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Teaserbild: Der Zauber von 1001 Nacht

Der Zauber von 1001 Nacht

Der Zauber von 1001 NachtMarokko einmal anders: Im Frühling 2002 machten Helmut und ich uns mit unserem Ländy (Land Rover Defender 110) und dem Dachzelt auf den Weg nach Marokko. Fähre über die Strasse von Gibraltar: Algeciras-Ceuta. Dann immer nach Süden. Stop in Fes. Weiter über den Großen und Anti-Atlas an den Rand der Sahara über Erfoud und Erg Chebbi (100 m hohe Dünen) bis M´hamid und über das Draa-Tal wieder über den Atlas nach Fes, dann zur Fähre und schliesslich wieder zurück. Ingesamt waren wir rund 10.000 km in 6 Wochen unterwegs. Davon 2 Wochen in Marokko. Weniger Zeit wäre wohl Stress ;O)

Warum Marokko

Nun, nachdem wir die Jahre zuvor stets im hohen Norden (Norwegen, Island) unterwegs waren, zog es uns einfach mal in den warmen Süden. Mit dem eigenen Auto bis nach AFRIKA zu fahren war ohnehin schon lange ein Traum von uns. Besonders spannend ist es, wie ich meine, durch das schöne Frankreich und Spanien nach Gibraltar zu „reisen“, von wo man dann endlich Afrika sehen kann! Außerdem sind wir Globetrotter, gerne mit unserem Ländy unterwegs und waren beide noch nie in Afrika. Es wurde also Zeit für eine Wüstenfahrt und dieses zauberhafte Land…

In der WüsteStadttor Bab Boulloud in FesEin Oasental

Was Sie schon immer über MAROKKO wissen wollten…

Habt ihr euch sicher gefühlt in Marokko?

Wir haben uns während unseres gesamten Aufenthaltes nie bedroht gefühlt o.ä. Da ist es in Südfrankreich oft gefährlicher. :-)Allerdings haben wir uns meist abseits der Touristenpfade bewegt. Die meisten Menschen wollen auch in Marokko in Frieden leben. Sie respektieren in der Regel (bis auf die Gauner eben, die es überall gibt) das Eigentum. Und keiner hat je in unser Auto hinein gefasst o.ä. Auf der Hut sein sollte man freilich trotzdem. Gerade das Rif-Gebirge im Norden sollte man meiden. Haschisch-Zentrum! In den Großstädten ist Vorsicht geboten. Aber das ist in Berlin, Paris oder New York nicht anders.

Birgt das Reisen in der Wüste Gefahren?

Ja! Bitte nicht leichtsinng sein! Selbst mit GPS, Pisten-/Routenbeschreibungen und sehr gutem Kartenmaterial war es uns manchmal schwer bis nicht möglich, Abzweigungen u.ä. zu finden, da die Daten einfach unstimmig waren. In der Nähe der Wüste bieten sich Einheimische oft als Führer an, die einem gute Pisten zeigen und sich gerne ein paar Dirham verdienen. Gerade im Süden sind die Leute sehr freundlich und herzlich.

Session mit Berber-FreundenIn der WüsteStadttor Bab Boulloud in Fes

Was hat es mit den „Rallye-Strecken“ auf sich?

Immer wieder haben wir gelesen oder gehört, dass an den Pisten Kinder Steine auf vorbeifahrende Autos schmeißen. Uns ist das ein einziges Mal beinahe passiert. Sonst sind wir einfach immer langsam durch die Dörfer gefahren und haben gegrüßt und gelächelt. Das wurde uns stets erwidert! Ich möchte auch nicht in einer Staubfahne stehen…

Wie kann man dem „Kulturschock“ am besten vorbeugen?

Gut informieren über Land und Leute, dann kann nichts schief gehen. Man sollte sich den Gepflogenheiten im Land anpassen. Schließlich ist man Gast! Gerade, wenn man in ein islamisches Land reist: Also am besten im Landesinneren lange Kleidung tragen, T-Shirts sind auch möglich. Es darf natürlich auch schon mal ein Djellaba (landestypischer Umhang) und oder ein Chech (Turban) sein.

Wie habt ihr euch verständigt?

Die Amtssprachen in Marokko sind Arabisch und Französisch. Im Süden leben noch viele Berber, die ihre eigene Sprache sprechen. Oft nicht einmal arabisch. Englisch wird wenig gesprochen – dort wo Touristen sind schon. Zur Not haben wir uns mit Händen und Füssen verständigt – das ist international, bringt jede Menge Spaß auf beiden Seiten mit sich und führt meist zum Ziel.
Ein paar Grundbegriffe in arabisch hat man auch schnell drauf und sie zaubern stets ein Lächeln ins Gesicht der Gastgeber. So z.B. Salam aleikum = Friede sei mit Dir oder Shukran = Danke.

Noch ein Tipp…

Bitte nicht den bonzigen (Foto-)Touristen spielen. Für die Menschen dort sind wir einfach reich! Dass einem dort fast jeder Zweite einen Teppich verkaufen will, weiß man vorher. Am ruhigsten fährt man einfach in die ländlichen Gegenden, wo man auch am besten mit den Menschen zusammen kommt. Viele der Menschen, die wir dort getroffen haben, waren überaus herzlich. Die Musiksession in den Dünen mit unseren Freunden war ein unvergessliches Erlebnis (siehe Foto).
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus…

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