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Teaserbild: Resumee zum 20. Jubiläum der Outdoor-Messe Friedrichshafen

Resumee zum 20. Jubiläum der Outdoor-Messe Friedrichshafen

In den vergangenen Tagen haben wir das Geschehene und Gesehene sacken lassen und verstärkt über das ein oder andere Produkt oder die ein oder andere Entwicklung weiter nachgedacht. Wir sind dabei, das Programm für den tapir und den angeschlossenen tapir-store für Frühjahr/Sommer 2014 zusammenzustellen. Natürlich wollen wir auch wieder (fast) alle Spielarten des Outdoorlebens dabei mit abdecken, egal ob es sich um die passende Bekleidung oder Ausrüstung handelt.Und es wird auch auch 2014 neues im Katalog und noch mehr bei uns im Laden bzw. im online-store zu entdecken geben: Rückkehrer und Neuankömmlinge werden das Gesamtbild dann hoffentlich gut abrunden.

Zwei Ergebnisse kann man schon mal vorwegnehmen: Die eierlegende Wollmilchsau haben wir weder im Bekleidungs- noch im Bereich der Hardware gefunden. Und: Innovationen, die unsere Augen so richtig zum Leuchten bringen konnten, haben wir in diesem Jahr vermisst.

Was wir auf den Gängen der Messe erlebt haben, spiegelt sich auch in den Zahlen der Messe wieder: Steigende Zahlen bei den Ausstellern (913 Aussteller aus 42 Ländern) und einen leichten Rückgang bei den Fachbesuchern (21 465; im Vorjahr 21.730). Vielleicht lag die zeitweilige Leere auf den Gängen aber auch am phantastischen Sommerwetter, weswegen viele eher die Wege über die Außenanlagen zu den einzelnen Hallen nutzten, vorbei an den vielen Slacklinern und kleinen Ständen von Neueinsteigern, die ihre Chance auf der OutDoor-Messe nutzen wollten. Und wir haben es so wie in den vergangenen Jahren gehalten – während 3 von uns sich ganz speziell mit Zelten und der ganzen Hardware beschäftigen durften, hieß es für die anderen beiden, sich sowohl mit der Ausrüstung (die ersten beiden Tage) als auch im Anschluss mit der Bekleidung auseinanderzusetzen. Natürlich sollten dabei alle fünf sowohl unseren Vertretern als auch auch den auf der Messe oft anwesenden Designern und Entwicklern viele Löcher in den Bauch zu fragen.


Zurück im tapir war die erste Frage an uns die nach den Highlights der vergangenen Tage. Denn auch die zu Hause Gebliebenen waren neugierig. Während es im Zeltbereich durchaus einige auch spannende Neuerungen geben wird, waren es sonst eher die Kleinigkeiten, die uns überzeugten. So auch einer der Industry-Award-Preisträger in der Kategorie Campingausrüstung. Er ist gerade mal ein paar Zentimeter groß und ist v.a. im Taschen- und Rucksackbereich sehr stark vertreten. Geht er unterwegs auf Tour kaputt, dann ist meist kreatives Basteln angesagt. Das muss nun nicht mehr sein! Sea to Summit hat eine Reparatur-Steckschließe vorgestellt, die auch bei eingenähten Schlaufen schnell und unkompliziert ausgetauscht werden kann. Bei ihrem Anblick habe ich mich dann schon gefragt: Warum ist eigentlich noch keiner auf diese Idee gekommen?

Wir hatten ja schon kurz darüber berichtet, aber die Energiewende für das Stromfassen unterwegs hat uns den ganzen Messezeitraum über beschäftigt. Natürlich kann man sich fragen, ob es nicht möglich sein sollte, auf Reisen den ganzen Elektronikkram einmal zu Hause zu lassen und eben nicht immer online mit der Welt verbunden zu sein. Aber für alle, die das nicht wollen, gibt es ja die Möglichkeit, zumeist mittels USB die Geräte unterwegs aufzuladen. Eine rasante Entwicklung zeichnete sich dafür in den vergangenen Jahren im Bereich der Solartechnik ab. Und nun kommt ein neues Kraftpaket heraus –  die Brennstoffzelle im Hosentaschenformat. Unwesentlich größer als das Smartphone mit dem Apfel (11,4 x 7,1 x 3,2cm) sollte es keine Größenprobleme beim Rucksackpacken geben. Und – darin unterscheidet sich der Hydrogen Reactor von den Solarzellen mit Akku: Die Energiespeicherung  bzw. Energieversorgung ist temperaturunabhängig. Wir werden auf jeden Fall gespannt die Entwicklung weiter beobachten und wenn es funktioniert, dann auch sicherlich im tapir Euch die Brennstoffzelle vorstellen.

