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Teaserbild: Frühlingstour auf der Aare

Frühlingstour auf der Aare

Frühlingstour auf der Aare

Mit dem Auto ging es nach Thun, das ist dort, wo die Berner Alpen beginnen. Unterhalb der Eisenbahnbrücke setzten wir an der dafür vorgesehenen Stelle unseren Ally Expedition 18 DR in die Aare ein. Auf dem zunächst kanalisierten Fluss ging es zügig einige Kilometer Richtung Bern. Die erste Nacht biwakierten wir an einem Aussichtsplatz hinter einer Bank, am nächsten Tag ging es durch die Bundeshauptstadt Bern und durch ein längeres, unverbautes Flussgebiet. Eine Nacht schliefen wir nach Bern im Zelt direkt am Wasser, der nächste Tag brachte uns in die Nähe des Bieler Sees, wo wir am zuführenden Kanal wieder wild im Zelt übernachteten. Am letzten Tag paddelten wir in den Bieler See und nach Biel. Von dort holten wir per Zug das Auto nach, abends ging es dann wieder nach Hause.

Warum die AARE

Wohnhaft in Süddeutschland suchten wir einen Fluss, auf dem wir unseren geliehenen Faltkanadier auf Herz und Nieren – ähh – Haut und Gerippe prüfen konnten. Der Fluss durfte nicht zu flach sein, denn wir wollten die Bootshaut des Faltkanadiers auf keinen Fall beschädigen. Außerdem sollte der Fluss nicht zu langsam fließen, so dass unsere ungeübte Armmuskulatur geschont würde. Im Internet wurden wir fündig: Die Aare sollte es sein. Ein Schweizer Fluss, tief genug, Wildwasser I-II, ein Flussführer war online ebenfalls verfügbar. Die Entscheidung war dann schnell getroffen. Wir fuhren 4 Tage in schöner Landschaft und hatten durch einige Wehre auch etwas sportliche Abwechslung. Die Hauptstadt Bern zeigte sich vom Wasser her aus bisher ungekannter Perspektive und wir hatten größten Spaß mit den „munteren Schwallstrecken“.

BiwackAm Wehr<br /> Einfahrt nach Bern

Was Sie schon immer über die AARE wissen wollten…

Ist die Aare ein schöner Wanderfluss?
Wie viele Flüsse in Mitteleuropa ist die Aare reguliert. Über längere Strecken ist sie kanalisiert, nach Bern sind einige Strecken noch recht ursprünglich belassen und sehr schön. Das letzte Stück vor dem Bieler See ist vollständig kanalisiert und rentiert sich landschaftlich nicht sonderlich, da aber starke Strömung besteht, ist dieser Abschnitt recht schnell zurückgelegt. Vor Bern führt teilweise die Autobahn am Fluss entlang, dadurch ist es etwas lärmig, aber dies ist nicht wirklich unangenehm. In Bern selbst muss man 1x in der Aareschleife an einem Wehr umsetzen, die teilweise mittelalterliche Kulisse empfanden wir als einen der Höhepunkte der Tour. Am Wehr selbst gibt es ein sehr schönes Café, wir konnten damals dort keinen Kaffee trinken, da es völlig überfüllt war, die Zeit dort sollte man jedoch genießen wenn es möglich ist.
Die meisten Wehre sind relativ einfach zu umtragen, ein Bootswagen ist für die doch eher längeren Strecken recht dienlich. Der Bieler See ist teilweise sehr flach, man kann manchmal 300m vom Ufer noch stehen und mit dem angrenzenden Jura-Höhenzug-Panorama ein sehr netter Abschluss der Tour. Insgesamt hat uns die Aare sehr gefallen, wir werden sie sicher wieder herunterfahren.

Wo kann ich übernachten?
Entlang des Flusses gibt es eine Vielzahl an kleinen Plätzchen, die man zum Nächtigen nutzen kann. Menschliche Spuren sind meist zu entdecken. Campingplätze sind in großen Abständen vorhanden, jedoch eher rar. Auf dem Abschnitt zwischen Thun und Bern ist der Großteil des Flussverlaufes Naturschutzgebiet, so dass das Zelten tabu ist. Wir mussten trotzdem aus Zeitgründen in diesem Gebiet übernachten und haben dies an einem Aussichts-/Angler-/Liebespärchenplatz getan, wo wir es für uns vertreten konnten. Wir haben dort sicherheitshalber auch nur biwakiert, man ist ja Gast im Land. Besser ist es selbstverständlich die vorhandenen Zeltplätze zu nutzen, was bei besserer Zeitplanung sicher gut möglich ist. In den im Internet verfügbaren Flussführern werden auch alternative Übernachtungsmöglichkeiten (Marinas usw.) genannt.

Einkaufen
Auf Grund der vielen Ortschaften entlang des Flusses, ist es kein Problem sich etwas zu Essen und zu Trinken zu besorgen. Auch verläuft der Fluss geradewegs durch Bern. Achtung bei Schweizer Feiertagen, diese sind nicht unbedingt deckungsgleich mit den Deutschen. Bei den Frühlingstemperaturen war die Aare nur 7°C warm, so dass auch leicht verderbliches Essen schön gekühlt mitgeführt werden konnte. So war uns frisches Grillfleisch auch am Abend sicher. Eine Grillstelle war schnell gefunden, die Schweizer sind bekanntlich ein sehr grillfreudiges Volk.

Idyllisches PlätzchenUmtragen an einem der zahlreichen WehreAbendstimmung an der Aare<br />

Wie komme ich an Trinkwasser?
Das Aare-Wasser schien optisch zwar sauber, dennoch ziehe ich gesäubertes Wasser vor, um nicht Montezumas Rache zu erfahren. Unseren 10–Liter–Kanister durften wir an einer Sportanlage auffüllen. Wir haben einfach den Tennisanlagenwart gefragt. Der fand es übrigens super, schon im April die Aare zu befahren.

Campingplätze
An einigen wenigen Campingplätzen sind wir vorbeigefahren, ohne von ihnen Gebrauch zu machen. Zeitlich fuhren wir sie einfach nicht passend an und zogen so das „wilde Zelten“ an einem der vielen Plätzen vor. Empfehlenswert ist der Badeplatz und die riesige Wiese des „Camping Eichholz“. Der Platz ist von Mitte April bis Ende September jeweils von 07.00 – 22.00h geöffnet. Außerhalb der Badesaison ist der Platz zur Erholung und zum freien Sportbetrieb geöffnet. Weitere Campingplätze sind: „TCS-Camping Kappelenbrücke“ zwischen Bern und Wohlen am Ufer des Wohlensees und der „Camping Sutz“ beim gleichnamigen Dorf am Ostufer des Bielersees.

Und, taugen die Ally´s für die Aare ?
Ja, sie haben sich bewährt, mittlerweile haben wir einen Ally Tour 16,5 DR gekauft und sind immer noch sehr zufrieden mit dem Boot. Durch das geringe Gewicht lässt sich das aufgebaute Boot von einer kräftigen Person über weitere Strecken gut tragen. Okay, ein Rucksack mit dem gleichen Gewicht ist deutlich weniger Windanfällig und auch angenehmer zu tragen. Wir haben mittlerweile einen Bootswagen angeschafft, mit dem hätten wir uns einiges Gerenne an den Wehren gespart.

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