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Teaserbild: Auf den kurzen Rock gekommen: Mit einem Insulation Skirt durch den Winter

Auf den kurzen Rock gekommen: Mit einem Insulation Skirt durch den Winter

Wie jetzt, im tapir-Blog soll es heute – im Winter! – um kurze Röcke gehen? Das ist doch eher ein Sommerthema. – Nein, ist es dann doch nicht nur. Sandra und ich sind schon seit vielen Jahren mit einem kurzen Rock bei Minusgraden unterwegs und keine von uns möchte ihren gefütterten Skirt mehr missen. Unsere langjährigen Erfahrungen zeigen, dass Röcke und tapire auch unter winterlichen Bedingungen perfekt zusammenpassen. Im Langzeit-Testbericht zu den Insulation Skirts geht es auch deshalb auch eher um einen funktionalen als um einen eher ästhetisch orientierten Ansatz, zumal Letzteres ja auch immer im Blickwinkel des Betrachters oder der Betrachterin liegt – und diese Diskussion möchte ich zumindest an dieser Stelle nicht führen.

Ich kann mich noch genau an die Situation erinnern, als wir vor zwei Jahren mit der Maloja-Musterkollektion die ersten Röcke mit einer kunstfasergefütterten Isolation in den tapir bekamen. Die Reaktionen reichten von absolutem Unverständnis sowie einem Grinsen in den Gesichtern bei den männlichen tapiren bis hin zu Kopfschütteln selbst bei den im Winter im Alltag Röcke tragenden weiblichen tapiren: „Wer braucht denn so etwas?“ – „Na, ich! Äh, ich habe schon einen und weiß, dass Sandra sich schon vor Jahren einen hat nähen lassen, weil es so etwas nicht im Outdoorhandel gab…“. Und obwohl ich persönlich im Sommer relativ selten mit Rock unterwegs bin, finde ich einen Überziehrock im Winter einfach nur genial!


Auf den Rock gekommen bin ich 2013, als ich nicht wusste und extrem unentschlossen war, was ich bei unserer Baikalüberquerung im Winter an den Beinen tragen sollte. Für oben war alles relativ schnell klar. Am Ende hatte ich mich kurz vor Abflug schon fast für die Barrier Pant entschieden. Doch irgendwie konnte ich mich nicht zu der komplett gefütterten Überhose von Haglöfs durchringen. Ich hatte Angst, dass es beim Gehen, insgesamt in Bewegung zu warm werden würde. Ja, auch Frauen können Angst vor zu viel Wärme haben! Eher durch Zufall entdeckte ich dann eine Woche vor Abreise einen kunstfasergefütterten Rock von Direct Alpine – und hatte die Lösung für mein Problem gefunden.

Was den Rock ausmacht, konnte ich dann auch gleich am eigenen Leib in Russland spüren. Wir hatten am Ende unserer Tour noch etwas Zeit und sind noch einmal für zwei Tage nach Listwianka an den See zurückgefahren. Das große Gepäck hatten wir im Hostel in Irkutsk gelassen. Am Anfang war mir noch gar nicht bewusst, warum ich die beiden Tage am See immer ein frösteliges Gefühl gehabt hatte. Ich  musste mich viel bewegen oder habe mich in einem Souvenirshop aufgewärmt. Längere Fotostopps waren nicht drin. Erst bei der Abreise vom Baikal wurde mir klar, was anders war, was wohl den Unterschied ausgemacht hatte: Ich war nur mit langer Unterhose und Softshellhose unterwegs, den Skirt hatte ich mit den anderen Sachen zusammen im Hostel in Irkutsk zurückgelassen! 🙁

Das ist mir danach nie wieder passiert. Wann immer es in die Kälte ging oder geht: Ein Rock ist immer dabei!Er schützt und wärmt zusätzlich zur Jacke auch noch den Nieren- und Beckenbereich, das Gesäß und die Oberschenkel. Also die Bereiche, die wohl v. a. bei den Frauen empfindlicher sind und schneller auskühlen. Mein Rock war auf der Hundeschlitten- und Schneeschuhtour in Schweden dabei, ich bin mit ihm auf unserer Testtour im vergangenen Jahr durch die Ostsee gewatet, er schützt mich in der kalten Jahreszeit, wenn ich in eine Felsnische geklemmt auf das perfekte Fotomotiv warte, ich ziehe ihn über, wenn es beim Eisklettern mal wieder etwas länger dauert und ich habe ihn im Alltag im Winter fast täglich beim Radfahren an. Mittlerweile ist auch noch ein wollgefüllter Rock von Ortovox dazugekommen, den ich beim Skilanglauf gern nutze und der sich dank seiner blauen Farbgebung auch auf Fotos besser macht. 🙂


Ich bin mir nicht sicher, ob es auch eine daunengefüllte Variante gibt, aber die stand bei mir auch nie zur Disposition. Ich möchte mich überall hinsetzen können, auch wenn es einmal etwas feucht von unten werden kann und ich mag beim Hinsetzen auch nur bedingt Rücksicht auf die Bodenbeschaffenheit nehmen (ein kleines Loch im Oberstoff ist mittlerweile einfach mit Tear-Aid geflickt worden).

Über die perfekte Länge eines (Über-)Rocks kann man streiten. Bei unserer Skandinavientour hatte eine der Frauen einen fast knielangen gefütterten Rock an. Den hatte sie sich mal für das tägliche Rausgehen mit ihren Hunden machen lassen. Mein Direct-Alpine-Rock hätte auch 5 cm länger sein können, aber die Auswahl hatte ich im Januar 2013 noch nicht. In all den Jahren hat er mich aber auch so richtig gut warmgehalten.


Mittlerweile bieten einige Firmen in ihren Winterkollektionen mindestens einen gefütterten Überrock an. Es muss auch nicht immer nur schwarz sein, etwas Farbe darf auch bei einem Winterrock mit ins Spiel kommen. Die Palette reicht im tapir von buntgemustert (MetolinsM. – Wenderock von Maloja), über einen roten Rock von Vaude (Waddington Skirt II) bis hin zu einem schwarzen Rock von Bergans (Maribu Insulated Skirt). Alle dieser drei Röcke sind mit PrimaLoft® Silver Insulation gefüttert. Hinzu kommt noch ein blauer, mit Swisswool gefütterter Rock von Ortovox (Lavarella Skirt). Die Skirts unterscheiden sich in der Länge, der Weitenverstellung am Bund und der Füllmenge des Isolationsmaterials. Und auch wenn ich bei unseren Kundinnen (oder auch heute bei einem Kunden, der ein Weihnachtsgeschenk für seine Frau gesucht hat) oft im ersten Moment ein großes Fragezeichen im Gesicht erkenne, wenn ich auf die Nachfrage nach warmen Beinen auf unsere Röcke verweise, hat den meisten der Ansatz nach einer kurzen Erklärung doch eingeleuchtet.

 

 

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