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Teaserbild: Absolutes Lieblingsteil: Squamish Hoody von Arc’teryx

Absolutes Lieblingsteil: Squamish Hoody von Arc'teryx

Der Squamish Hoody fiel mir vor Jahren sofort auf der OutDoor ins Auge, nicht nur wegen seiner warmen, gelbgoldenen Farbe, sondern auch, weil er bei Erscheinen zu den leichtesten winddichten Jacken auf dem Markt gehörte. Ihn sofort für den tapir zu ordern, trauten wir uns 2011 noch nicht, denn wir konnten zunächst nicht einschätzen, ob die dünnen Windbreaker sich gegen ein klassisches Softshell durchsetzen würden. Wir wurden schnell eines Besseren belehrt – seit 2012 ist der Squamish Hoody nicht mehr aus dem tapir wegzudenken.

Ich habe meinen federleichten Windbreaker 2011 in Innichen (Dolomiten) in einem kleinen Bergsportladen gekauft. Damals gab es den Squamish Hoody nur als Männermodell. Bis heute begleitet er mich das ganze Jahr über – sowohl im Alltag als auch auf Bergtour, obwohl ich ihn mir vor knapp 5 Jahren mit der Intention zugelegt habe, ihn als Windschutz beim Skilanglaufen, Inlineskaten oder Radfahren einzusetzen. Das war der Vorsatz. Zurück im Alltag habe ich die Kapuzenjacke auch dann gleich noch getestet, ob sie, wie auch andere Softshells, den städtischen Nieselregen auf dem Weg zur Arbeit auch gut abhalten könne. Und um es vorwegzunehmen: Kann sie!

Was ist nun das Besondere am Squamish Hoody?

Der Hoody von Arc’teryx ist ein ultraleichter Windbreaker, benannt – je nach Sichtweise – nach einem Climbing-Spot in der Nähe von Whistler oder nach einer der kanadischen First Nations, die im Südwesten der Provinz British Columbia leben. Das Design des Squamish Hoody ist, wie ich es bei Arc’teryx liebe, in all den Jahren geradlinig schnörkellos, fast puristisch geblieben. Das Branding ist schlicht gehalten. Einzig die Farbauswahl ist auffällig, trotzdem ist die Kapuzenjacke auch alltagstauglich zu Jeans und Freizeithosen.


Die Kapuzenjacke ist ein absolutes Fliegengewicht mit seinen gerade mal 140 g . Auf den ersten Blick, ja auch auf den ersten Griff, mag man sich nicht vorstellen, dass dieses extrem dünn daherkommende Material (Ripstop-Nylon) tatsächlich robust genug ist, als kleines Wetter-Backup in den Bergen zu bestehen. Man hat eher das Gefühl, dass die Jacke schnell zerreißen wird, wenn sie einmal in Felskontakt kommt. Doch einmal angezogen, spürt man schnell, dass das Material sich weicher und angenehmer auf der Haut trägt, als man es sich nach dem ersten Griff vorgestellt hat. Auch spürt man sofort, dass das Gewebe der Kapuzenjacke auch leicht stretchig ist. Perfekt!

Es bleibt die spannende Frage: Hält das dünne Material, hält der Squamish Hoody nun das, was Arc’teryx uns verspricht?

Die Ausstattung des Windbreakers ist, wie man es beim kanadischen Outdoorspezialisten auch nicht anders erwarten würde, absolut durchdacht. Eine ultraleicht Jacke braucht für mich keine drei bis acht Taschen oder viele Reißverschlüsse. Die Kapuze ist angeschnitten und mit einem kleinen Bügel im Schirm für mehr Stabilität versehen. Da hätten die Kanadier bestimmt noch ein paar Gramm einsparen können, doch die Funktionalität wäre dann in meinen Augen nicht mehr so gegeben. Es wurde weder auf einen Kordelzug in der Hüfte, noch auf verstellbare Ärmelbündchen und eine einstellbare Kapuze verzichtet. Der Kragen schließt hoch. Die Brusttasche nimmt allerlei Kleinkram auf. Und ist groß genug, dass die Jacke in ihr verpackt werden kann, bevor sie ins große Gepäck (Rucksack oder Tasche) wandert. Die Reißverschlüsse sind aus Kunststoff gefertigt und haben sich in den Jahren durch einen guten Wetterschutz, leichte Bedienbarkeit und das zuverlässigere Funktionieren im Elbsandstein-Sand, Schnee und Eis bewährt. Sicher, auch hier mag es leichtere, filigranere Spiralreißverschlüsse geben, aber auch da hat Arc’teryx auf Robustheit gesetzt. Im Schulter- und Hüftbereich wurde auf störende Nähte verzichtet, ein Unterarmzwickeleinsatz sorgt für eine große Armreichweite beim Klettern oder Klettersteiggehen. Von der Passform her hat die Kapuzenjacke eher einen Athletic Fit als den angegebenen Relax Fit. Die Ärmel sind lang genug auch fürs Radfahren; im Rückenbereich ist der Windbreaker etwas länger geschnitten, damit es beim Radfahren nicht so sehr an den Nieren zieht.


