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Teaserbild: Ein Tag ist nicht genug – unsere erste kurze Outdoor Messenachlese

Ein Tag ist nicht genug - unsere erste kurze Outdoor Messenachlese

Die Outdoor 2014 hat am Sonntag ihre Pforten wieder geschlossen und wir haben das Gesehene und Erlebte nun auch schon etwas sacken lassen. Die Zahlen zur diesjährigen Messe sprechen für sich: 925 Aussteller nutzten ihre Chance, mit 21.912 Fachbesucher aus der ganzen Welt ins Gespräch zu kommen und 1.046 Journalisten Rede und Antwort zu stehen. Zugegeben, wir waren nicht bei allen 925 Ausstellern, das kann man auch nicht mit 5 tapiren schaffen, die während der Messe in den Hallen unterwegs waren. Wir hatten so schon ein volles Programm und ein Tag wäre bei Weitem nicht genug gewesen, alle Aussteller zu besuchen, bei denen wir definitiv vorbeischauen wollten und mit den Vertretern ins Gespräch zu kommen. Zudem wollte ja auch keiner von uns einen Blick auf neue, kleine Marken verpassen. Es wird noch eine Weile dauern, ehe wir alles nachbereitet haben, doch wir wollen euch schon einmal kurz unsere Messehighlights vorstellen.

Dass die einzelnen tapire durchaus ihren eigenen Kopf und ihre ganz ureigenen Vorstellungen vom Outdoordasein und der entsprechenden Ausrüstung haben können, ist sicherlich schon an der ein oder anderen Stelle aufgefallen. Das finden wir auch gut so. Deshalb war es auch zu erwarten, dass sie von der Messe mit ihren ganz eigenen Highlights zurückgekommen sind, was nicht nur daran liegt, dass wir zum Teil unterschiedliche Firmen besucht haben beziehungsweise vom tapir-Urgestein bis zum tapir-Jungvolk alles dabei war. Doch lest selbst:


Wie oft hat es euch schon nach Friedrichshafen gezogen?

Rando: Also, ob jetzt „gezogen“ immer gestimmt hat, weiß ich nicht, aber ich habe meines Wissens keine einzige Messe ausgelassen. Seit 20 Jahren jedes Jahr – jetzt die 21. OUTDOOR.

Simone: Puh, da muss ich nachdenken und zurückrechnen. Zum neugierigen Stöbern war ich 2000 schon mal auf der Messe in Friedrichshafen. Da war ich noch ein echter tapir-Newbie und damals hat mich die Informationsflut ganz schön erschlagen. 2014 könnte meine 11. Messe gewesen sein. Aber wer zählt schon nach…

Alex: Auch ich muss nachrechnen – es könnte die 11. oder die 12. Messe für mich gewesen sein.

Ander: Ich bin jetzt zum dritten Mal auf der Outdoor dabei gewesen, mit jedem Mal werde ich etwas effizienter beim Filtern des riesigen Angebotes auf der Messe, jedoch verliert sie nicht an Faszination, da es tatsächlich immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Moritz: Erfreulicherweise durfte ich nun zum zweiten Mal die Messe besuchen und hatte sogar die Gelegenheit, länger als einen Tag zu bleiben, um einen detaillierteren Einblick zu gewinnen.


Gibt es spezielle Themenbereiche, die bei der Messe in eurem Fokus standen?

Rando: Auf welchem Stand gibt es den besten Espresso? Damit sind meine zwei Messetage so ausgelastet, dass ich darüber hinaus nur noch nach Neuheiten im Bereich Zelte und Camping gucken kann.

Alex: Seit ein paar Jahren bin ich jetzt auch mitverantwortlich für den Bekleidungsbereich in unserem Katalog, den der tapir gemeinsam mit den anderen Outdoor-Insider-Stores zusammenstellt. Somit liegt der Fokus bei unserem Messebesuch auf der Kleidung, auf neuen Materialien und spannendem Design. Schuhe finde ich auch immer wieder interessant, da tut sich gerade sehr viel auf dem Markt.

Simone: Das mit der Suche nach dem besten Espresso gefällt mir, dazu noch ein leckeres Eis. Aber eigentlich darf ich Alex schon seit ein paar Jahren begleiten und mir mit ihm gemeinsam Bekleidung und Schuhe ansehen. Dafür haben wir jetzt auch mehr Zeit, da die Jungs sich verstärkt um Zelte und die ganze Kletter- und Campinghardware kümmern. Was aber nicht heißt, dass wir nicht trotzdem auch die Ohren gespitzt haben, ob es da etwas Neues gibt, das wir uns auch selbst ansehen wollen.

Ander: Ich habe mich ausschließlich auf Hardware konzentriert – mit besonderem Fokus auf Bergsportausrüstung, Kocher + Zubehör, Matten und Rucksäcke. Die Bekleidung haben wir Alex und Simone überlassen – die Zeit reicht gar nicht aus, um effektiv an allen Produktgruppen zu arbeiten.

Moritz: Wie auch letztes Jahr hatte ich auch dieses Mal den Fokus auf Ausrüstung im Allgemeinen und auf Kletter- und Bergsport im Speziellen gerichtet.

Was waren eure Highlights in diesem Jahr?

Rando: Bei den Zelten ganz klar das Hilleberg Enan – ein vom Akto inspiriertes 1-Person-Zelt, das alle Hilleberg-Standards bezüglich Robustheit und Bedienkomfort erfüllt und dabei nur 1.100 g wiegt.

