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Teaserbild: Tapiren auf der Spur

Tapiren auf der Spur

Ein bisschen hatte ich Martin beneidet. der am anderen Ende der Welt in Südamerika einem Tapir sehr nahe kommen konnte. Ab Juli muss man sich dafür nicht mehr auf eine so weite Reise begeben – mit der Eröffnung von Gondwana-Land zieht ein Tapir-Paar in sein neues Domizil in der Pfaffendorfer Straße. Und da wir alle ganz neugierig waren, nahmen wir gern das Angebot an, von Michael Ernst durch den Leipziger Zoo geführt zu werden und dabei ganz nebenbei auch bei unserem 300kg schweren zukünftigen Patenkind vorbeizusehen.

Im Dezember gibt es im tapir immer viel zu tun:  wir beschweren uns nicht darüber. Verständlicherweise sinkt  nach einem langen Ladentag die Lust auf eine anschließende Weihnachtsfeier. Kurzerhand verlegten wir deshalb unsere gemeinsame Feier in den Januar in den Zoo.

Von der Neugierde auf den Tapir war schon die Rede und der Leipziger Zoo ist auch zu dieser Jahreszeit immer einen Besuch wert. Das Wetter am Sonntag „belohnte“ uns dann auch zusätzlich noch mit Sonne, blauem Himmel und fast frühlingshaften Temperaturen zur Weihnachtsfeier.

Derzeit halten viele kleine und große Tierfreunde Ausschau nach Heidi – einem kleinen, niedlich-schielendem Opossum. Wir lernten auf unserem Rundgang neben Teddy, Heidis Zukünftigem, auch ihre Schwester kennen und wer hätte es gedacht: schaut man Naira in die Augen, so sieht sie (fast) genauso aus wie ihre berühmte Schwester. Nach einer Runde durch den Hinterhof mit vielen Geschichten aus dem Zooalltag, einem Blick in die Speisekammer ging es ins zukünftige Gondwana-Land. Hoch gebaut fällt es heute schon im Stadtbild von Leipzig auf, aber von Innen wirkt alles noch größer, wenn man durch den „Bergstollen“ ins helle Tageslicht tritt. Das wir dabei ganz genau das zukünftige Zuhause unseres Patenkindes inspizierten, versteht sich sicherlich von selbst.

Die ersten Bewohner der Tropenlandschaft sind schon vor längerer Zeit in Leipzig angekommen und haben ein Quartier in der rückwärtigen Tierhaltung bezogen. Und da war es dann auch soweit: Copasih und wir starrten uns durch die Gitterstäbe an – das er nicht gleich die Flucht ergriffen hat, betrachten wir einfach mal als positives Omen, denn der Neuankömmling aus England gilt ja eigentlich als schüchtern und zurückhaltend. Sicher hätte er endlich auch gern mal Laila „beschnuppert“, aber für den Moment mussten wir ihm reichen. Dazu gab es von Michael viele lustige und ernste Geschichten um das Zusammenleben mit Copasih.

Für mich persönlich genauso faszinierend war der Besuch bei den Tempelschildkröten (den großen Verwandten meiner kleinen Mitbewohnerin). Am Anfang träge in der Ecke sitzend, bewegten sie sich schneller als von vielen gedacht, als sich für einen  Moment die Tür öffnete. Noch schneller unterwegs waren die Totenkopfäffchen, genau wie die Riesenotter kaum mit der Kamera einzufangen, wenn sie spielerisch durch das Gehege in der rückwärtigen Tierhaltung toben.

Alles in allem ein schöner Sonntag im Zoo, wobei ich nach mehrjähriger Abstinenz mit großen Augen durch die Gegend gelaufen bin. Ich kann verstehen, das der Zoo zu einem der schönsten in Deutschland gehört – mit viel Raum und Spielmöglichkeiten für Familien mit Kind und vielen tierischen Bewohnern. Ich werde wohl nicht erst zur Eröffnung von Gondwanaland im Juli zurückkehren, sondern schon vorher wieder durch die Anlage streifen.

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