Unser Zeltplatzwart hat sich intensiv mit den Zeltneuerungen auseinandergesetzt, vor allem im Bereich der 4-Personen-Zelte, eine Zeltgröße, die bei uns auch immer wieder stark nachgefragt wird, weil immer mehr Familien mit 2 Kindern eine mobile Behausung auf ihren Touren bevorzugen. Mountain Safety Research (MSR) bringt z.B. mit dem Papa HubbaTM NX ein Familien-Tourenzelt auf den Markt, dass gerade mal 2,7kg (komplett) auf die Waage bringt. Durch eine besondere Gestänge-Konstruktion hat man auch an den Seiten noch viel Platz und stößt sich beim Sitzen den Kopf nicht ein. Überhaupt – ähnlich wie die Schweizer von Exped setzen die Amerikaner auf Detaillösungen. Manche klein und fast nicht unscheinbar, andere fallen sofort ins Auge. So haben sie für die kommende Saison nicht nur ihre HubbaNX-Serie überarbeitet – sie begaben sich auch auf die Suche nach einer praktikableren Lösung, wie man die Zelte unterwegs platzoptimiert im Rucksack verstauen kann. Die Lösung gehört auch wieder zur Rubrik: Warum ist das Euch nicht schon vorher eingefallen.

Natürlich haben auch die anderen Zeltspezialisten Leichtgewichtsmodelle. In den einschlägigen Foren wurde bereits über ein neues Zelt von VauDe diskutiert: Das auf der Messe vorgestellte Lizard GUL wiegt gerade mal 690g dank einer speziellen Gestängekosntruktion (Gestänge aus Karbon) und einem 10d Zeltmaterial (Polyamid 6.6) fürs Außenzelt.
Geht es um Ultraleichtzelte, dann wird man auch bei Eureka mit ihren Nigor-Modellen fündig. Generell geht das Thema Ultralight ja mit engagiertem Grammzählen einher. Den Niederländern ist es gelungen, nicht nur ihre Materialien entsprechend zu optimieren. Auch ihr Gestänge wird sich 2014 verändern. DAC baut exklusiv für sie das NFC-Gestänge, welches v.a. sich durch 40% weniger Gewicht als das normale DAC Featherlite-Gestänge auszeichnet, wie auch immer die Koreaner das geschafft haben.

Alles in allem kann man einmal mehr festhalten: Das Thema Leichtgewicht stand auch in diesem Jahr wieder im Fokus. Und wird uns wohl auch noch in den kommenden Jahren weiter begleiten. Eine Reihe von Innovation sorgt für immer leichtere Ausrüstung. Das Ganze dank dünneren, nach Herstelleraussagen dennoch robusten Materialien. Doch die Frage, die sich mir nicht erst in diesem Jahr gestellt hat: Entwickeln die Designer neue Materialien, um zu zeigen, dass sie es können? Behalten sie dabei auch immer noch den eigentlichen Einsatzzweck im Auge? Und geht das Leichtgewicht einher mit kürzen Verschleißzeiten und einem zeitlich gesehen schnelleren Austausch der Ausrüstung? Was wiederum schnell zur Diskussion der Nachhaltigkeit bei den Produkten führt…

4 Tage Messe am Bodensee bedeutet nicht nur Neuheiten bestaunen und alte Bekannte zu treffen. Wer wollte (und Zeit hatte) konnte entweder Slacklinern, Trailrunnern und Boulderern bei ihren diversen Contests und Events die Daumen drücken. Uns zog es einmal mehr zum Klettern. Traditionell fand auf der Messe ein Bouldercupa statt – der leider für Julia Winter, der einzigen sächsischen Vertreterin, die es unter die letzten 6 geschafft hatt, nach souveränem Auftritt im Halbfinale im Finale selbst nicht ganz so erfolgreich verlief. Nach dem Wettkampf wurden dann auch noch mit Stefan Danker und Monika Retschy die Deutschen Meister 2013 gekürt.

Doch nicht nur zuschauen war angesagt. Moritz versuchte sich indessen am Tischboulder bei Salewa – und powerte sich nach einem langen Tag auf der Messe noch einmal selbst richtig aus. Respekt! Mitr war nach einem langen Tag eher nach einem Fußbad im Bodensee 🙂

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