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Teaserbild: Testbericht: Geruhsame Nächte unterm Tarp auf der Multimat von Exped

Testbericht: Geruhsame Nächte unterm Tarp auf der Multimat von Exped

Da ich für die tapir-Testtour 2015 beschlossen hatte, meine Nächte unter einem Tarp zu verbringen und ich meine leichte Exped Synmat 7 UL nicht einfach so ohne weiteres auf den blanken Boden legen wollte, musste eine geeignete Unterlage her. Meine Wahl fiel auf die Multimat von Exped.

Die Multimat besteht aus geschlossenporigem Evazote-Schaumstoff (EVA) mit einer Oberseite aus Ripstop-Nylon. Das EVA-Material ist wasserundurchlässig und der besondere Vorteil der Matte besteht darin, dass sie aufgeklappt werden kann und so eine vergrößerte Liegefläche von 200 x 100 cm bietet. Für das Zusammenrollen wird die Matte dann wieder in der Mitte gefaltet und verschwindet im beigelegten Packsack mit einem abschließenden Packmaß von 50 x 15 cm. Das ist zwar nicht gerade klein, lässt sich aber ohne Probleme an der Außenseite eines Rucksacks befestigen. Und das Gewicht von 365 Gramm bleibt auch erfreulich niedrig.


Mit einer Dicke von 2 Millimetern im aufgeklappten und 4 Millimetern im zusammengelegten Zustand ist der Liegekomfort der Multimat nicht gerade der größte, was aber beim realen Einsatz nicht wirklich eine Rolle spielte, da die Matte hier doch eher als schützende Unterlage genutzt wurde. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig und reichen von der Picknickdecke, über die Unterlage für (Leicht-)Isomatten bis hin zur warmen Sitzgelegenheit beim Winterbiwak. Auch der Boden eines 2-Personen-Zeltes lässt sich für mehr Komfort mit der Exped-Matte gut auslegen. Im Sommer wird die mittig zusammengefaltete Variante sicherlich nur von waschechten Puristen als einzige Schlafunterlage genutzt. Hierfür lässt sie sich an den Rändern auch durch Druckknöpfe fixieren, so dass in der Nacht nichts verrutschen kann.

Praxiseinsatz

Als Wahl für die Auslage des Bodens unter meinem Hilleberg-Tarp war die Multimat mit all diesen Eigenschaften wirklich die perfekte Wahl. Die komplette Schlafausstattung samt Trekkingrucksack passte auf die aufgeklappte Matte und war so vor Bodennässe und Schmutz geschützt. Ein weiterer Pluspunkt waren die kleinen Schlaufen an den Ecken, mit denen ich die Multimat mit Heringen am Boden befestigen konnte. Ein cleveres Detail, wenn es sehr windig ist oder man auf abschüssigem Untergrund campieren muss. Beim Sitztest am frühen Morgen bei etwa 7 °C Außentemperatur blieb mein Hintern erfreulicherweise auch warm. Bei dem unverwüstlichen Evazote-Material entfallen auch jegliche Gedanken an spitze Steine oder andere scharfkantige Objekte, da sie dem Material zwar minimalen Schaden zufügen können, die Funktion aber weiterhin gewahrt bleibt. Die Oberseite der Matte aus dem glatten Ripstop-Nylon ist zwar ganz nett, hat mich aber unterwegs nicht wirklich überzeugen können. Da sie auf dem Boden liegend zu schnell verschmutzen würde, kann sie nur als Oberseite dienen. Mit einer Matte wie der benutzen Exped Synmat 7 UL rutscht man darauf aber bei unebenen Bodenverhältnissen umher – das Material ist schlicht zu glatt. Hier würde ich dann doch eher zur Exped-Doublemat greifen, die einfach nur komplett aus EVA-Schaum besteht und auch noch ein wenig leichter ist. Allerdings muss bei dieser dann auf Heringsschlaufen und Druckknöpfe zur Fixierung verzichtet werden.

 

 

 

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