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Teaserbild: Circuito Grande um die Torres del Paine

Circuito Grande um die Torres del Paine

Circuito Grande um die Torres del Paine

Im Rahmen einer längeren Radreise haben wir den Nationalpark Torres del Paine im chilenischen Patagonien zu Fuß erkundet. Eine einwöchige Wanderung führte uns um das Paine-Massiv und zu den berühmten Türmen hinauf. Unter den zahlreichen möglichen Wanderungen im Nationalpark, haben wir uns den Circuito grande, den großen Rundwanderweg ausgesucht. Dieser führt auch über Strecken des touristisch sehr stark frequentierten Weg in W-Form, dem Uve doble. Abseits dieser Wege kann man aber in aller Ruhe die atemberaubende Landschaft Patagoniens genießen.

Warum PATAGONIEN

Als Kletterer haben wir schon in zahlreichen Vorträgen und von anderen Bildern die bizarren Felsen Patagoniens gesehen und bestaunt. Diese außergewöhnliche Landschaft faszinierte uns so sehr, dass wir sie einmal mit eigenen Augen betrachten wollten. Nur zu Fuß ist eine ausgedehnte Erkundung dort möglich und für uns war das eine willkommene Abwechslung.

Blick auf das Zentralmassiv des ParksGrey Gletscher
Lago Grey

Was Sie schon immer über PATAGONIEN wissen wollten…

Wie sind die Wetterverhältnisse?
Patagoniens Wetter ist eines der unbeständigsten der Welt. Wenn man in einem Moment Sonnenschein bei 20°C erlebt, kann es im nächsten Moment oft schon einen heftigen Sturm mit Hagel geben. Wanderer die ein paar Tage vor uns starteten, kamen wegen weggeschwemmten Brücken nicht weiter und heftige Stürme rissen viele Zelte weg. Wir dagegen hatten fast die ganze Woche Sonnenschein.
Welche Wanderwege gibt es?
Der beliebteste ist der 4-5 tage lange W-circuit, bei dem es sich um eine halbe Umrundung des Paine-Massivs handelt, mit Abstechern in dieses hinein. Auf dieser Wanderung sieht man sicherlich die Highlights des Parks, wie die Torres selbst und das Valle Frances, muss aber etliche Wege zweimal laufen, außerdem begegnet man in der Hauptsaison dort Massen von Touristen. Etwas länger ist der Rundwanderweg (circuito grande), der einen Blick auf das Massiv von allen Seiten und auf den Greygletscher im Westen des Parks bietet. Neben diesen beiden längeren Wanderungen gibt es zahlreiche Möglichkeiten für kürzere Touren, durch zahlreiche Fähren und Busse im Park kann man auch einzelne Attraktionen besichtigen.
Wie würdet ihr den Rundwanderweg beschreiben?
Der Rundwanderweg bietet ein breites Spektrum an Landschaftsformen und Wegbeschaffenheiten. Neben dichten Wäldern mit kleinen Krüppelbäumen, durch die sich viele Bäche ziehen, trifft man auf Geröllfelder, auf steile felsige Anstiege auf einen Pass auf rund 1200m und vorbei an einem der schönsten Gletscher im Gebiet. Weil der Wanderweg an einigen Stellen durchaus anspruchsvoll ist, sollte man unbedingt über gute Kondition verfügen und entsprechend festes Schuhwerk tragen. Die auf der Karte des CONAF (Nationalparkwacht) angegebenen Gehzeiten sind für Wanderer mit viel Gepäck sehr knapp berechnet. Man sollte unbedingt so viel Gepäck wie möglich z.B. an der Hosteria Las Torres deponieren und nur mit dem Nötigsten gehen, damit die Wanderung auch Spaß macht. Leider sind die hinteren wenig begangenen Wege etwas schlechter ausgebaut und zu regenreichen Zeiten eher geflutet, Sandalen zum waten sind daher anzuratennach langen Regengüssen sollte man diesen Bereich dann aber lieber meiden – wir hatten trotz schöner Aussicht eine ziemliche Schlammschlacht.

Campamento mit Blick auf die Cuernos del Paine zum Pass John Gardnerdas Wahrzeichen des Nationalparks – die drei Torres

Wie kann man dort unterkommen?
Im Nationalpark ist wildes zelten verboten. Auf der Rundtour gibt es neun Campamentos, von denen 3 kostenlos sind. Zahlungspflichtige Campingplätze haben in der Regel auch ein kleines Refugio in dem ein Bett/eine Matratze in einem Mehrbettzimmer ergattert werden kann, außerdem oft einen kleinen Shop und auch Essen und einige warme Getränke kann man für recht viel Geld erhalten. Die kostenlosen Campamentos haben meistens nur ein Erdloch für die Notdurft und kein fließend Wasser( dies bekommt man allerdings an jedem Bächlein). Insgesamt befinden sich im ganzen Nationalpark, auch außerhalb des Parks eine Reihe von kostenlosen und kostenpflichtigen Campamentos, daneben an den befahrbaren Wegen auch teure Hotels, Bungalows und ähnliche Unterkünfte.
Welche Highlights muss man im Park unbedingt gesehen haben?
Der Abstieg vom Greygletscher ist wunderschön und eine der besten Gelegenheiten einem so großem Gletscher auch ohne Gletscherwanderung mal sehr nahe zu sein. Er ist auch separat vom Refugio Grey zu erreichen, zu dem ein Boot über den Lago Grey führt. Der Mirador Las Torres oberhalb des Campamentos Torres bietet den berühmten Blick auf die 3 Türme, am besten sehr früh am Morgen starten um die Türme im herrlichen rot leuchten zu sehen. Sehr empfehlenswert ist auch das Valle Frances als Bestandteil des W-Trails.

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