County Cork und Cork City oder „The real capital“

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Reiseberichte Europa Irland Kristina | 8. Januar 2010

County Cork und Cork City oder „The real capital“

Zusammen mit meiner besten Freundin verbrachte ich drei Wochen in der schönen Grafschaft Cork mit gleichnamigen Verwaltungssitz Cork. Von dort aus trampten wir über Kinsale, einem beschaulichen Fischerstädtchen, Clonakilty und Skibbereen nach Bantry. Bantry ist ebenfalls eine beschauliche Küstenstadt, mit vielen kleinen Pubs und Urlaubsfeeling. Bantry hat eine hervorragende Lage um den „Ring of Beara“, zu fahren. Der „Ring of Beara“ ist eine beeindruckende küstennahe, Reiseroute, die noch nicht so sehr mit Touristen überfüllt ist. Von Bantry aus ging es weiter nach Killarney, Tralee und Blarney und erreichten dann schließlich unseren Anfangsort Cork. In Killarney fuhren wir noch ein Stück des bekannten „Ring of Kerry“. Eine wunderschöne Rundtour mit Flüssen, Wasserfällen, Bergen und grünster Vegetation ausgestattet. Für die gesamte Strecke planten wir drei Wochen ein, die wir auch wirklich brauchten. Jede Stadt hat seinen Charme, viele Küsten steile und atemberaubende Klippen und wenn man diese Vielfalt genießen und entdecken möchte, sollte man sich Zeit nehmen.

Warum Irland

Irland hat mich persönlich schon immer fasziniert. Bei einer Fläche von ungefähr 70.000 km², was in etwa der Fläche Bayerns entspricht, gibt es die unterschiedlichsten Vegetationsgebiete, die verschiedensten irischen Akzente, unfassbar viele Pubs, wundervolle Küstenregionen mit steilen Klippen und herzliche Menschen. Zu guter Letzt ist Irland ein Land mit junger Geschichte. Die Aufruhren in Nordirland machten mir jedoch keine Angst, sie weckten viel mehr die Neugier in mir, diese Insel näher kennenzulernen. Die Fülle an Möglichkeiten und Unterschieden machte Irland für mich zu meinem Reiseziel.

„Cork City“der Fluss „Lee“ schneidet die Stadt in 2 Hälften und sorgt für maritimes Flair in der StadtEs gibt so viele Klippen an den Küsten Corks, ein Muss! „Dingle Bay“eine bezaubernde Kleinstadt auf der Halbinsel Dingle

