Sportlicher Stadtrundgang durch Leipzig

Am 17. April war es soweit – die 35. Auflage des Stadtwerke Leipzig Marathon schickte Läufer, Skater, Walker und Rollstuhlfahrer auf die Strecke. Bei fast optimalem Laufwetter gingen 8672 Sportler an den Start, von denen mehr als 800 den langen Kanten auf sich nahmen. Der Sieg bei den Männern blieb in Leipzig, die schnellste Frau kommt aus Schweden.

Die Veranstaltung hätte unter dem Motto “Eine Stadt in Bewegung” stehen können – auch wenn Starter aus mehr als 60 Länder sich zum Leipziger Frühjahrsklassiker angemeldet hatten. Der Marathon und sicherlich noch mehr die kürzeren Streckenangebote sind v.a. für Leipziger eine gute und wohnraumnahe Möglichkeit, sich quasi vor der eigenen Haustür gemeinsam zu bewegen.

Spannend ging es auf der Marathonstrecke zu – ein Dreierteam führte lange Zeit das Feld an, bevor sich Jakob Stiller am Ende dann doch noch bei seinem Marathondebüt durchsetzen konnte. Aber für viele Starter ging es vordergründig nicht nur um eine gute Platzierung. Im Teilnehmerfeld waren auch viele Starter, die zum ersten Mal 42,195 km bewältigen wollten – andere Läufer versuchten bei optimalen Bedingungen persönliche neue Bestzeiten aufzustellen und bekamen dafür viel Unterstützungen von den Zuschauern und familieneigenen, mitgereisten Fans. Organisiert vom Leipzig Marathon e.V. gab es dafür auch in diesem Jahr freiwillige Zeitläufer auf der Marathon- und Halbmarathonstrecke. Natürlich können sie die Läufer nicht zu ihren Wunschzeiten ins Ziel tragen, aber sie hielten sich an ihre ausgearbeiteten Zeitpläne, liefen gleichmässige Kilometerzeiten und versuchten nicht erst unmittelbar vor dem Ziel, die Mitlaufenden so zu motivieren, das sie ihre letzten Kräfte noch mobilisieren konnten. Zwar gab es Kilometerausschilderungen auf der Strecke – darüber hinaus nutze ein Teil der Zeitläufer, wie auch viele Starter, eine GPS-Uhr, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Spannend war es auch für die Zuschauer v.a. beim Zieleinlauf, manchmal war es bei den Läufermassen schwer, den Freund oder die Freundin, die mitläuft, im Laufpulk zu erkennen. Aber es gab kaum lange Leerlaufzeiten durch unterschiedliche Startzeiten auf den verschiedenen Strecken. Der eine oder andere 10 km – Läufer musste vielleicht mehr überholen und dadurch war vielleicht für ihn auch kein Platz auf der “Ideallinie”. Aber gerade die Marathonis und Halbmarathonis mit langsameren Laufzeiten waren durch diesen organisatorischen Kniff nicht allein auf weiter Strecke unterwegs, sondern konnten sich durch den einen oder anderen vor ihnen Laufenden mitziehen lassen.

Um den Nachwuchs muss es der Leipziger Laufszene auch nicht bang werden – neben den Schülern bei der Marathonstaffel und dem Minimarathon gingen auch mehr als 400 Kinder gemeinsam mit Enni auf eine kleine Runde von 600 Metern. Schon für den am Samstag ausgetragenen Minimarathon meldeten 32 Schulen – da waren mehr als 960 Kinder aus der 1.-4.Klasse auf den Beinen und hatten sichtlich viel Spass am Laufflair einer sportlichen Großveranstaltung. Die Läuferinnen und Läufer vom Sportgymnasium wurden am Sonntag rund um die Festwiese ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen die Schülermarathonstaffel – ein Wettkampf mit 1000 Schülerinnen und Schülern aus 25 Schulen.

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf – am 22.04.2012 trifft sich die Laufszene dann zur 36. Auflage des Leipziger Marathons. Und hoffentlich haben auch dann die Organsisatoren erneut einen guten Draht zum Wettergott, damit es für Läufer und Zuschauer wieder ein schönes Erlebnis wird.

 

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