Neues aus dem Geoquest-Verlag: Der Kletterführer Rotgelbes Felsenland

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planet tapir outdoor-szene LE Simone | 3. September 2014

Eigentlich war es schon fast ein Running Gag. Die zweite Auflage des Kletterführers “Rotgelbes Felsenland” war schon seit einer gefühlten Ewigkeit vergriffen. Gerüchte besagten: “Ja, es wird an einer Neuauflage gearbeitet.” Im Frühjahr verdichteten diese sich immer mehr. Es könnte klappen, dass im Sommer der neue Kletterführer für Mitteldeutschland erhältlich sein würde. Und wer hätte es gedacht: Pünktlich zum Ende der Sommerferien, wenn alle wieder von ihren Reisen und Touren zurück sind und vor der Haustür nach der Arbeit klettern gehen wollen, hat sich am 30.08. der Gebietsführer auf den Weg gemacht, sozusagen das Licht der Kletterwelt erblickt. Und einige unserer tapire haben ihn sich auch gleich einverleibt.

Nun halten wir sie in der Hand – die kleine Kletterbibel für unsere Steinbrüche vor der Haustür. Es sind wieder alle Gebiete samt ihrer Sektoren aufgeführt und dank der supergenauen Toposkizzen von Tino Kluge sollten sich auch Neueinsteiger gut in den Steinbrüchen zurechtfinden. Zudem wurden die Routen farblich unterschiedlich gekennzeichnet, was einen schnellen Überblick über die Schwierigkeiten in den einzelnen Sektoren ermöglicht. Die Farbe Blau steht für einfache Kletterrouten im Bereich I-VI (UIAA 1-5), die rote Linienführung steht für den mittleren Schwierigkeitsbereich von VIIa-VIIIC (UIAA 6-7) und die schwarzen Routen sind die schwersten Wege; die Schwierigkeiten hier bewegen sich im Bereich IXa bis XIb (UIAA  8-10).

Im Gebietsführer sind neben den alten, klassischen Klettergebiete, die wir schon aus der ersten Auflage kennen, auch die neu etablierten Steinbrüche oder Kletterwände enthalten. Dazu gehört auch die Schwarze Wand mit ihren drei Sektoren, über die in den vergangenen Monaten immer wieder diskutiert worden ist. Sie soll einem gigantischen Steinbruch weichen. Und natürlich, denn darauf haben wir ja auch lange gewartet, haben auch die neu begangenen Routen, die in den alten Führern zum Teil noch als Projekt gekennzeichnet waren, ihren Eingang in den Führer gefunden. Sieht man sich beispielsweise den Aktienbruch an, dann sind allein dort 30 Touren neu hinzugekommen. Auch in den anderen Gebieten wurden Projekte vollendet und neue Routen erschlossen.

Den ausführlichen Boulderteil aus der 2. Auflage werden vielleicht einige vermissen. Doch für sie gibt es ja den 2013 erschienenen Boulderführer Aufschwung Ost, sodass im Rotgelben Felsenland nur noch ein paar Boulderprobleme wie die neu aufgenommene Boulderanlage bei Döbeln vorgestellt werden. Dadurch ist im Buch etwas Platz frei geworden, der mit Kletterfotos und Kurzgeschichten zur Kletterhistorie und zu den Kletterhotspots gut gefüllt wurde. Auch Gebietskenner können dabei noch einiges entdecken! Als Special sind auch in der dritten Auflage des Kletterführers Mitteldeutschland die Klettertürme der Region von Magdeburg bis Wippra vorgestellt und das Kletterhallenkapitel weist uns den Weg in der Indoorsaison.

Danke an alle, die Gerald und sein Team bei der Arbeit am Kletterführer unterstützt haben. Danke an all jene Ungenannten, die im Laufe der letzten Jahre die Routen im Gebiet mit saniert haben und die dabei auch für sichere Zustiege gesorgt haben. Die viele Arbeit, die in einer Gebietsbetreuung steckt, wird immer mal wieder gern vergessen, wenn man draußen an der Wand steht. Es hat sich viel getan im rotgelben Felsenland. Allez – Auf geht’s! Wir sehen uns beim Klettern! Oder bereits am Wochenende bei der Bergfilmnacht!

 

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