Ausflug des Kinderkaders nach Löbejün

Anderswo heißt es «Tanz in den Mai!», doch bei dem Leipziger Kinderkader wurde in den Mai natürlich reingeklettert! Am 1. Mai trafen wir uns mitten im Felsenkessel von Aktienbruch in Löbejün, um endlich die an den Plastegriffen hart erarbeiteten Fertigkeiten am Naturfels zu nutzen.Wir, also die Mädels vom Minikader, Trainer, Eltern und die Kleinen vom Miniminikader, standen nun vor unzähligen Routen und Bouldern und wussten nicht, wo man am besten anfangen sollte. Doch dafür waren die Trainer da. Während Basti ein paar Routen im Sektor Altherrenwand einhängte, machten sich die Mädels an einigen leichten Bouldern am Wandfuß warm. Danach stiegen die Mädels in die eher einfachen Routen ein, um sich an das Fehlen von bunten Griffen und vor allem Tritten zu gewöhnen. Geklettert wurde immer im Toprope, da die Erschließer des Steinbruchs in guter sächsischer Tradition ziemlich sparsam mit den Bohrhaken waren und die Runouts von fünf Metern für die Kleinen doch schon zu viel sind.

 

Während die Mädels mit Seil unterwegs waren, spazierte Leonid durch den Steinbruch auf der Suche nach einem richtig harten Boulderproblem. Im Sektor Rohrpost wurde er fündig, denn dort ist eine der schwersten Traversen Mitteldeutschlands, Black Hawk Down fb trav 7c+/8a, auch als «Helikopter untenrum» bekannt. Und so ging es nach dem Mittagspäuschen vollbepackt mit Crashpads zum Projektieren.

Nach anfänglichen Problemen am ersten weiten Zug dieser Traverse spazierte Kaja gleich auf Anhieb durch die ultimative Crux. Doch an der zweiten schweren Stelle reichte ihr die Armspannweite noch nicht ganz aus. Dennoch ist dieser Boulder für die starke Kaja auf jeden Fall noch eine Reise nach Löbejün wert!

In der Zeit, in der Kaja und Paula mit Lösen von Boulderproblemen beschäftigt waren, hatten Klara und Annika eine andere Aufgabe. Da es nächste Woche für die beiden zum Treffen junger Bergsteiger nach Hohnstein in der Sächsischen Schweiz geht, mussten noch einige Aspekte der Seilarbeit gefestigt werden. Und so ging es unter fachkundiger Anleitung von Sebastian vor allem
um das Umbauen an Standplätzen und das Abseilen.

Für Kaja sollte es nachmittags noch einmal ernst werden. Es ging um weitere zwei Projekte, dieses Mal mit Seil. Doch mit ihrer gewohnten Leichtigkeit flashte die amtierende sächsische Bouldermeisterin Kraftwerk Mensch eine überhängende 30 Meter lange Kante in der UIAA- Schwierigkeit 8- und Leistenzauber, eine 32 Meter lange Rissspur im Grad 7+. Damit bewies sie auch ihr Können in langen Ausdauerrouten.

Zum Abendausklang wurden noch einige leichte Routen geklettert und vor allem viel gespielt und gelacht. Und für uns bleibt festzuhalten, dass wir mit unseren Talenten auf jeden Fall öfter rausfahren sollten, denn unser Sport findet trotz aller Wettkämpfe draußen statt!

Weiterschmökern:


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