Was Sie schon immer über IRLAND wissen wollten…

Gibt es kulinarische Köstlichkeiten, die man nicht verpassen darf?
Ja und ob! Das „Irish Stew“ ist wohl eines der bekanntesten Nationalgerichte. Es ist ein Eintopf der in vielen Pubs angeboten wird und besteht aus Lammfleisch, Kartoffeln und Zwiebeln. Ich selbst habe es leider nicht probiert, da ich Vegetarierin bin, dafür aber meine Freundin. Sie fand es lecker! Was ich allerdings selbst probiert habe sind „Scones“! Frisch vom Bäcker oder in einem urigen Café mit Butter und Marmelade und etwas Sahne superlecker. Zum Frühstück gibt es wie in England auch „baked beans“, Toastbrot, gebratener Schinken, „black pudding“ etwas Ähnliches wie in Scheiben geschnittene und gebratene Blutwurst und gebratene kleine Würstchen. Ein irisches Produkt hat es mir jedoch ganz besonders angetan. Das sogenannte „Ballymaloe Country Relish“. Das ist eine Art herzhafter Ketchup. Er wird im Süden Irlands hergestellt und besteht aus Tomaten, Zwiebeln und vielen anderen Kräutern! Schmeckt unheimlich gut zum „irish breakfast“.
Ansonsten gibt es in Irland natürlich jede Menge Bier. Hier kann ich auf die „Stouts“ verweisen. „Stouts“ sind dunkelbraune, gehaltvolle Biere mit einer beigen Schaumkrone. Es gibt Sorten wie das allseits bekannte „Guinness“, „Murphy’s“ oder „Beamish“. Mein Favorit ist das „Beamish“, das ist etwas milder im Geschmack. Einfach mal probieren!
Wie bewegt man sich am besten in Irland fort? 
Da ich noch weitere Male in Irland gewesen bin und nicht immer nur trampe, kann ich hier auch einiges berichten! Zuerst: Irland Straßen sind miserabel. Nicht nur, dass es uns Deutschen der Linksverkehr schon schwer genug macht sich selbst mit dem Auto fortzubewegen, es sind die holperigen und mit Schlaglöcher übersäten, engen und stets sich windenden Straßen selbst. Das Auto ist trotzdem eine gute Alternative, denn wenn man die Schönheiten Irlands entdecken möchte, muss man auch an entlegene Orte und Küsten fahren, die oft ohne Auto nur schwer erreichbar sind.
Des Weiteren sei hier das irische Busunternehmen „Bus Éireann“ zu nennen. Die Preise sind in Ordnung, verfügt über ein gut ausgebautes Streckennetz und ist gern auch mal zu früh oder zu spät an der Bushaltestelle! Die Iren nehmen das nicht so mit der Pünktlichkeit. Ein weiteres, jedoch privates Busunternehmen ist „City link“. Die Preise von „City link“ sind total in Ordnung und es werden viele Strecken zwischen den größten Städten angeboten.
Irland besitzt auch eine nationale Bahn, die „irish trail“. Jedoch wurde mir von dieser immer wieder abgeraten. Die Preise sind zu teuer und das Streckennetz ist schlecht ausgebaut. Wir haben es jedoch auch gut zu zweit geschafft, drei Wochen lang nur zu trampen. Wir hatten meist ein Schild mit unserem nächsten Reiseziel und wurden immer schnell von den freundlichen Iren mitgenommen.
Wo kann man in Irland eigentlich gut übernachten?
Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten seine Nacht in Irland zu verbringen. Zum einen natürlich in Pubs, wobei es leider eine Sperrstunde um 2 Uhr Nachts gibt. Eine Bleibe muss also her. Alle größeren Städte haben jede Menge Hotels, in denen ich allerdings nicht nächtigte. Sehr praktisch ist, dass Irland übersät ist mit „B&B’s“. Sie bieten dir ein gemütliches Zimmer, meist mit eigenem Badezimmer und ein wundervolles irisches Frühstück! Die Preise für ein „B&B“ liegen im Durchschnitt bei 60 Euro für ein Doppelzimmer. Hostels gibt es in Irland auch sehr viele. Sie sind leider im Sommer in den größeren Städten oft ausgebucht. Ich empfehle eine vorherige Buchung. Campingplätze gibt es natürlich auch. Ich empfehle jedoch dann diese mit einem Campingwagen aufzusuchen, da es in Irland auch mal regnet und zelten im Regen bekanntlich nicht so viel Spaß macht.

Friedhof bei KinsaleDie Friedhöfe in Irland haben fast alle keltische Symbole auf ihren Grabsteinen!„The english market“in der Mitte von Cork City, von leckeren Smoothies, bis hin zu kleinen Pralinen gibt es hier alles!„St Anne’s“eines der Wahrzeichen in Cork City, man kann im Kirchturm sogar die Glocken klingeln lassen!