Und um auf die Frage zurückzukommen – Ja, der Squamish Hoody hält bis heute, was Arc’teryx und der junge Mann in Innichen mir vor 5 Jahren versprochen haben!

Der Tragekomfort der Jacke ist einfach nur genial, auch die Atmungsaktivität überzeugt mich immer wieder aufs Neue. Das Einzige, was mich optisch etwas stört, sind Schmierrestflecken, die ich mir beim Radfahren (Kette an einem Leihrad runtergesprungen) auf dem Darß geholt habe. Die sind zwar mit den Jahren etwas blasser geworden, erinnern mich aber immer noch an einen saublöden Moment im Sand. Weitere auffällige Gebrauchsspuren? Fehlanzeige!

Die Kapuzenjacke hat auf Tour bisher wahrscheinlich mehr Zeit klein zusammengepackt im Rucksack verbracht, sie ist einfach immer mit dabei. Oftmals spüre ich kaum, wenn ich bei schlechtem Wetter mit dem Windbreaker unterwegs bin. Von starken Sturmböen einmal angesehen, hält sie den Wind gut ab und es braucht seine Zeit, bis Regen sich auf die Haut durchgearbeitet hat. Ist der Squamish Hoody einmal richtig nass geworden, ist er auch in Nullkommanichts wieder trocken, wenn der Schauer oder Gewitterguss vorbeigezogen ist. Die Jacke ist perfekt für all jene, die sich intensiv beim Radfahren, Inline Skating oder Skilaufen ausarbeiten wollen. Für die braucht es dann bei den belastungsintensiveren Bewegungen um die 0 °C herum oft nur ein langärmeliges Funktionsshirt oder – wenn es kälter wird oder die Bewegung sich nicht ganz so intensiv gestaltet – ein wärmeres Powerstretch- oder Wolloberteil unter der Kapuzenjacke, um ein angenehmes Trageklima zu erreichen und zu halten.


Mich haben die Idee und die Ausführung des Squamish Hoody von Anfang an überzeugt. Gewicht, Konzept, Ausstattung, Material und Optik rechtfertigen in meinen Augen den höheren Preis (aktuell: 139,95 €). Die Jacke ist mein perfekter Allroundhoody im Alltag und zum immer-dabei-Haben auf Tour. Ich bin mir bewusst, dass es noch leichtere Fliegengewichte gibt. Doch die Kapuzenjacke von Arc’teryx ist genau die perfekte Mischung aus ultraleichtem Material und mit Detaillösungen, die ich mir für eine sportliche Windjacke oder als Backup auf Tour wünsche.  Wenn ich sie nicht schon hätte, ich würde sie mir auch heute wieder kaufen!  Vielleicht in einer etwas neutraleren Farbe und vielleicht auch als Frauenmodell. 🙂

Fazit auf den Punkt gebracht

+ etxrem atmungsaktiv (membranlos)
+ hoher Tragekomfort (leichter Stretch im Gewebe)
+ dank des dünnen Materials findet die Kapuzenjacke in jedem kleinen Rucksack ein Plätzchen
+ durchdachte Ausstattung und Detaillösungen
+ die Velcros am Armabschluss (statt schlichter, elastischer Bündchen) sind bei einer Ultralightjacke eher ungewöhnlich, aber beim Einsatz mit Handschuhen einfach nur genial
+ Kapuze ist verstärkt und lässt sich gut einstellen, dadurch auch gut unter einem Helm zu tragen
+ Brusttasche = Packsack für die Jacke
+ schnelltrocknend
+ hervorragende Verarbeitung
+/- Passform könnte etwas körperbetonter sein
+/- Frauenmodell könnte etwas länger geschnitten sein
– keine Reflektoren auf dem Rücken

 

Kleine Anmerkung zu den aktuellen Modellen 2016

Arc’teryx spielt ja immer mal mit den Passformen und damit auch mit den Jackenlängen. Aktuell ist die Frauenjacke vom Schnitt her immer noch etwas kürzer gehalten als das Männermodell. Dafür hat die Kapuzenjacke bei beiden jetzt einen deutlich verlängerten Rücken bekommen (das freut die Radfahrer unter uns) und auch der Schnitt des Squamish Hoody Women wurde etwas mehr frauenspezifisch angepasst. Die Kapuze hat immer noch den verstärkten Schild, wird aber jetzt über einen Einhandtanka auf dem Hinterkopf eingestellt.

 

 

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