Mein Preis für das innovativste Produkt, das mir auf der Messe am meisten Spaß gemacht hat, geht aber an das Draumr™-Hängematten-System von Amok™ Equipment – mit dem Übernachtungs-Kit der norwegischen Tüftler liegt man, vor Moskitos und Regen geschützt, fast so gerade und gut isoliert wie im Bett (nur schwingt es besser), kann das Ganze mit wenigen Handgriffen zum Hängesessel umbauen und einen Bierflaschenhalter gibt’s auch noch. Super!

Das eigentliche Highlight meiner zwei Messetage war aber gar kein Produkt, sondern mein Gespräch mit Nigor Net-Chef Geor Nicolaas. Ich bin ziemlich beeindruckt von der Qualität der Nigor-Zelte und wenn man die Gelegenheit hat, direkt mit dem „Macher“ dahinter zu reden, wird auch schnell klar, dass diese Qualität kein Zufall ist: Geor hat nicht nur viel Erfahrung in Zeltdesign und –produktion, sondern arbeitet schon seit Jahren sehr intensiv mit DAC und anderen Herstellern hochwertiger Zeltkomponenten zusammen. Das gute Verhältnis, das da gewachsen ist, ermöglicht es ihm, seine Qualitätsansprüche so gut umzusetzen. Das war eine für mich sehr lehrreiche „Plauderei aus dem Nähkästchen“ – toll!

Alex: Mal von einigen neuen Styles und Designs im Bekleidungsbereich abgesehen, haben mich die neuen Rucksäcke von Black Diamond überzeugt, vor allem die Crag Series Packs, speziell zum Klettern entwickelte Rucksäcke. Der Creek 50 beispielsweise ist ein Kletterrucksack in Haulbagoptik. Da passt alles rein, was man am Berg braucht, das Handling ist einfach und überzeugend. Gleiches gilt für den etwas kleineren Pipe Dream 45, bei dem die Chillunterlage gleich mit in den Packsack integriert ist. Spannende Kombinationen aus Funktionalität und Design.

Simone: Mein Highlight im letzten Jahr war ja ganz klein und passt in eine Hosentasche. Das war auf der Messe in diesem Jahr schon wieder etwas anders. Mich hat die Bekleidung von Black Diamond überzeugt: Angefangen von den Materialien und einem klaren Design sowie einer spannende Nahtführung bis hin zum für mich logischen Kollektionsaufbau. Überrascht hat mich auch der Stil der Kletterbekleidung von Red Chilli. Echt coole Styles.

Ansonsten hatte ich das Gefühl, dass zurzeit mehr Innovationskraft im Schuhbereich, bei den Schlafmatten, in der Kletterausrüstung und bei den Rucksäcken zu finden ist. Wie heißt es dann immer so schön: ‚Da wird echt Gas gegeben!‘ – was man auch sehen konnte. Da ich immer noch kein Smartphone besitze und stattdessen zum Fotografieren eine Spiegelreflex-Kamera durch die Gegend trage, war der neue Mindshift Fotorucksack für mich auch einen zweiten Blick wert – mein Highlight in der Hardware.

Ander: Im Gegensatz zum eher mauen Vorjahr gab es 2014 eine ganze Reihe interessanter Entwicklungen und persönlicher Highlights.
Nummer 1 ist die A&D  von Grivel: eine Handsteigklemme, die gleichzeitig ein Abseilgerät ist. Eine simple und dadurch umso überzeugendere Konstruktion. Das Teil ist genial für Geocacher und Baumkletterer, die die Ausrüstung schmal und übersichtlich halten wollen.

Nummer 2 sind die neuen Isomatten von Sea To Summit aus Australien. Sie überzeugen durch eine ausgeklügelte, komfortable Konstruktion, super Handling, großen Komfort und kleines Packmaß.

Nummer 3: Die Kocherfamilie bei Optimus ist jetzt komplett. Bisher gab es noch keinen echten Multifuel-Kocher, der mit Gaskartuschen und Benzin betrieben werden konnte. Jetzt haben der Optimus Papa Nova und die Mama Vega endlich ein Kind: den Polaris, der die Vorteile von beiden Powerwundern vereint.
Nummer 4 ist der Mindshift Fotorucksack, bei dem mit zwei Handgriffen die im Rucksack versteckte Fototasche griffbereit ist.

Darüber hinaus fand ich den neuen Care Plus Durchlauf-Wasserfilter mit 0,1 Micron Filtergröße und einem Preis von 40€ als Notfall-Backup spannend. Ebenso bauen Grivel/Beal und auch Skylotec neue, tolle Karabiner. Skylotec bringt ein Klettersteigset mit dem Pitch-Lock-Verschluss heraus, was endlich die perfekte Einsatzmöglichkeit für diese Karabiner ist. Und nicht zuletzt haben wir bei Eagle Creek und Lowe Alpine tolle Reiserucksäcke gesehen, die diesem wichtigen Segment endlich wieder ein bisschen frischen Wind geben.

Moritz: Das Highlight lieferte für mich dieses Jahr die Firma Sea to Summit, welche mit ihrer neuen Isomattenlinie unter Beweis gestellt hat, dass das Rad immer noch neu erfunden werden kann. Ebenfalls haben sich einige interessante Entwicklungen bei den Kochern und den Kletterschuhen finden lassen, die hoffentlich nicht allzu lange warten müssen, bis sie es zu uns in den Laden geschafft haben.

 

Das ist schon fast ein passendes Schlusswort von Moritz: Wir stellen in den kommenden Tagen und Wochen das Programm für’s kommende tapir-Frühjahr zusammen. Das eine oder andere Produkt kann und wird es auch schon früher geben. Falls euch etwas ganz Spezielles interessiert, dann lasst es uns hier wissen. Auch wenn ihr bisher etwas bei uns im Programm vermisst habt!

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