Wie reist man am besten nach Irland?
Da es sich bei Irland um eine große Insel handelt, sind die Anreisemöglichkeiten leider nicht so groß. Ich habe mich bisher immer in ein Flugzeug gesetzt und bin entweder nach Dublin oder Cork City geflogen. Obwohl Irland nicht groß ist, besitzt es sogar vier Ryanair Flughäfen. Sie befinden sich in Shannon, Cork, Kerry und einen in der Hauptstadt Dublin. Wenn man Irland anders bereisen möchte, bleibt nur noch die Fähre. Die beiden großen Fähren Ab/und Anlegestädte sind Dublin und Rosslare. Diese beiden Städte sind allerdings nur mit England, Wales und Frankreich verbunden, was bedeutet dass, man dort erst einmal hinfahren muss. Aber das sollte kein Problem darstellen, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Man muss ich nur in Irland an den Linksverkehr gewöhnen, der einen ganz schön Angst machen kann als Deutscher. Mit einem aufmerksamen Beifahrer dürfte das Autofahren in Irland jedoch kein Problem sein!
Was hat es mit „Cork CityThe real Capital“ auf sich?
Cork ist die zweitgrößte Stadt Irlands. Cork war 2005 die europäische Kulturhauptstadt, besitzt eine wunderbare mit Pubs übersäte Straße zum ausgehen, zwei schöne Stadtparks, mehrere große Malls und viele zum Kaffe trinken einladende Cafes. Die Einwohner Corks die „Corkonians“, sehen sich selbst zum Rest des Landes als besonders an. Sie sind stolz auf ihre Stadt und man sieht sie sogar oft mit T-Shirts mit dem Logo oder dem Spruch „The People’s Republic of Cork“ umherlaufen. Solch ein T-Shirt ist übrigens ein gutes Mitbringsel, wenn man in Cork ist.
Regnet es in Irland wirklich die ganze Zeit?
Nein, tut es nicht; es „drizzled“! Der Nieselregen wird von den Iren „drizzle“ bezeichnet. Es regnet nicht ständig, jedoch sollte man mit guter Regenkleidung immer auf einen kleinen Schauer gefasst sein. In Irland kann man sogar mehrere Jahreszeiten an einem Tag erleben! Es kann regnen, stürmen und hageln und am gleichen Tag kann die Sonne wunderbar scheinen. Also lieber keinen Ausflug absagen, sondern einfach gute Regenkleidung dabei haben und auf alles vorbereitet sein!
Zu guter letzt: Was bringt man seiner Familie und seinen Freunden am besten als Mitbringsel mit?
Es gibt die verschiedensten Mitbringsel von dem berühmtem „Jamesons“ Whiskey. Ein weiterer Geheimtipp ist ein Glas von dem oben beschriebenen „Ballymaloe Country Relish“. Dies darf nur leider nicht im Handgepäck im Flugzeug mitgenommen werden! Da Irland stark von den Kelten geprägt ist, gibt es sehr schönen mit Schnörkeln versehenen keltischen Schmuck, der sich auch gut zum verschenken eignet. Irland ist berühmt für seine Pubs, mit Bier und traditioneller irischer Musik. Die „irish tinwhistle“, als eines der typischen Instrumente; Sie bietet sich bei Preisen um die 10 Euro als Mitbringsel an. Ich hab mir selbst eine gekauft und finde sie klasse. Und selbstverständlich alles mit Kleeblättern, Schafen und den irischen „Leprechauns“ (Kobold).

Weiterschmökern:


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Short Cuts Irland

Reisezeit: Zwischen Mai und September hat man die größte Chance auf die sonnige Tage.
Anreise: Mit dem Flugzeug nach Dublin, Cork, Kerry oder Shannon oder mit der Fähre von England
Einreise: Da Irland EU-Mitglied ist, reicht der Personalausweis oder der Reisepass.
Geld: Euro ist die offizielle Währung Irlands. In Nordirland hingegen wird mit den englischen Pfund bezahlt.
Sprache: Landeshauptsprache ist Englisch. Gälisch spricht allerdings fast jeder Ire und in manchen Regionen wird zwar unter den Einheimischen nur Gälisch gesprochen, mit Touristen jedoch auch auf Englisch

wwwo beginnen

discoverireland deutschsprachige Website für die erste Orientierung in Irland
buseireann das staatliche, gut ausgebaute, günstige Busunternehmen in Irland
gocampingireland gute Internetseite, um seinen Campingurlaub in Irland zu planen; mit Angel-, Wanderund Kanutourentipps
irishrail website der irischen Eisenbahn; etwas teuer, ist pünktlich, schnell und gemütlicher als die Busse

Irland

Nicht vergessen

gute und warme Regenbekleidung und eine Schutzhülle für den Reiserucksack, damit bei beidem der Inhalt nicht bei plötzlichem Regen aufweicht
ein gutes, wasserdichtes Zelt, damit man morgens nicht in einer Wasserlache aufwacht
Insektenschutzmittel, um sich die Mücken vom Laib zu halten
Fernglas, um die Weiten des Landes näher zu sehen
leichte, gemütliche, vorher schon eingetragene Wanderschuhe
Stirnlampe, praktisch wenn man Nachts keine Hand frei hat
Isomatte oder Luftmatratze, ist einfach gemütlicher und wärmer im Zelt
einen Steckdosenadapter, denn in Irland gibt es andere Normen

Literatur

Gebrauchsanweisung für Irland (Taschenbuch). Sotscheck, R. (2008): spielt mit den Klischees von Irland, interessantes und witziges über Irland
Reiseführer Irland. MARCO POLO: Gut gegliederter Reiseführer mit Insidertipps und ein paar guten Karten zu Orientierung in Städten
Irland Reisehandbuch. Braun, R. (2009): sehr aktuell mit vielen Insiderinfos
Glenkill: Ein Schafskrimi. Swann, L. (2007): außergewöhnlich komischer Krimi, der von einem Schaf aufgeklärt wird
Irland Autoatlas 1:250000 von Ordanance Survey Verlag (2007):  zum Trampen auf Irlands Straßen unumgänglich