Garmin hat’s: Routingfähige Karte mit Wettermodul!

11. Juli 2010, 16:09Uhr. Der Tag an dem Spanien im winterlichen Südafrika Fußball-Weltmeister wird. Und der Tag, der hoffentlich in Deutschland der heißeste des Jahres bleibt! Bei 35 Grad im Schatten bekommt man schon Schweißausbrüche, wenn man sich nur vorstellt, irgend etwas außerhalb des abgedunkelten Zimmers tun zu müssen. Die Energie reicht grade noch, um sich mit Wasserschüssel für die Füße und Kaltgetränk vor den Rechner zu setzen und mit der Garmin Topo 2010 Ausflüge ins Freie zu simulieren – zum Beispiel in den Leipziger Johannapark…

Die Topo 2010 ist ja bekanntlich auf dem gesamten Wegenetz routingfähig. Vorhergehende Tests haben schon ergeben, dass das Routing auf einer Strecke, die rein auf für KfZ nicht freigegebenen Wegen verläuft, auch ziemlich gut funktioniert: Die Wege im Johannapark kennt die Topo dann auch perfekt – die Brücke dort zu finden, ist also kein Problem. Auch Wege in der Stadt, die nur als Fuß- / Radwege ausgewiesen sind, werden in das Routing für Radler einbezogen. Leider weiß das Programm nichts von einem Überweg über die Friedrich-Ebert-Straße mit ihren Straßenbahngleisen. Wir fahren also einen Umweg, auf dem Ortsunkundige aber wenigstens am imposanten Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts vorbeigeführt werden  :-)   Die Garmin City Navigator Straßenkarte scheint gegenüber der Topo 2010 ein Wetter-Modul zu besitzen: Auch sie schickt uns auf einen (noch größeren) Umweg, aber wenigstens zum Schluss zum Schwimmen durch den Teich – der Hitzschlag ist abgewendet!

Bei der Tour quer durch die Leipziger Innenstadt vom Barcelona zum tapir schickt uns „Konkurrent“ City Navigator gnadenlos durch Fußgängerzonen und Einkaufspassagen, er wählt aber fast 100%ig eine Strecke, die couragierte Radler, die sich gern anspucken lassen, auch wählen würden. Die Topo dagegen führt den Radler im ersten Versuch entlang des am stärksten befahrenen Stückes des Innenstadtrings – touristisch nicht wertvoll! Allerdings: Die Topo hat eine Filterfunktion mit der man komfortabel „Zwischenziele“ setzen und sich so die Route radltechnisch entspannt und StVO-gerecht zurechtstricken kann.

Fazit: Gut, wenn es immer mal zu heiße, zu nasse oder zu dunkle Tage gibt, in denen man Routen zu Hause in Ruhe vorplanen kann – die spontane Routenberechnung unterwegs ergibt wohl bei keiner routingfähigen Karte (auch nicht bei der Topo 2010) auf Anhieb optimale Ergebnisse. Muss ja aber auch nicht – schließlich heißt Planung auch Vorfreude und ist damit die Hälfte des Spaßes…

Weiterschmökern:


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