Also mieten wir uns E-Bikes und erkunden die Tempel. Die Anlage ist unbegreiflich groß und wunderschön. Außerhalb der Stadt und fernab der Ländergrenze gibt es keine Mafia mehr und man kommt eher mit der großherzigen Bevölkerung des Landes in Kontakt.

Als nächstes fahren wir weiter nach Kratie, einem kleinen Dorf am Mekong nahe Laos, dort gibt es einige der letzten Mekong Delfine. Eine lokale Organisation kümmert sich um den Schutz der Tiere und finanziert sich über Ökotourismus. So wurden die ansässigen Fischer überzeugt, Touristen über den Mekong zu bringen, statt die Delfine zu fangen. Mit einem Motorroller erkunden wir die weitere Umgebung. Weiter geht es in die Hauptstadt Phnom Penh, ein Mini-Van voller Einheimischer bringt uns übers Land, meine Freundin wird für eine Thai gehalten und mit Heuschrecken gefüttert. Sie greift dankend zu, ich brauchte etwas mehr Überwindung.
Auf dem Weg bewundern wir eine Teilsonnenfinsternis, allerdings sind wir beide die einzigen, die dem Naturschauspiel überhaupt Beachtung schenken. In der Hauptstadt ist man weniger auf Backpacker eingestellt, wir nehmen uns ein günstiges Hotel im Zentrum und besuchen eine KZ-Gedenkstätte, die an den Völkermord der roten Khmer und Pol Pot (vor gerademal 30 Jahren) erinnert.

Und plötzlich mit Badehose bei einer Hochzeit
Danach fahren wir zurück nach Siem Reap, wir wurden für den Folgeabend von einem einheimischen Kellner zur Hochzeit seiner Nichte eingeladen. Völlig überfordert suchen wir nach vertretbarer Kleidung, Badehose und Regenjacke wären unpassend. Kaum zurück in der Stadt, treffen wir den Kellner auf seinem Motorroller. Er erklärt uns, wir sollen mitkommen, schon sitzen wir zu dritt auf seinem Roller und finden uns wenig später auf der Heiratszeremonie seiner Nichte wieder… ich natürlich in Badehose, die restlichen Gäste in Anzug und Festkleid. Wir sind die einzigen Touristen und werden sofort bewirtet. Essen und Trinken wird gereicht, alles aufs Haus … Wir können die Situation nicht begreifen.
Am Folgetag holt uns ein Mini-Van vom Hotel ab und bringt uns zu einer großen Festhalle am Stadtrand. Gut 200 Gäste sind gekommen, wir sind wieder die einzigen Touristen. Es wird ausgelassen gefeiert. Die Menge tanzt, im Kreis laufend, Polka und bewegt dazu Hände und Kopf in indischen Rhythmen. Ich kann es nicht beschreiben, es macht riesen Spaß!

Der Rückweg nach Thailand
Zurück nach Tahiland und auf nach Kho Chang. Wir passieren wieder die Grenze und kommen unvermeidbar erneut mit der Grenzmafia in Kontakt, sie scheint alle Verkehrswege zu kontrollieren. Allerdings erkennt man uns wieder und will einen weiteren Aufstand vermeiden. Wir werden schnell weitergeleitet und ohne längere Zwischenstopps nach Kho Chang gefahren. Auf der Insel im Osten des Golfs von Thailand (nahe der Grenze zu Kambodscha) suchen wir uns einen Strandbungalow ganz am Südzipfel. Die letzten 10 Tage wollen wir nur noch entspannen und am Strand liegen… so zumindest der Plan.

Natürlich wird mit einem Roller die Insel erkundet, über das Internet suchen wir eine tierfreundliche Elefantenfarm (Ban Kwan Chang Elephant Camp), bereuen wenig später jedoch unseren Ritt. Wir müssen mit ansehen, wie die Elefanten mit Metallhaken blutig geschlagen werden. Später machen wir eine Paddeltour zu einem versteckten Strand mit Kokoshain. Im Inselzentrum finden wir eine verlassene Junglelogde. Die dem Alkohol verfallene Besitzerin macht uns einen Bungalow wohntauglich und so verbringen wir zwei Nächte im Regenwald. Außer uns ist niemand in der Jungle Way Anlage abseits der Straßen. Abschließend machen wir eine ¨Five Islands¨ Schnorcheltour. Zurück nach Bangkok verfallen wir in Shoppingekstase, sämtliche Lücken der Rucksäcke werden gefüllt. Wir decken uns mit allerlei Gewürzen ein, erkunden Chinatown, besuchen Madame Tussauds, mit dem Taxiboot queren wir den Fluss und ziehen mit dem Skytrain weiter. Die Nacht wird zum Tag…wir müssen noch packen! Dann geht es zurück nach Deutschland.

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