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Teaserbild: Fjällräven Classic 2013 – Keep on rocking

Fjällräven Classic 2013 - Keep on rocking

Vorgeschichte: Anfrage im März, ob ich im August Lust auf die Fjällräven Classic hätte,
Ein spontanes „Ja“ wird mir also einen Kurztrip nach Lappland verschaffen. Mehr weiß ich da noch nicht.
Ist ja auch noch lange hin 😉  aber soviel erfahre ich schnell: ein 110km langer Volkswanderlauf  wartet auf mich.  Das Zeitfenster für die Strecke lag in den letzten Jahren zwischen 13h und 6 Tagen. Prima, denke ich, da mache ich doch ein kleines Trainingsläufchen von 12h draus.

Planänderung: Da wir eine kleinere Gruppe sind und keiner der anderen Lust auf Trailrunning hat,  wird umdisponiert und doch der Rucksack für eine 5tägige Trekkingtour gepackt. 10Kg sollten aber reichen.

Anreise:  Stau in Berlin, Hektik am Flughafen, schmerzliche Trennung von meinem Messer beim Check-in, Ankunft in Kiruna ohne Gepäck, keiner weiß Bescheid. Größter Verlust: 8 Tafeln Schokolade. Kleine Laufrunde durch Kiruna, zwei coole  „Einheimische“ als Guides – Johanna und Mattias

1. Tag:  Gepäck immer noch nicht aufgetaucht, Neuausstattung durch Fjällräven aus dem Leihfundus, Plünderung des Dorfkonsums (5 Tafeln Schokalde, 5 Twix, Zahnpasta, Kaffee, Klopapier, Zahnbürste),  größere Laufrunde um Kiruna, 16:00: Start in Nikkaluokta mit 16kg statt ursprünglich 10kg auf dem Rücken Richtung Kebnekaise. Erste Etappe nach 20km und 6,5h geschafft,  Chickencurry, Wärmflasche und ab ins Bett..

2. Tag: Trotz intensiver Schnarchattacken der Zeltmitbewohner und -3°C gut geschlafen, Müsli mit frisch gesammelten Blaubeeren und Kaffee (türkisch). Start zur nächsten Etappe (28km),  mit neuen, nicht eingelaufenen Schuhen – kein Pappenstiel, Zwischenstopp an der Singihütte mit einem Schwedendöner (Fladenbrot mit Rentierfleich und Preiselbeeren) als Überraschung. Ankunft an der Sälkahütte gegen 21:00, reicht noch für einen Saunagang – herrlich!

3. Tag: Noch besser geschlafen, da die Schnarchgeräusche vom lieblichen Rauschen eines kleinen Flüsschens übertönt wurden, wieder 28km und als „Bonmot“ der Tjakta-Pass, diesmal als Überraschung Kuchen und frischer Kaffee am Checkpoint. Nur noch 12km bis zur nächsten Sauna in Alesjaure mit Abkühlung im Gletscherfluss, danach Steinbeißer aus der Tüte (leckerstes Essen auf der Tour) und Lagerfeuerromantik mit Bob Dylan und Neil Young (Thomas und Mischa 😎 )

4. Tag: Herrlich geschlafen! Nach dem Frühstück und der medizinischen Grundversorgung der blasenübersäten Füße (mich nervt lediglich ein entzündeter Knöchel) geht es auf entspannte 18km, herrlicher Badestopp an einem See, auf der ganzen Etappe Mückenalarm (Empfehlung der netten schwedischen Verkäuferin funzt überhaupt nicht). Am nächsten Checkpoint  herrlichste Überraschung ever: Eierkuchen mit Marmelade und Kaffee, dann Zelteaufbau am allerschönsten Platz der Tour und zum Abendbrot Tüten-Kebap (auch nicht schlecht), Sonnenuntergang mit Neil Young, Jonny Cash und Hannes Wader (kennt den noch jemand?).

5. Tag: Traumhaft geschlafen (selbst die ungewohnt harte Isomatte stört nicht mehr 😆 ). Nur noch 17km bis Abisko und diesmal in Turnschuhen, meine Füße vollbringen Luftsprünge, entspanntes Laufen auf breiten Wegen, letzte Kaffeepause und letztes Twix,  singend ins Ziel mit eigenkomponierter Hymne: “ Keep on rocking on the Classic“. Preiselbeerlimonade, schönes Zimmer mit Blick auf den See, 12km Tempodauerlauf , Duschen, Rasieren und lecker Abendbrot… Abtanzen auf der Party im Trekkers Inn

Abreise: Leicht übernächtigt und gut gefrühstückt ab zum Flughafen, Rucksack in Empfang genommen und gleich über die Schoklade (weiße Vollmilch-Nuss) hergefallen.  Neues Messer gut im Rucksack verstaut 🙄 , Zwischenstopp in Stockholm, Ankunft in Berlin und………………………………. Rucksack in Empfang genommen.  Alle außer Daniel 👿

Fazit: Herrliche Landschaft, tolle Truppe (Danke an Thomas, Ingrid, Sandra, Johanna, Mattias, Carsten, Peggy, Mischa, Matthias, Phillip, Nicole, Daniel), Wetter vom Feinsten, hervorragend organisierte Veranstaltung, anspruchsvolle Strecke

 

gern wieder….!!

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