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Teaserbild: Zeitreise in den Orient vor 100 Jahren

Zeitreise in den Orient vor 100 Jahren

Zeitreise in den Orient vor 100 JahrenPakistan war ein sehr eindrucksvoller Abschnitt unserer 2½-jährigen Horizonte-Reise, die uns im VW-Bus um die halbe Welt führte. Vom Grenzübergang Mirjaveh/Taftan fuhren wir durch die Wüste Belutschistan bis Quetta. Von dort quälten wir uns und unseren Bus auf übelsten Pisten bis Dera Ghazi Khan. Wir fuhren nach Norden durch die dichtbesiedelte Indusebene bis Peshawar und Islamabad und von dort auf dem Karakorum Highway bis fast zur chinesischen Grenze auf über 4000 Meter Höhe. Über Lahore verließen wir Pakistan in Richtung Indien.

Warum Pakistan

Pakistan war Teil unseres Weges nach Indien. Darüber hinaus waren unsere eigenen Vorstellungen vor dem Besuch des Landes sehr begrenzt. Am Anfang kam uns der Aufenthalt in Pakistan vor, wie eine Zeitreise zurück in den Orient vor 100 Jahren. Der Grund dafür war vor allem das unbeschreibliche Flair in den Städten Quetta, Peshawar und Lahore, die zu den faszinierendsten Orten gehören, die wir bereisten. Völlig andere, aber ähnlich intensive Eindrücke hinterließ die Bergwelt im Norden mit einigen der höchsten Berge der Welt. Das eigentliche Highlight unseres Pakistan-Aufenthaltes war für uns aber die Gastfreundschaft der Pakistani.

Bewohner der Wüste LudBadshahi MoscheeIn der Altstadt von Peshawar

Was Sie schon immer über Pakistan wissen wollten…

In Pakistan als West-Tourist – ist das nicht leichtsinnig?
Wir waren zum zweiten Mal wenige Monate nach dem 11. September 2001 im Land und haben auch während dieser Zeit ausgesprochen positive Erfahrungen gemacht. Natürlich ist es wichtig, die Sicherheitshinweise (z.B.des deutschen Auswärtigen Amtes – siehe rechts unter wwwo beginnen?) zu kennen und bei der Reiseplanung zu berücksichtigen. Wir können aber allen, die willens sind, diesen Hinweis zu beherzigen, Pakistan auch jetzt als Reiseland empfehlen.

Gab es also keine kritschen Momente für Euch?
Die brenzligste Situation hatte wenig mit der politischen Lage im Land zu tun: Als wir versuchten, in einer recht dicht besiedelten Gegend in unserem VW-Bus „wild“ zu campen, schauten wir plötzlich in etliche Gewehrläufe – kein sehr komfortables Gefühl. Die Bewaffneten waren wohl eine Art Polizei und wir landeten zur Übernachtung im Arrest: Zu unserer eigenen Sicherheit natürlich;-)

Camping im PolizeiarrestPakistanischer TruckBewohner der Wüste Lud

War das Übernachten auch ansonsten problematisch?
Wie man oben lesen konnte, ist freies Campen in den dicht bewohnten Gebieten nicht ohne Risiko. Allerdings ist es auch fast nie erforderlich: Dank der überwältigenden Gastfreundschaft der Pakistani waren wir gerade dort, wo viele Menschen lebten, fast jede Nacht bei Einheimischen eingeladen. Wir erfuhren dadurch sehr viel über das gewöhnliche Leben, bekamen Einblicke in Häuser und Höfe und standen gleichzeitig mit dem Bus unter dem Schutz der Gastgeber. Ansonsten bleiben Hotels als sichere Quartiere, deren Zimmerpreise bei ca 5$ beginnen. Im Norden, in den Bergen, finden sich dagegen genügend ruhige ungestörte Plätze und dort haben wir immer im Bus geschlafen.

Wie sah es mit der Versorgung aus?
Das Essen ist preiswert, ausgesprochen lecker und viel abwechslungsreicher als im Iran – Nordindien läßt grüßen! Trinkwasser sollte desinfiziert oder in Flaschen gekauft werden. Da unsere Verdauung trotzdem auf Schnelldurchgang schaltete, haben wir uns die letzten Tage nur noch von Bananen und Fladenbrot ernährt. Das Fladenbrot ist absolute Weltklasse – mmmhhh !!!

Ist Autofahren in Pakistan abenteuerlich?
Wir fanden, dass es in keinem anderen Land einen so gefährlichen Fahrstil gibt wie in Pakistan – immer wachsam sein !! Niemals Nachts fahren !!!

Was sollte man unbedingt gesehen haben?
Natürlich Lahore mit seinem großen Fort und der riesigen Badshahi Moschee, deren Inneres Platz für 60.000 Menschen Platz zum Gebet bietet. Auch Peshawar mit seinem schönen alten orientalischen Stadtkern hat uns begeistert. Das kleine Örtchen Darra, kurz vor Peshawar, ist die Handfeuerwaffenschmiede von Pakistan. Die Manufakturarbeit dort muß man gesehen haben!
Der landschaftliche Höhepunkt ist ohne Frage die Bergwelt im äußersten Norden. 7000er und 8000er gibt’s da reichlich. Der Karakorum Highway, eine Bergstraße 700km entlang des Industals, führt bis zur chinesischen Grenze und erreicht eine Höhe von fast 5000 Meter. Zeitweise geht’s entlang der alten Seidenstraße. Seltene kleine Bergdörfer, super leckere Aprikosen und relaxte Menschen. Die die Landschaft ist grandios und der Sternenhimmel einfach irre!!

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