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Teaserbild: Zu Fuß einmal rund ums Hippie-Paradies

Zu Fuß einmal rund ums Hippie-Paradies

Zu Fuß einmal rund ums Hippie-Paradies

Zu Fuß und mit Zelt wollten wir die Insel in 16 Tagen umrunden – und haben es auch (fast) geschafft! Von San Sebastian aus ging es in den grünen Norden über Hermigua, Agulo, Vallehermoso, Epina, Alojera, Chipude zur touristischen Hochburg der Insel – nach Valle Gran Rey. Zum Schluss wandelten wir von Gomeras einzigem Campingplatz am Rande des Nationalparks El Cedro aus durch mystische Nebelwälder und bestiegen den Garajonay (1487m).

Warum LA GOMERA

Da wir nur 16 Tage Zeit hatten, aber dennoch dem Winter in subtropisches Klima entfliehen wollten, lagen die Kanaren am nächsten. La Gomera wurde uns von Freunden der Natur und Vulkanlandschaft wegen als Wanderparadies empfohlen und auch als relativ „pauschaltouristenfrei“ angepriesen. Die Insel hat bis heute ihren Ruf als Hippie- und Aussteigerparadies nicht verloren. Erlebnisberichte von einst in Höhlen campierenden Zivilisationsflüchtlingen reizten uns zusätzlich, die kleine Insel auf eigene Faust zu erkunden.

Bäume zum KuschelnPlatz ist immer...Da ist was auf den Weg gefallen...

Was Sie schon immer über GOMERA wissen wollten…

Gehe ich nach Norden oder Süden?
Für Sonnenanbeter und Badefreunde ist der Süden bzw. Südwesten zu empfehlen. Für Wanderer und Naturliebhaber, denen ein Schauer nichts ausmacht, der üppig grüne Norden (NO;NW) und das Zentrum der Insel mit den Nebelwäldern. Dadurch, dass sich im Norden gelegentlich eine Wolke vor die Sonne schiebt, wandern sich längere Strecken auch viel angenehmer als im kargen Süden, wo einem den ganzen Tag die Sonne zu schaffen macht.

Zelten ist doch verboten oder.. ??
Ja. Zelten ist ausserhalb des Campingplatzes in El Cedro verboten. Wer allerdings etwas abenteuerlustig ist und die Insel wirklich entdecken will, findet auf zahlreichen verlassenen Terrassenfeldern und in den tief eingeschnittenen Tälern immer ein lauschiges Plätzchen für sein Zelt. Man sollte vermeiden, in der Nähe von Ortschaften (besonders Valle Gran Rey) zu zelten. Die Täler sind hellhörig – wer also auf Ballermannstimmung beim Zelten aus ist, läuft Gefahr entdeckt zu werden. Wir hatten dahingehend keine Probleme. Selbst wenn früh ein Bauer auf dem Weg zu seinem Feld unser Lager kreuzte, blieb es bei einem freundlichem „Hola“. Berichtet wurde uns von 150,- Euro Strafe falls man sich doch von der Polizei erwischen lässt. Doch meist gilt: wo keine Strasse lang führt taucht auch keine Polizei auf. Im Nationalpark sollte man das Zeltverbot jedoch unbedingt beachten. Das man seinen Müll mit nimmt muss eigentlich nicht noch mal gesagt werden.

HermiguaBäume zum KuschelnPlatz ist immer...

Apartments und Co.
Wenn das Wetter umschlägt und man nicht gewillt ist, im Zelt auszuharren, findet man überall eine Pension oder ein Apartment. Günstige Übernachtungen gibt es ab 20,- € für ein DZ. Pensionen sind bei kurzen Aufenthalten deutlich preiswerter als Apartments.

 

Kann man alles erlaufen?
Jein. Am besten laufen sich die gekennzeichneten Wanderwege. Diese sind entweder gut ausgebaut oder führen an Wirtschaftswegen entlang. Am wichtigsten ist eine Karte mit Höhenlinien!! Manche Wege sind ausgetrocknete Flussbetten und mit vollem Gepäck nicht zu erklimmen, besonders dann nicht, wenn man dabei auf 1000 Meter Distanz 500 Höhenmeter zurückzulegen hat. Man darf nicht vergessen, dass alle (egal wo) beschriebenen Wanderungen immer von Tagestouren ausgehen, bei denen man kaum Gepäck mitführt.

Wie kommt man sonst auf der Insel vom Fleck?
Eigentlich kommt man am besten und günstigsten mit den Linienbussen voran. Diese verkehren zwischen allen Ortschaften die entlang der Ringstrasse liegen. Als wir auf Gomera waren, streikten die Busfahrer bereits seit 3 Monaten. Es fuhren deshalb nur 2 Busse am Tag (Morgens und Abends) und auf der Westseite gar keine. Taxis fahren immer und sind trotz der niedrigen Benzinpreise (0,55 Euro/l) recht teuer. Eine wirkliche Alternative sind die den Hauptverkehr ausmachenden Mietwagen. Die meisten Touristen mieten sich ein Auto um die Insel zu erkunden. Erstaunlicherweise nehmen die (meist Deutschen) Urlauber Tramper recht gerne mit. Einheimische halten hingegen seltener. Man kann auch selbst einen Mietwagen nehmen (ca. 35 Eu am Tag).

Wie verpflege ich mich?
In den Supermercados bekommt man Futter, wenn man selber kochen will. Die Auswahl ist recht begrenzt, aber man verhungert nicht. Beachten sollte man die Öffnungszeiten (Siesta; Sonntags), da man keine alternativen Einkaufsmöglichkeiten finden wird. Die Lebensmittelpreise gleichen den unseren. Gerichte (vor allem Fisch) in Mittelklasserestaurants kosten ca. 6-9 Euro.

Bekomme ich meinen Benzinkocher im Flugzeug mit?
Vielleicht: In Einzelteile zerlegt und sinnvoll im Gepäck zu verteilt (bspw. Pumpe in den Heringssack zum Zelt, Brennstoffflasche säubern und mit Wasser gefüllt als Trinkflasche in’s Handgepäck). Vorher sollte man ihn penibel von Benzingeruch befreien (Tipp: Pfirsichshampoo), so dass bei einer Auspackkontrolle das Teil noch als Gaskocher verkauft werden kann. Wer ganz sicher gehen will, nimmt einen Stechkartuschenkocher mit. Kartuschen sind auf La Gomera in Haushaltswarengeschäften und an Tankstellen erhältlich.

Ist Gomera nicht so eine Hippie-Insel ?
Hippies gibt es und eine Menge UrlaubsesoterikerInnen. Besonders im „Valle“ wird man spätestens beim Sonnenuntergangschauen an der Strandpromenade in Playa ihren Trommeln lauschen dürfen. Neben anderen versteckten Plätzen auf der Insel, leben in der „Schweinebucht“ einige der Aussteiger in Höhlen oder selbstgebauten Hütten. Dieser Umstand hat wohl in den letzten Jahren viele Gleichgesinnte begeistert, so dass die „Schweinebucht“ fast so bekannt ist, wie die Insel selbst. Die Hippies finden das weniger lustig und freuen sich nicht über den Besuch der Pauschaltouristen – aber doch über ein paar Euro von ihnen für die tägliche Trommelshow am Playa… Das Angebot (fast ausschließlich deutscher Anbieter) an, in Gruppen organisierten, esoterischen Betätigungen aller Art (wandern, singen, tanzen, meditieren, atmen …), ist im „Valle“ entsprechend groß. Love, Peace and Unity;-)

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