RFID – Was?

Dass viele Firmen immer wieder gern mit Abkürzungen arbeiten, ist an sich nichts Neues. Selbst ältere tapire verlieren dabei schon mal den Überblick. Seit diesem Herbst ist eine neue mit hinzugekommen: RFID. Das Kürzel steht für Radiofrequenz Identifikation. Das Thema hat nur bedingt etwas mit Outdoor zu tun. Jeder von uns, der mit Kredit- oder Bankkarte oder auch der Gesundheitskarte unterwegs ist, hat heutzutage einen RFID-Chip in den Karten eingebaut, der einen schnellen und reibungslosen Datenaustausch zwischen Kartenbesitzen und z.B. unserem tapir-Kassensystem erlaubt. So weit so gut. Erleichtert in vielen Bereichen den Alltag.

Doch wir leben auch in einer Welt, in der Dateninformationen einen hohen Wert besitzen oder jemand mit unseren v.a. Bankdaten Schindluder treiben möchte. Sprich: unser Konto leerräumen will. Die dafür benötigte Technik (Lesegeräte) kann sich eigentlich jeder im Handel oder online besorgen.  Das dann daraus entstehende Worst-Case-Szenario im Urlaub ist: Man hat seine Karten und seinen Reisepass diebstahlsicher in der Innentasche, aber die modernen Lesegeräte haben kein Problem, den RFID-Chip in den Karten zu aktivieren, um dann die Daten schnell und unbemerkt auszulesen: Kontendaten, Wohnungsdaten, biometrische Daten…

Nun könnte man ja davon ausgehen, dass die Firmen, die mit dieser Chip-Technologie arbeiten, auch alles dafür tun, dass die Daten verschlüsselt auf dem Chip gespeichert liegen. Auch dafür gibt s mittlerweile unterschiedliche kryptografische Sicherungsmechanismen (Verfahren zur Authentifizierung, Verschlüsselung etc.). Dennoch gilt:  Sind die Daten einmal ausgelesen, haben Datendiebe viel Zeit, die für sie wichtigen und relevanten Informationen zu hacken.

Um einen Informationsdiebstahl zu verhindern, gibt es sogenannten RFID-Blocker. Bei unseren Firmen ist es v.a. Tatonka, die in diversen kleinen Taschen und Portemonnaies ein Spezialmaterial eingesetzt hat, das unter der Bezeichnung  Cryptalloy® läuft.  Diese kleine Zwischenschicht hilft, dem Datenmissbrauch vorzubeugen, ohne die Informationen auf dem Chip zu beschädigen.

Cryptalloy® gibt es schon länger auf dem Markt. Es war zu lesen, dass es auf der Cebit 2006 zum ersten Mal vorgestellt worden ist. Und wie sich die Qualität und das Volumen auf den Datenübertragungschips immer weiter entwickelt haben, wurden genauso viel Zeit und Energie in den Schutz vor Missbrauch gesteckt. Heute wird Cryptalloy als 0,1 mm dicke Folie auf einem Schichtträger aus PET geliefert. Die Hüllen sind durchscheinend oder unsichtbar ins Innenleben der Taschen eingebaut. Zusammengefasst funktionieren sie so:

- die RFID-Chips arbeiten als Transponder ohne eigene Energieversorgung

- Lesegeräte: Mittels Funksignal wird der Transponder mit dem notwendigen Strom versorgt. Die Daten können dann vom so aktivierten Transponder sekundenschnell ausgelesen werden, wobei die Reichweite abhängig von der Antennenleistung ist.

Der RFID-Blocker schützt unsere Daten auf einem auf den ersten Blick simpel erscheinenden Weg: Er blockiert den Energiestrom, sodass unseren Chip kein Startsignal erreicht. Somit kann zwischen Antenne und Chip kein ungewollter Kommunikationsaustausch mehr erfolgen. Wosrt-Case-Szenario abgewehrt!

Wir haben uns für den tapir für vier Produkte entschieden, die alle mit einem RFID-Blocker ausgestattet worden sind: Mit Money Box und Folder sind es zwei Taschen, die als Portemonnaies oder Kartenaufbewahrungstasche verwendet werden können. Dazu kommen noch ein klassischer Umhängebeutel ( Hang Loose) und eine kleine Umhängetasche (Check In).

Wer sich vorher etwas intensiver mit der RFID-Technologie auseinandersetzen möchte, findet mehr Informationen (u.a. zu den Frequenzbereichen) dazu hier. Wir wünschen eine gute Tour und sichere Heimkehr – ohne böse Überraschungen.

Infovideo zu RFID-Blockern

 

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