42195m durch den Auewald

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planet tapir outdoor-szene LE Hugo | 17. Januar 2011

Nachdem die Erstauflage des Wintermarathon 2010 ihrem Namen alle Ehre machte, berechtigte dieses Jahr nur der Kalender zum Namen.
Bei sonnigen 9 Grad starteten Punkt 11 Uhr über 60 Teams auf die Strecke. Die Teams bestehen jeweils aus drei Läufern und müssen gemeinsam die ganze Distanz absolvieren.

Anfang November entschloss ich mich bereits, diesen Marathon als Trainingslauf zu absolvieren. Über die Teambörse vom Veranstalter fand ich auch sofort zwei Mitstreiter, welche ebenfalls die 4 Stunden und 30 Minuten als Zielzeit anstrebten.

Aufgrund des massiven Tauwetters der letzten Tage veränderten sich die Bedingungen auf der Strecke fast stündlich. Der Enthusiasmus, mit welchem im letzten Jahr die Veranstaltung von Berlin nach Leipzig geholt wurde, ist ungebrochen und so konnte jeder Interessierte ein tägliches Update über die Strecke lesen. Da das Schmelzwasser Teile der Strecke in der Nonne in Seen verwandelte, wurde der Streckenverlauf etwas geändert.

Die erste Runde diente uns dann zur Besichtigung und wir fanden die Alternativvariante gut laufbar. Es hieß nun, acht Mal den 5 km Parcours zu nehmen. Kurzweilig, da ständig im Gespräch miteinander, verging der Halbmarathon im Flug.

Im Start- Zielbereich, welcher auch jede Runde passiert wurde, gab es von warmen Tee, über Iso, Wasser bis Red Bull, alles was das Herz begehrt. Zur Halbzeit nahmen wir dann auch etwas von dem Rosinenkuchen, Obst und anderen Köstlichkeiten. Mir war angetragen wurden, dass die Leipziger den köstlichen Haferschleim aus Berlin mit auf die Speisekarte gesetzt hatten. Nur ich fand diesen nicht. Die Nachfrage bei einem Streckenposten, ob der Haferbrei erst später gereicht wird, wurde prompt per Walkie-Talkie weitergereicht. Noch vor Vollendung der Runde erfuhr ich von einem der nächsten Posten, dass der Schleim schon seit Beginn mit auf dem Buffet steht. Ich war schier sprachlos aufgrund der persönlichen Betreuung.

Es lief gut in unserem Team, auch wenn wir bereits die ersten Male überrundet wurden und das Siegerteam sogar schon den Zielstrich mit knapp 2 Stunden 47 Minuten überquerte. Locker und unbeirrt zogen wir weiter unsere Kilometer. Der oft beschriebene Mann mit dem Hammer wollte uns wohl aber doch noch beehren. Klassisch ab Kilometer 35 wurde unsere vorher so gesprächige Runde sehr einsilbig und wir kämpften eher jeder für sich selbst dem Ziel entgegen. Aber der Name ist Programm und so waren wir spätestens im Start-Zielbereich wieder ein Team. Im Dreiergespann ging es auf die letzte kleine Abschlussrunde und da es ein lockerer Trainingslauf sein sollte, nahmen wir zumindest die Tatsache locker, dass wir auf dem letzten Kilometer noch einen Platz verloren.

15 Minuten schneller als angedacht, überquerten wir glücklich das Ziel. Nach einem kleinen abschließenden Imbiss stand noch die Frage, ob einem nach Dusche, Massage oder Sauna begehrt. Da ich zumindest etwas von meinen verspannten Muskeln gelockert haben wollte, wählte ich nach dem Duschen eine der zwei Massageliegen.

Zur abschließenden Siegerehrung wurde ganz klassisch jedes Team „geehrt“. Die Erstplatzierten in der Gesamtwertung, Ü150 und U90-Wertung und die ersten Frauenteams bekamen jeweils eine Schneeflocke als Medaille, alle anderen zumindest eine Torte zu ihren Urkunden.

Aus meiner Sicht eine rundum schöne Veranstaltung und ich kann sie jedem empfehlen, der so früh im Jahr mal einen längeren Lauf plant.

Weiterschmökern:


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2 Kommentare

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    langläufer | 18. Januar 2011, 12:11

    schöner Lauf, interessanter Bericht, meine Empfehlung an alle Freizeitsportler das Neue Jahr mit diesem Lauf zu beginnen!

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    simone | 18. Januar 2011, 12:20

    Ein dreifaches Chapeau:
    vor dem Orgateam, das trotz der Wetterkapriolen alles in den Griff bekommen hat,
    vor allen Läufern, die sich auf den langen Weg gemacht haben und
    vor dem Wetter, das ziemlich zuschauerfreundlich war und dafür gesorgt hat, es bei Sonnenschein doch nicht noch zum “Wasserski” gekommen ist.
    Ich freu mich schon auf nächstes Jahr und wenn ich an die wechselnden Bedingungen zum Teammarathon in Berlin zurückdenke, wird es spannend zu erleben, was der Wettergott 2012 anzubieten hat.
    PS: und Hugo – wie sieht es mit Muskelkater aus? :-)

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