Unterwegs auf der Outdoor 2013 in Friedrichhafen

Gestern Morgen öffnete die Outdoor 2013 in Friedrichshafen ihre Pforten. Die Messe bezeichnet sich in ihrer 20. Auflage als der Outdoor Summit – und erweist sich auch in diesem Jahr wieder als Stelldichein für Branchenriesen, Branchenzwerge und Branchenneulinge. Mehr als 900 Aussteller haben den Weg an den Bodensee gefunden. Für einige von ihnen ist es schon fast wie auf einem Familientreffen, denn seit 20 Jahren ist dieser Termin in allen Kalendern fixiert. So auch für uns. 4 Tage lang erkunden wir wieder die Neuigkeiten, nehmen Technologien und Produkte auseinander und kommen mit Designern und den kreativen Köpfen hinter den Marken gut in Kontakt.

Traditionell wurden am ersten Abend die Outdoor Industry Awards in 11 Kategorieren vergeben. Neben den arrivierten Marken wie Arc’teryx, Yeti und Edelrid stand in diesem Jahr auch ersmals Brunton im Fokus der Aufmerksamkeit. Die Schweden versuchen auf einem anderen Weg als mittels Solarenergie das Stromproblem auf Tour zu lösen und stellten ihre mobile Brennstoffzelle vor. Mit einem Ladestrom von 2,1 A und einer Kapazität von 8500mAh stellt die kleine Energiequelle (Eigengewicht: 216g) durchaus eine gangbare Alternative dar, zumal immer mehr Leute auf Tour mit immer mehr Elektronik unterwegs sind, auf die sie wohl unterwegs nicht verzichten können.


Neben Technik und Sicherheit am Berg sowie einer ökologisch verträglichen und nachhaltigen Produktion ist das große Thema auf der Outdoor, eigentlich auch schon fast ein Dauerthema, weil auch im vergangenen Jahr diskutiert: die Frage nach dem ‘Quo Vadis Outdoor’. Denn, wenn wir wissen, wie sich das Freizeitverhalten entwickeln wird, wohin es uns und Euch in den nächsten Jahren nach draußen ziehen wird, dann wissen wir auch, nach welchen Bedürfnissen sich die Industrie richten kann und soll.

Und da gehen die Meinungen extrem weit auseinander. Überspitzt könnte man die alles entscheidende Frage so forumlieren: Braucht es eigentlich noch die Weiterentwicklung im sogenannten Hardcore-Bereich oder zieht es nicht die überwältigende Mehrheit auf Wochentouren mit Hüttenübernachtung? Gibt es noch die Spezialisten, die Grenzgänger – immer auf der Suche nach den weißen Stellen auf ihren eigenen Weltkarten oder weiter auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre physischen und psychischen Grenzen immer weiter hinauszuschieben? Bei uns im tapir trifft man – und das macht auch das Spannende beim Arbeiten für uns aus -  gottseidank noch die Vertreter aller möglichen Gruppierungen an. Die Spezialisten am Berg genauso wie die Familien, die gemeinsam mit Zelt oder festen Quartieren unterwegs sind. Wir treffen auf die Solisten, die zu Fuß, mit Rad oder Kanu die Welt erkunden und philosophieren mit Kletterern, die sowohl am Kunst- als auch Naturfels unterweg sind.
Und ich hoffe, dass wir auch hier auf der Messe in den kommenden Jahren noch Bekleidung und Ausrüstung für alle, die wie wir gern und viel draußen unterwegs sein wollen, finden werden. Bin aber auch optimistisch, dass dem so sein wird :)

Einer meiner Lieblingsstände auf der Messe in diesem Jahr (bisher) ist der gemeinsame Auftritt von Crux und Lightwave. Dort kann man  quasi auf einem Blick die Ausrüstung für die Spezialisten abseits des Mainstreams sehen und begutachten, auseinandernehmen und darüber reden. Ultralight-Fans werden bei Lightwave fündig, während die Fans von extrem robuster Ausrüstung bei  Crux an der richtigen Stelle sind. Bei beiden Marken sind es wie immer die kleinen Details, die den Unterschied ausmachen und einem gut das Leben draussen etwas leichter machen können.


Überhaupt, der Trend zu leichter und kleiner hält auch in diesem Jahr ungebrochen an. Die Firmen sind, auch wieder (erfolgreich), auf der Suche nach Materialzusammensetzungen gewesen, die zeigen, dass der Trend zu leichter Bekleidung und Ausrüstung noch nicht seinen Höhepunkt überschritten hat. Wir werden sehen, was uns in den kommenden Tagen noch alles über den Weg laufen wird und am Ende nach der Messe hier im Blog in einem kurzen Überblick die Highlights zusammenfassen. Jetzt ist erst einmal Halbzeit.

Weiterschmökern:


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