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Teaserbild: Island per Rad 2009

Island per Rad 2009

Island per Rad 2009

Unser gesamter Zeitraum waren 27 Tage mit insgesamt 1200 gefahrenen Kilometern. Da wir zunächst noch nicht genau wussten, wie viele Kilometer man pro Tag bei isländischen Straßenverhältnissen schaffen würde, haben wir unsere Tour ohne genauen Routenplan gestartet. Es hat sich schnell gezeigt, dass dies eine gute Entscheidung war, denn besonderes im Landesinneren sind asphaltierte Straßen eher eine Seltenheit. Dagegen trifft man häufig auf steinige, teilweise stark hügelige, mitunter wellige oder auch sandige „Dirtroads“. Schnelles Vorankommen ist also, nicht zuletzt auch durch die Wetterbedingungen mit häufigen Regen und teilweise starkem Wind, eher begrenzt was, aber die Möglichkeit bietet, die atemberaubende Landschaft in all ihren Facetten zu genießen.

Warum Island

Gründe gibt es viele: unsere waren die weitgehend unberührte Natur, die atemberaubend schöne und abwechslungsreiche Landschaft, die extremen Gegensätze (Eis und Feuer direkt beieinander), die Menschenleere und das wilde Campen.

beim Wildzelten kann man die Freiheit genießenNaturschauspiel - heiße Quellentraumhaft-isländische Landschaft

Was Sie schon immer über unsere Tour auf ISLAND wissen wollten…

Unsere Route haben wir also Tag für Tag geplant. Wir möchten sie Euch hier gerne etappenweise (Achtung: keine Tagesangaben) vorstellen, da wir der Meinung sind, dass sie sehr viel Abwechslung bietet, mit dem Rad (mit etwas gutem Willen) gut machbar ist und die Highlights dieses Landes einschließt.
1. Keflavik:

Dies ist die Stadt, in der man mit dem Flugzeug landet. Dort gibt es einen Campingplatz mit dem Namen ‚Alex’, welcher Euch bei Übernachtung die Möglichkeit bietet, Euch mit samt Fahrrad direkt vom Flughafen abzuholen und den Fahrradkarton für den Zeitraum Eurer Reise auf zu bewahren.
2. Reykjavik:
Wir wollten uns zunächst einmal die Hauptstadt anschauen. Die etwa 50 km bis dorthin haben wir über die Ringstraße zurückgelegt. Kurz vor Reykjavik wird diese leider zu einer Art Autobahn. Jedoch gibt es keine andere Möglichkeit, in die Stadt zu gelangen. Also: Augen zu und durch…
3. Pingvellir:
Ort starker Plattentektonik und wunderschöner Naturschauspiele. Der Weg dort hin ist asphaltiert. Jedoch sind wir durch das Landesinnere auf die Snaeffelsness-Halbinsel gefahren und haben erste Steinpisten in einer atemberaubender Berglandschaft erlebt.
4. Snaeffelsness:
Sehr schöne Halbinsel mit Fjorden und Lavalandschaft. Es gibt gut asphaltierte Straßen und ein Abstecher in das Fischerdorf Stykkisholmur lohnt sich. Von dort aus gibt es eine Fährverbindung zu den Westfjorden. Aus Zeitund Wettergründen haben wir diese nicht genutzt.

‚Dirtroad’ im Landesinnerenbei herrlichem Wetter auf der Kjölur-Routeabenteuerliche Flussdurchquerung

5. Kjölur-Route:
Dies ist eine Route, die durch das Landesinnere Islands führt. Wir sind sie von Nord nach Süd gefahren und können dies nur weiter empfehlen, da der Anstieg auf die Hochebene angenehmer und weniger steinig ist, als in die andere Richtung. Für die Tour benötigten wir 4 Tage. Die Landschaft ist unglaublich schön und sehr abwechslungsreich. Von Weideflächen bis Steinwüste, von Gletschern bis Lavafelder, … dem Naturliebhaber bleibt kein Wunsch unerfüllt. Der (leider touristische) Höhepunkt ist Kjölur mit seinen heißen Quellen. Baden im Hot-Pool bei angenehmen 38 Grad gilt dort als Muss. Die Kjölur-Route endet am Gulfoss-Wasserfall und Geysir, also in Mitten des ‚Golden Cirkels’ Islands.
6. Landmannalaugar:
Das Traumgebiet für Wanderer. Aber auch für Radler unglaublich schön, wenn auch mit Herausforderungen. Der Weg zu diesem Nationalpark führt zunächst auf asphaltierter Straße durch endlose Lavafelder des Mount Hekla. Ist dieser Teil geschafft, findet man sich inmitten wundervoll farbenprächtiger Berge auf sandiger Piste wieder, die einem zum angenehm warmen und wohl verdienten Hot-Pool führt. Der Weg um den Myrdalsjökull-Gletscher ist landschaftlich traumhaft, sportlich jedoch nicht zu unterschätzen. Flussdurchquerungen mit teilweise Gletscherwasser machen ein Vorankommen zäh.
7. Vik:
Das Städtchen Vik am südlichsten Punkt der Insel ist einen Stopp wert. Schwarzer Sandstrand und eine Steilküste mit unzähligen Vogelarten (unter anderem auch Papageientaucher) gelten entdeckt zu werden.
8. Blue Lagoon:
Nun sollte für uns die Heimreise beginnen. Entlang der Südküste schlängelte sich unser Weg, unter bestmöglicher Vermeidung der großen Ringstraße, in Richtung Blauer Lagune. Bei diesem Badeabenteuer lohnt es sich, zeitig da zu sein, um den Touristenansturm die ersten Stunden zu umgehen. Das angenehm warme Wasser und die verschiedenen Saunen boten uns die Möglichkeit, in angenehmen Wohlgefühl, sowohl körperlich als auch seelisch, von Island zu verabschieden. Die letzten 20 asphaltierten Kilometer zum Flughafen in Keflavik waren dann nur noch ein Katzensprung.
Meist gestellte Fragen: Wie war das das Wetter und was ist Euer Gesamteindruck?
Zur Frage nach dem Wetter lautet die Antwort: Regen, viel Gegenwind und mitunter sehr kalt. Fragt Ihr aber nach dem Gesamteindruck so können wir ganz klar sagen: super schön! Wir werden sicher nicht das letzte Mal in Island gewesen sein. Klingt das für Euch nach einem Widerspruch, dann solltet Ihr Island unbedingt selbst bereisen!!!

2 Kommentare

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