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Teaserbild: British English vs. American English: Fettnäpfchen für Reisende – und wie man sie überspringt

British English vs. American English: Fettnäpfchen für Reisende - und wie man sie überspringt

Wir möchten in unserem Blog gern die Vielfalt des Unterwegsseins zeigen. Mit Ausrüstungstests und Erfahrungsberichten geben wir tapire Impulse aus erster Hand, nehmen euch mit zu Messen & Events; der DAV-Leistungskader lässt uns und euch an seinen Erfolgen teilhaben und mit unseren Reiseberichten geht es virtuell um den ganzen Globus. Um den Horizont der spannenden Themen zu erweitern, gibt es heute – und vielleicht auch in Zukunft – einen Gastartikel. Die Autorin, Janine, arbeitet für den Sprachreiseanbieter Linguista und stellt sich zum Schluss noch einmal selbst vor. Doch nun erst mal mitten hinein in die spannende, manchmal verwirrende, immer herausfordernde Welt der Sprachen!

Wer viel im Ausland unterwegs ist, weiß, wie schnell Situationen entstehen, in denen man mit Einheimischen oder anderen Reisenden ins Gespräch kommt. Auch ist es keine Seltenheit, dass man sich auf Outdoor-Touren mit Leuten, die man unterwegs kennengelernt hat, für einige Zeit zusammenschließt. Oftmals finden die Gespräche meist dann in einer ‚Konsenssprache‘, meist auf Englisch statt. Natürlich ist es egal, wie gut die eigenen Englischkenntnisse sind, solange man sich verständigen kann. Woran man jedoch oft nicht denkt, ist die Tatsache, dass dieselben Worte teilweise eine völlig andere Bedeutung im British English und im American English haben. Damit es also nicht zu peinlicher Stille kommt, hier ein paar der größten Fettnäpfchen, die es zu vermeiden gilt.

Chips: Dies ist zunächst ein harmloses Beispiel, das einem gänzlich die Laune verderben kann, wenn man total Lust auf eine Tüte Chips hat. Denn wenn der Mitreisende Engländer ist und man ihn fragt ob er aus der Stadt chips mitbringen kann, wird er mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mit einer Portion Pommes zurückkommen. Chips aus einer Tüte heißen nämlich in England crisps.

Pants: Etwas peinlicher kann es werden, wenn es um die Frage geht was man für den Abend in der nächstliegenden Bar anziehen soll. Fragt man die Mitreisende aus England ob Sie heute Abend pants trägt, wird diese große Augen machen und vermutlich erröten, denn in England bedeutet pants Unterwäsche. Der richtige Begriff für lange Hosen ist trousers. Auch ein nett gemeintes Kompliment wie „Where did you get your pants from?“ könnte kurz für Verwirrung bei einer Engländerin sorgen.

Fancy Dress: Großes Potenzial für eine peinliche Situation hat das Wort fancy dress party, denn in England bedeutet dies, dass man sich verkleidet und verrückte Kostüme trägt. In Amerika hingegen bedeutet fancy dress Abendgarderobe, sprich Ballkleider für die Damen und Anzug für die Männer. Wer also im Ausland ist und vor hat, zu einem solchen Event zu gehen, sollte vorher genau nachforschen, worum es sich handelt. Bei Outdoor-Reisen fernab der Zivilisation ist man vor diesem Fettnäpfchen vermutlich relativ sicher, doch man weiß nie, wohin es einen manchmal verschlägt – schließlich sind Reisen oft voller Überraschungen.

First floor: Ein organisatorisches Missverständnis könnte bei dem Begriff first floor entstehen. Möchte man sich mit einem Engländer im ersten Stock treffen und verabredet sich im first floor eines Gebäudes, wird es keine Probleme geben. Auf einen Amerikaner würde man in diesem Fall jedoch vergeblich warten, denn im amerikanischen Englisch ist der first floor das Erdgeschoss und der erste Stock der second floor. Das britische Wort für Erdgeschoss ist ground floor.

Rubber: Ein sehr heikles Wort ist rubber, welches im britischen Englisch schlicht und einfach Radiergummi bedeutet. In der heutigen digitalen Welt kommt es natürlich nicht besonders häufig vor, dass man jemanden nach einem Radiergummi fragt. Für den Fall, dass die Situation aber dennoch aufkommt, sollte man besser keine Amerikanerin nach einem rubber fragen, denn sie wird es entweder als unverschämt ansehen oder peinlich berührt sein, schließlich ist rubber in Amerika ein gebräuchliches Wort für Kondom! Das richtige Wort für Radiergummi ist im Amerikanischen eraser.

 

Selbst wenn man die meisten Unterschiede kennt, kann es immer mal wieder zu Missverständnissen und peinlich berührtem Schmunzeln kommen, denn es passiert schnell, dass man in einer Fremdsprache Wörter vertauscht oder falsch ausspricht. Doch ist es nicht genau das, was einen Auslandsaufenthalt so spannend macht? Die Möglichkeit sich mit Menschen aus aller Welt unterhalten zu können war noch nie so groß wie heutzutage und dies sollten wir nutzen. Mein Appell ist daher, über unsere Schatten zu springen und mehr miteinander zu kommunizieren, auch wenn die eigenen Sprachkenntnisse nicht perfekt sind.

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„Mein Name ist Janine Wittenberg und ich reise leidenschaftlich gerne. Außerdem interessiere ich mich sehr für Fremdsprachen. Aus diesem Grund ging ich nach meinem Abitur für ein Jahr als Aupair nach England, um mein Englisch zu verbessern. Da ich noch nicht genug vom Leben im Ausland hatte, entschied ich mich dazu mein Bachelorstudium in Kommunikation und Englisch in den Niederlanden zu absolvieren und ich habe diese Entscheidung nie bereut. Nun arbeite ich schon seit fast zwei Jahren für den Sprachreiseanbieter Linguista und kann somit meine Hobbies und meinen Beruf perfekt verbinden.“

 

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