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Teaserbild: Was man hat, das hat man!

Was man hat, das hat man!

Was man hat, das hat man!Frühjahr 1999: Mit dem Rad durch Zimbabwe, Malawi und Sambia. In Zimbabwe gestartet durch Mosambik auf einem Pickup. Dann zum Malawiseebackpacker’s paradise! Ein klarer, riesiger See zwischen grünen Bergen, Sandstrand, warmes Wetter. Hier tauchten wir zwischen 1000 bunten Fischen, paddelten mit modernen Kajaks und versuchten uns im Einbaumfahren. Nach der Grenze zu Sambia begegneten wir im South Luangwa NP der Tierwelt Afrikas und entdeckten die überwältigenden Victoria Falls. Danach schloss sich unsere Runde in Harare nach 9 Wochen und 3300km per Rad.

Warum Malawi

Wir entschieden uns für die Tour, weil wir sehen wollten, ob das Wasser auf der südlichen Halbkugel wirklich andersrum in den Abfluss läuft. Außerdem zog es uns nach dem Zivi–Einerlei in die Wärme. Wir wollten Radfahren durch wilde Savanne, wollten große Tiere sehen und natürlich die 1,5km breiten Victoria Wasserfälle. Und schließlich reizte uns der Malawisee, aus dem immerhin 95% aller Aquarienfische stammen sollen.

Paddeln auf dem MalawiseeEin ungewöhnlicher Sonnenschirm.Drahteselreiter

Was Sie schon immer über Malawi wissen wollten…



Keine Angst vor wilden Tieren ?!

Als Radfahrer bewegten wir uns entlang der Straßen und Pisten, also in überwiegend besiedeltem Gebiet. Wir haben meist wild gezeltet und hatten nie Probleme mit Tieren, auch nicht in abgelegeneren Gegenden. Außerhalb der Nationalparks haben wir während unserer zweimonatigen Reise kein wildes Tier gesehen, keine Löwen, keine Schlangen im Gras. Ausnahmen bildeten ein einsames Zebra sowie der Schatten eines Wildschweins, das durch das Unterholz huschte. Weniger wild sind die leuchtend grünen Kameleons, die gelegentlich die Straße kreuzten. Wenn wir die possierlichen Tiere nicht übersahen und anhielten, suchten sie den Schatten unserer Räder, kletterten sogar darauf herum und färbten sich dann schwarz. Auf Haustiere trafen wir indes häufig. Von Hunden geht keine Gefahr aus. Sie sind meist jämmerlich und ängstlich.

Gänzlich anders sieht es innerhalb der National Parks aus. Vor allem im South Luangwa NP/ Sambia fühlten wir uns beinahe wie im ZOO. Kaum hatten wir das Eingangstor passiert, erblickten wir elegante Giraffen, Zebras und Antilopen begegneten uns ohne Scheu, Löwen dösten direkt auf dem Weg, Elefanten, Gnus, Büffel, … ; das volle Programm. Lediglich Leoparden und Nashörner stellen eine Seltenheit dar. Innerhalb der NPs darf man i.d.R. nicht Zelten, nicht Radfahren und nicht ohne Führer die Gegend erkunden. Eine Ausnahme bildet der Hwange NP in Zimbabwe. Dort konnten wir auf der Asphaltstraße bis zum Maincamp mit dem Rad fahren, wo dann auch Zelten möglich ist. Die morgentliche Walkingsafari im Hwange NP (mit Führer) kann ich besonders empfehlen. Dabei kann man schon mal drei verschiedene Tierarten auf ein Foto bekommen. Auf den Zeltplätzen nahe der NPs, ist ebenfalls mit Tieren zu rechnen. Paviane sind allgegenwärtig und werden schnell zur Plage, wiederholt klauten sie unser Essen. Scheinbar träge Flusspferde werden häufig unterschätzt. Auf ihre Kappe gehen die meisten der wenigen tödlichen Unfälle.

