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Teaserbild: Hier hat der Himmel mehr und klarere Sterne

Hier hat der Himmel mehr und klarere Sterne

Hier hat der Himmel mehr und klarere SterneWir sind Anfang November in der Touristenhochburg Agadir gelandet und verbrachten dort noch einen Tag, was nicht lohnenswert ist. Danach ging es weiter über die alte Silberstadt Tiznit nach Sidi Ifni. Auf dem Weg haben wir in einem verschlafenen Dorf an der Küste für eine Woche halt gemacht. Danach ging´s nach Marrakech und von dort aus in Richtung Sahara, algerische Grenze. Mit Zwischenstops in Quarzazate und Zagora sind wir dann per Pick-Up und Kamel 50–60km in die Sahara vorgedrungen – bis dahin, wo nichts mehr ist, ausser Sand. Dann fuhren wir ohne Zwischenstop zurück zum Meer , um dort noch zwei Tage zu verbringen.

Warum Marokko

Wir wollten ein islamisches/ orientalisches Land kennenlernen, um ein bisschen mehr Einsicht in diese Religion zu bekommen und um die Städte zu erleben, die man sonst nur aus den Märchen von „1001 Nacht“ kennt: Städte, in denen auf den Basaren orientalische Musik erklingt, es überall nach den verschiedensten Kräutern riecht und der Muezzin Allah preist. Da in Marokko der sogenannte Liberale Islam praktiziert wird, war es relativ einfach zu reisen und mit den Landsleuten in Kontakt zu treten. Außerdem hat uns die Idee fasziniert, in die Wüste zu fahren: Die absolute Stille erleben und Sanddünen bis zum Horizont sehen!

Die Esel, die man an den wenigen Wasserstellen in der Wüste trifft, sind dort sich selbst überlassenEine der typische Kasbahs, die teilweise bis heute als Getreidespeicher genutzt werdenTraumhafte Farben und Stimmungen zum Sonnenuntergang in der Wüste

Was Sie schon immer über Marokko wissen wollten…

Wie verhalte ich mich in einem Islamischen Land?
Am wichtigsten ist es, sich ein bisschen mit der Religion auseinanderzusetzen, bevor man das Land bereist. Man sollte daran denken, dass man vor allem als Frau stets mit langen Hosen oder Röcken und Shirts bekleidet ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einem dann der meiste Respekt entgegen gebracht wird. Männer sollten auch lange Hosen tragen, da man mit kurzen oft zum Gespött der Einheimischen wird. T-Shirts sind bei Männern kein Problem. Als Junge schaut man niemals Frauen direkt an – das gilt als unhöflich. Man sollte nie ungefragt Leute fotografieren – überhaupt ist fotografieren oft nicht erwünscht. Als Frau kann man durchaus alleine reisen, sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass man selten respektiert wird (auch zwei oder drei Frauen).Vor allem auf dem Land stößt man oft auf großes Unverständnis. Am besten ist es, mit einem Mann zu reisen. Man sollte sich unbedingt informieren, ob der Ramadan (einmonatige Fastenzeit) in die Reisezeit fällt. In dieser Zeit muss man zwar nicht, wie die Marokkaner, bis Sonnenuntergang auf jegliche Nahrung und Flüssigkeit verzichten, jedoch ist es sehr unhöflich, in der Öffentlichkeit anderen etwas vorzuessen. Besser ist es dann, sich ein stilles Plätzchen zum Picknicken zu suchen.

Ist Marokko gefährlich?
Ich würde sagen – nein. Jedoch behaupten die Marokkaner selbst, der Norden des Landes und Casablanca seien gefährlich. Im Norden liegt das angeblich hauptsächlich am Rauschgifthandel. Der Süden des Landes und vor allem kleinere, nicht touristisch erschlossene Orte sind sehr angenehm. Dort ist es sogar seltener, dass die Händler -wie sonst üblichihre Waren mit aller Überredungskunst an die Frau/den Mann bringen wollen. Auf Basaren ist immer Vorsicht vor Taschendieben geboten. Und vor allem rate ich zu absoluter Vorsicht vor den Leuten, die überall „Haschisch“ anbieten. Diese Leute arbeiten meist mit der Polizei zusammen und haben es gerade auf europäische Touristen abgesehen, um dann ein fettes „Backschisch“ (Schmiergeld) zu kassieren.

Das Minarett dieser Moschee in Marakech stand Modell für La Giralda in SevillaDie Esel, die man an den wenigen Wasserstellen in der Wüste trifft, sind dort sich selbst überlassenEine der typische Kasbahs, die teilweise bis heute als Getreidespeicher genutzt werden

Wie ist der Kontakt zu Einheimischen?
Ich war begeistert wie gastfreundlich und bemüht die Marokkaner gegenüber Fremden sind. Der Kontakt entsteht natürlich eher in Dörfern als in Städten. Die Leute wollen wissen, woher man kommt und warum man Marokko besucht. Wir sind eine Woche lang jeden Abend zum Essen eingeladen worden – bei drei verschieden Familien. Das ermöglichte uns viele Einblicke ins familiäre Leben unserer Gastgeber.

Wie ist die Wüste?
Großartig. Das Faszinierende ist, dass es nachts absolut still ist und man das anfangs gar nicht wahrnehmen kann: Man hat immer ein Rauschen im Ohr, da man noch nie eine solche Stille erlebt hat. Erst am zweiten Tag haben sich die Sinnesorgane umgestellt. Dadurch, dass im Umkreis von vielen Kilometern kein Licht ist, kommt es einem vor, als gäbe es doppelt so viele und klarere Sterne. Die Wüste hat auch viele Gesichter: Von klassischen Sanddünen und Oasen bis hin zu Geröllbergen, die eher an Mondlandschaften erinnern.

Was gibt’s zu essen?
Das absolute Landesgericht ist die Tajine. Das ist ein Tontopf, in dem man alles kombinieren kann. Meist gibt es Schafoder Rindfleisch mit etlichen Sorten Gemüse, frischen Kräutern und Zwiebeln. Das Ganze wird dann überm Feuer 1-2h geschmort. Couscous ist ein weiteres Nationalgericht, das man unbedingt mal probieren sollte. In der Zeit des Ramadan, gibt es 5Uhr morgens eine besonders nahrhafte und leckere Suppe mit Erbsen, Linsen , Ei und vielem mehr. Ganz wichtig und auch sehr empfehlenswert ist der typisch marokkanisch zubereitete Tee. Das ist Grüntee im Dritten Aufguss mit frischer Minze und einer gehörigen Portion Zucker.

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