Gibt es Fahrradersatzteile zu kaufen?

Die Afrikaner fahren zumeist die indischen Räder (28er Stahlrösser mit Gestängebremsen), z. T. auch heruntergekommene Mountainbikes. Dafür lassen sich auch grundsätzliche Teile auftreiben. Bei teuren Feinheiten wird es sehr schwierig. In Harare/ Zimbabwe fanden wir einen Laden, der alles hatte. Der Laden befindet sich in einem Garten nahe der Straße Richtung Tete/ Mosambik etwa 20 km außerhalb des Stadtzentrums. Unseren Erinnerungen nach ein paar km hinter dem Supermarkt links.

Gute Erfahrungen machten wir mit selbstdichtenden Schläuchen. Nach 3300 pannenfreien km sind sie nun auf ewig in die Reifen geklebt. Flicken hielten auf den Schläuchen jedoch nicht, also trotzdem 2 Ersatzschläuche mitnehmen. Leider gibt es diese Zauberschläuche nach unserem Wissen nicht mehr, stattdessen ist eine Emulsion im Handel erhältlich.

Victoria FallsPaddeln auf dem MalawiseeEin ungewöhnlicher Sonnenschirm.

Wie steht es um die Sicherheit?

Seit wir 1999 in Zimbabwe waren hat sich die politische Situation dort sicherlich verschlechtert. Es wurde wiederholt von Übergriffen auf weiße Farmer berichtet. Auch ist es schwieriger geworden, als Weißer Arbeit zu finden. Viele Europäer haben deshalb das Land verlassen. Der Staat heizt die Stimmung eher an, als das er etwas dagegen tut. Das Auswärtige Amt gibt zwar derzeit keine generelle Reisewarnung für das Land heraus, beschreibt die Lage jedoch als sehr angespannt (siehe Links)! In Sambia und vor allem in Malawi ist die Situation besser. Die üblichen Sicherheitsregeln, wie sie für alle Reiseländer gelten, sollte man stets beherzigen, auch wenn es längere Zeit vollkommen unproblematisch läuft. Das richtige Maß zwischen Offenheit und Vorsicht zu finden, ist nicht immer leicht, vor allem wenn nach der Begrüßung das Thema Geld schnell in den Vordergrund tritt. Die Leute versuchen halt, die seltene Bekanntschaft zu einem der reichen Europäer bestmöglich zu nutzen. Das ist zwar verständlich, aber auf die Dauer auch sehr nervig, für die eigene Sicherheit jedoch keine Bedrohung.

Was bringe ich der Mutti mit?

Da empfehle ich geflochtene Körbe in Form flacher Schalen mit nettem Muster. Zu kaufen gibt es die an einem einsamen Stand an der Piste südlich von Binga/ Karibasee (kurz vor Binga Richtung Osten). Sie sind leicht, sehr preiswert und ansonsten nirgends zu bekommen. Ebenfalls Korbwaren, wenn auch andersartig, sahen wir an der Straße zwischen Chipata und Lusaka nahe der Überquerung des Luangwa Rivers. Dort kauften wir nichts, wollten das Zeug nicht so lange herumfahren. Wir dachten, so etwas könnten wir überall kaufen. Doch da täuschten wir uns, nirgendwo sahen wir solche Sachen wieder. So ging es uns auch manches Mal mit der Besorgung von alltäglicheren Dingen. In Konsequenz solcher Ereignisse setzte sich die Devise „Was man hat, das hat man“ (eben bloß auf Sächsisch) bei uns durch.

Schnitzereien sind derweil besonders typisch für Malawi. Überall wird man bedrängt, sie zu kaufen. Die Sachen sollen aus Ebenholz oder Mahagoni sein und sind mit Schuhcreme poliert. Auch wenn es die Jungs versichern, lebensmittelecht sind die Salatbestecke und Schüsseln wohl nicht.

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